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Kühlungsborn Gutachten falsch interpretiert?
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Gutachten falsch interpretiert?
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00:00 29.03.2014

Aus dem Rechtsgutachten, mit dessen Hilfe die Stadt Kühlungsborn nachträglich Ferienwohnungen in Wohngebieten legalisieren will (OZ vom 21. März, Seite 11), würden teilweise falsche Schlussfolgerungen gezogen, argumentiert Lothar Wolf, der Sprecher der Bürgerinitiative „Wohnen in Nachbarschaft“. Sie möchte, dass das Verbot von Ferien-Domizilen in den neueren Wohngebieten konsequent durchgesetzt wird.

In dem Gutachten einer Wismarer Kanzlei wird vorgeschlagen, den Ist-Bestand an Ferienwohnungen in den Wohngebieten, die vor dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Greifswald von 2007 entwickelt wurden, als so genannte, baurechtlich zulässige „Fremdkörper“ auszuweisen und damit zu legalisieren. Das Gericht bestätigte 2007 die schon vorher bestehende Verbots-Rechtslage.

Solche Fremdkörper sollen auch im Gebiet „Holmblick“ ausgewiesen werden, wo die Auseinandersetzung pro und contra Ferienwohnungen besonders heftig ist. Der „Holmblick“ sei 2003 und 2005 als „reines Wohngebiet“ und „allgemeines Wohngebiet“ definiert worden, in dem Ferienwohnungen nicht zulässig seien. Und zwar zu einem Zeitpunkt, als das Gebiet noch völlig unbebaut war. Daher könne es nicht sein, dass dort jetzt ein Ferienwohnungsbestand geschützt werde, der illegal entstanden sei, führt Wolf aus. Er spricht von einem „überaus folgenschweren Deutungsfehler“ bei der Interpretation des Gutachtens.



lwr

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