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Molli zieht sich am Grünen Weg zurück

Kühlungsborn Molli zieht sich am Grünen Weg zurück

Bäderbahn wird sich nicht an der Entwicklung von Kühlungsborns neuem Stadtteil beteiligen. Viel ist dort bisher nicht passiert. Immerhin wurde für zwei Häuser direkt an der Umgehungsstraße jetzt das Richtfest gefeiert.

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Für zwei der vier Stadthäuser an der Umgehungsstraße Grüner Weg wurde das Richtfest gefeiert. Zimmerer Mario Liebig sorgte dabei für den passenden Spruch, Investor Bernd Williges hörte es gern.

Quelle: Fotos: Lutz Werner

Kühlungsborn. Die Molli-Gesellschaft, einer der Großinvestoren in dem insgesamt 17 Hektar großen Baugebiet an der Umgehungsstraße Grüner Weg, an der Kühlungsborns neuer Stadtteil entstehen soll, wird sich dort zurückziehen.

Trotzdem wurde dort jetzt ein Anfang gemacht, wenn auch ein bescheidener — gemessen am Umfang der Gesamtplanungen. Für die ersten beiden von insgesamt vier Stadthäusern im mittleren Baufeld wurde jetzt das Richtfest gefeiert. Dort entstehen 24 Dreiraum-Wohnungen mit einer Größe von 69 bis 76 Quadratmetern. „In zwei Häusern wird es insgesamt zwölf Eigentumswohnungen geben, die wir verkaufen“, sagt Kerstin Williges, Geschäftsführerin des Investors, der WIK Grundstücksgesellschaft mbH. Die zwölf anderen Wohnungen in den weiteren beiden Häusern behalte die Gesellschaft als Mietwohnungen im Bestand. Der Quadratmeter-Preis für eine Eigentumswohnung liege bei 2300 Euro, erklärt Williges und weist auf den Durchschnittswert in Kühlungsborn hin, der bei rund 3500 Euro liege.

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Wir werden in eine Mietwohnung im Erdgeschoss einziehen. Hier passt alles für uns.“Elisabeth und Wilhelm Gagelmann

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Mietwohnungen gebe es ab 525 Euro. Ferienwohnungen schließe das Baurecht dort aus. Vier der sechs Eigentumswohnungen in dem Haus, das in ein paar Wochen bezugsfertig sein soll, seien schon verkauft.

Und die Nachfrage nach Wohnungen im ersten Mietshaus, das im Frühjahr 2014 bezogen werden soll, sei rege. Was sich auch beim Richtfest zeigte, denn es kamen etliche Menschen aus Kühlungsborn und Umgebung, um sich hier ein mögliches neues Domizil auszugucken. Baubeginn für die noch fehlenden zwei Häuser solle im Frühjahr 2014 sein.

In dem vier Hektar großen Baufeld zwischen den Stadthäusern direkt an der Umgehungsstraße und dem neu entstandenen und teilweise bereits bezogenen Komplex des Alten- und Pflegeheimes mit dem Betreuten Wohnen sollte allerdings schon viel mehr los sein.

Doch auf der für weiteren Hausbau erschlossenen Fläche zwischen den Stadthäusern von Williges und dem Altenheim wuchert das Unkraut hoch. Dort wollte die Mecklenburgische Bäderbahn Molli mehrere Häuser mit rund 80 vornehmlich kleinen Wohnungen für Lehrlinge und Jungfacharbeiter aus dem Gastgewerbe mit kleinem Einkommen bauen. Doch daraus wird erst einmal nichts. „In der Geschäftsführung unseres Unternehmens wurde bereits Mitte vergangenen Jahres der Beschluss gefasst, dort nicht selbst als Investor und Projektentwickler tätig zu werden. Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft — die Bäderbahn, ihr Umfeld und deren touristische Vermarktung“, erklärt Geschäftsführer Michael Mißlitz den Sinneswandel. Seitdem sei die Molli-Gesellschaft mit mehreren Interessenten über den Verkauf ihrer Grundstücke im Gespräch. Ein Resultat gebe es noch nicht.

Auch auf dem großen Baufeld westlich der Stadthäuser und des Altenheims wird wohl bis Frühling 2014 nichts passieren. Allerdings steht die Kühlungsborner Investorengruppe, die dort rund 100 Mietwohnungen bauen will, zu ihrem Vorhaben. „Wir arbeiten jetzt an vielen planerischen Details und an der Finanzierung für die Erschließung. Im kommenden Frühjahr rollen die Bagger an“, erklärt Lars Zacher, einer der Investoren.

Im östlichen Teil des neuen Quartiers am Grünen Weg, zwischen dem Alten- und Pflegeheim und der Kleingartenanlage, ist Platz für den Neubau einer Jugendherberge sowie für Sport- und Freizeitanlagen.

Dafür wird aber noch ein Investor gesucht. Der Tennisclub Kühlungsborn wird dort eine Tennishalle bauen und die Kaufhaus-Kette Stolz und Mario Hoffmann planen ein Einkaufszentrum mit Neubauten von Kaufhaus und Edeka-Markt sowie kleiner Gastronomie und Indoor-Angeboten für Kinder. Auch dort wird wohl frühestens 2014 Baugeschehen zu beobachten sein: Wenn die von der Stadt in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse bestätigt, dass es für das Vorhaben von Stolz und Hoffmann ein wirkliches Bedürfnis gibt.

Zu wenig Mietwohnungen
500 Mietwohnungen fehlen im Ostseebad Kühlungsborn. Besonders empfindlich ist dabei das Defizit an etwa 300 kleineren Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern für Azubis und Jungfacharbeiter aus dem Gastgewerbe, mahnt der Regionalverband des Hotel- und Gaststättenverbandes immer wieder an. Die Entwicklung der Baugebiete am Grünen Weg soll hier für Entlastung sorgen.

 

 

Lutz Werner

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