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Kühlungsborn Hüter der städtischen Bauten im Ostseebad Kühlungsborn
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Hüter der städtischen Bauten im Ostseebad Kühlungsborn
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00:01 18.10.2017
Bauingenieur und Verwaltungsexperte Peter Kahl ist seit 1. Oktober für die städtischen Baulichkeiten im Ostseebad zuständig. Sein erstes großes Sanierungsprojekt: das Dach des Pavillons im Konzertgarten Ost. Quelle: Foto: Lutz Werner
Kühlungsborn

Peter Kahl (44) verstärkt seit dem 1. Oktober das Team im Bauamt des Rathauses. „Hochbau“ – so weist der Behördenführer auf der Internet-Seite der Stadt sein Ressort aus. Was die Sache nicht ganz trifft. Denn Kahl sitzt nicht nur im Boot, wenn es um städtische Neubauten geht – wie beispielsweise jetzt bei der Mehrzweckhalle. Der umfangreichere Teil seines Jobs ist die Erhaltung der städtischen Gebäude – Rathaus, Schulen, Kindergärten, Sporthallen – sowie der Sportplätze, Straßen, der Promenade. Bis hin zu den öffentlichen Toiletten.

„„Die Erhaltung des Geschaffenen wird immer wichtiger. Eine Aufgabe, die gleichermaßen Kämmerei und Bauamt beschäftigt.“Dirk Lahser Kämmerer der Stadt Kühlungsborn
„„Peter Kahl ist eine echte Verstärkung im Bauamt. Er kann beides: Bauwesen und Verwaltung. Das ist eine ideale Kombination.“Rainer Karl (parteilos) Bürgermeister

Kahl ist der Nachfolger von Reinhard Schriefer, der im August in Rente ging.

„Wir reden hier über Vermögenswerte im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich. Wollte ich das genau ausrechnen, brauchte ich wohl einen guten Teil eines Arbeitstages“, umreißt Kämmerer Dirk Lahser den Verantwortungsbereich des „Neuen“ im Rathaus. „Die Stadterneuerung in Kühlungsborn ist – bis auf einige wenige größere Vorhaben wie die Neugestaltung des Baltic Parks – so gut wie abgeschlossen.

Die Erhaltung des bisher Geschaffenen wird dagegen immer wichtiger“, fügt der Kämmerer hinzu.

Genau dieser Trend, den es nicht nur in Kühlungsborn gibt, hat Peter Kahl veranlasst, sich um den Job im Kühlungsborner Bauamt zu bewerben. Der Rostocker, der zwei Hochschulabschlüsse hat – einen Ingenieur für Planungswesen und einen Master im Verwaltungsbereich – war zuvor seit 2000 als Projektentwickler für die Gesellschaft für Stadterneuerung und Ortsentwicklung Mecklenburg (GSOM) tätig.

Ein Unternehmen, das Kommunen bei umfangreichen Vorhaben in der Stadterneuerung betreut. „Von der Fördermitteleinwerbung über die Baudurchführung bis hin zur Abrechnung“, so Kahl. Für zwölf Kommunen war er verantwortlich – von Sassnitz bis Grevesmühlen. Seit 2012 auch für Kühlungsborn, wo er unter anderem die Sanierung und Neugestaltung von Lindenpark und Lindenstraße begleitete.

„Der Aufbau Ost steht kurz vor der Ziellinie. Die Projekte bei der GSOM verlagern sich im Norden immer mehr nach Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wo jetzt der große Sanierungsbedarf ist. Ich will mit meiner Familie aber schon im Raum Rostock-Bad Doberan bleiben. Daher habe ich gern die Chance genutzt, die sich in Kühlungsborn bot“, erklärt Kahl. Zumal, wie er hinzufügt, „ich die Stadt und ihre Infrastruktur durch meine bisherige Tätigkeit bei der GSOM ganz gut kenne. Das ist sicher kein Nachteil.“

Bürgermeister Rainer Karl ist mit der personellen Neubesetzung der „immer wichtiger werdenden Stelle im Bauamt“ hoch zufrieden. „Peter Kahl ist dort eine echte Verstärkung, auch weil er beides kann:

Bauwesen und Verwaltung. Wir versuchen, immer die Besten zu holen. Das ist wieder einmal gelungen“, sagt er selbstbewusst.

Kahl ist inzwischen in Kühlungsborn angekommen. Gestern Vormittag inspizierte er den Konzertgarten Ost nach einer Saison mit vielen Veranstaltungen. „Da ist einiges zu machen – auf der Bühne und dahinter, Bänke im Zuschauerbereich brauchen Zuwendung“, so sein Fazit. Dann ein prüfender Blick zum Dach des reetgedeckten Pavillons, der die Stadtbibliothek beherbergt. „Da ist im Frühjahr eine Neueindeckung fällig.“ Kämmerer Lahser plant dafür schon mal einen sechsstelligen Betrag ein.

Lutz Werner

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