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Leuchtturm füllt die Gemeinde-Kasse

Bastorf Leuchtturm füllt die Gemeinde-Kasse

Die Gemeinde Bastorf beschloss für 2013 einen gut finanzierten und ausgeglichenen Haushalt. Eigene Einnahmequellen, wie der Besucherverkehr auf dem Leuchtturm und Gewerbesteuern, bringen viel Geld.

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Britta B�ttger aus Gotha und ihr Sohn Louis machten gestern einen Ausflug zum Leuchtturm. Wie die beiden Th�ringer kommen in jedem Jahr Tausende Besucher dort hin und sorgen f�r eine regelm��ige Einnahme in der Gemeinde-Kasse.

Quelle: Lutz Werner

Bastorf. „Von Grund auf solide und gesund“ — so bezeichnet Monika Schwarz, die Kämmerin des Verwaltungsamtes Neubukow-Salzhaff, den Haushalt der Gemeinde Bastorf für das laufende Jahr. Die Gemeindevertretung verabschiedete das Zahlenwerk in ihrer Sitzung am zurückliegenden Mittwoch einstimmig.

Die stabile Haushaltslage in der Gemeinde am Leuchtturm resultiert auch daher, „weil Bastorf jetzt schon über viele Jahre hinweg in Größenordnungen eigene Einnahmen generiert und somit nicht nur von den obligatorischen Einnahmequellen wie Grundsteuern und Pro-Kopf-Schlüsselzuweisungen vom Land abhängig ist“, führt Monika Schwarz im Gespräch mit der OZ aus.

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Wir müssen jetzt entscheiden, ob wir in der Gemeinde noch mehr Wachstum wollen.“Detlef Kurreck (parteilos), Bürgermeister

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Ein gutes Beispiel sei der ganzjährige Besucherverkehr auf dem Leuchtturm. Er hatte der Gemeindekasse im vergangenen Jahr wieder Einnahmen in Höhe von 110 000 Euro gebracht, auch der Haushalt 2013 plant wieder mit einer Einnahme in dieser Höhe. „Auch wenn davon 47 000 Euro weggehen — für den Anteil, den das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck bekommt und für die Bewirtschaftungskosten: Unterm Strich bleibt immer noch ein erhebliches Plus“, rechnet die Kämmerin vor.

Der Haushalt der Gemeinde ist in Erträgen (1 437 000 Euro) und Aufwendungen (1 412 900 Euro) nicht nur ausgeglichen, sondern es wird sogar mit einem Überschuss von 24 100 Euro geplant.

Unter den Einnahmen, die von der Gemeinde aus eigener Kraft erzielt werden, fällt besonders die Gewerbesteuer auf. Der Haushaltsplan für 2013 geht davon aus, dass erneut um die 160 000 Euro aus dieser Quelle kommen werden.

Erstmalig seit der Wende haben die Bastorfer Gemeindevertreter einen Haushalt beschlossen, in dem — bis auf 30 000 Euro für einen Gebäudeabriss — keine Investitionen geplant sind. Obgleich sie prinzipiell, schaut man nur einmal in die gut gefüllte Rücklage, möglich wären.

„Wir stehen jetzt an einem Scheideweg, müssen demnächst grundsätzlich entscheiden, ob wir in der Gemeinde ein weiteres Wachstum wollen oder uns beim jetzigen Stand der Dinge als konsolidiert betrachten“, erklärte Bürgermeister Detlef Kurreck (parteilos) dazu. Das stark geförderte Maßnahmeprogramm zur Dorferneuerung, das im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens möglich wurde, sei komplett abgearbeitet, die Infrastruktur in den Dörfern der Gemeinde erneuert. „Daher in diesem Jahr die Atem- und Denkpause bei neuen Investitionen“, so der Bürgermeister.

Zuwendungen aus dem Haushalt für freiwillige soziale Aufgaben wird es auch 2013 im gewohnten Umfang geben. Insgesamt 15 600 Euro sind dafür vorgesehen. Die größten Positionen sind dabei die Sportförderung (2500 Euro), die Betreuung der Senioren (3000 Euro) und der Zuschuss für die Heimatfeste in der Gemeinde (3000 Euro). Bei den Pflichtaufgaben muss die Gemeinde nirgendwo Einschränkungen machen. Und so viel kosten 2013 einige wichtige Pflichtaufgaben der Gemeinde: Für den Unterhalt der Freiwilligen Feuerwehr werden 19 000 Euro fällig. Die Instandhaltung der Straßen in der Gemeinde kostet 50 000 Euro und die Straßenbeleuchtung in den Dörfern schlägt mit 26 000 Euro durch. Schullastenausgleich, Hortbetreuung und Betrieb der gemeindeeigenen Kita — also alles, was mit Kindern zu tun hat — kosten insgesamt 242 500 Euro.

Lutz Werner

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