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Neuer Sand für den schmalen Strand

Kühlungsborn Neuer Sand für den schmalen Strand

Der Traktor mit der schweren Anhängerlast — voll gefüllt mit nassem, feinen Strandsand — bleibt auf seinem Weg von der Westmole des Hafens zur Seebrücke immer wieder stecken.

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Im Bereich vor dem alten Grenzwachturm ist der Sandstrand fast v�llig verschwunden.

Kühlungsborn. Die breiten Reifen haben den Untergrund tief aufgewühlt. Bei der Durchfahrt unter der Seebrücke geht dann nichts mehr. Der Bagger, ein Kettenfahrzeug, muss sich von der Mole auf den mehrere hundert Meter langen Weg machen, um das Gespann durch die tiefe Mulde unter der Brücke zu schieben. Das kostet Zeit, viel Zeit.

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Wir sind überall da unterwegs, wo Sand, Erde und Material vom Abbruch bewegt werden müssen.“Eckhard Werges (56), Firmen-Chef

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Eckhard Werges, der Chef der Firma Werges GmbH aus Kröpelin, schaut sich das Gekrampfe unzufrieden an. „Das müssen wir noch optimieren“, sagt er und denkt laut über stabile Stahlplatten nach, um die Durchfahrt unter der Brücke zu stabilisieren. Und über den Einsatz kleinerer Allrad-Muldenkipper. „Aber da geht viel weniger Sand rein“, wägt er ab.

Am Strand von Kühlungsborn haben gestern die alljährlichen Arbeiten begonnen, um den Strandabschnitt zwischen der Seebrücke und dem Konzertgarten Ost wieder fit für die Saison zu machen.

Nordweststürme haben dort den Sand förmlich abgenagt, im Bereich vor dem alten Grenzwachturm ist er nahezu ganz verschwunden. Platz für Strandkörbe ist dort nicht mehr. Nicht einmal mehr ein Badetuch könnte man dort ausbreiten, ohne dass es nass wird.

Der Sand wird im eigenen Revier gewonnen — in der sogenannten Sandfangfalle vor der Westmole des Hafens. Das ist eine lange, muldenartige Vertiefung parallel zur Mole, die jetzt wieder ausgebaggert wird. Sie schützt die Schiffe im Hafen wenigstens etwas vor Treibsand, der Lack und Scheiben sonst förmlich abschmirgeln würde — schon manche Klarsicht-Scheibe zu Milchglas machte. Im Verlauf eines Jahres füllt sich die Sandfangfalle mit feinstem, weißen Strandsand. Der jetzt dorthin gebracht wird, wo er fehlt. „Das werden so um die 2000 Kubikmeter sein. Nicht gerade eine Riesen-Menge. Aber auf dem ganz schmalen Abschnitt links und rechts vorm Grenzturm können wir damit schon eine Menge anfangen“, so Werges.

Die Arbeiten haben gestern begonnen, bis Ende dieser Woche sollen sie beendet sein. Rund 19 000 Euro gibt die Stadt dafür aus. Werges, dessen Unternehmen drei Kiesgruben betreibt und „überall da unterwegs ist, wo Sand, Erde und Abbruchmaterial bewegt werden müssen“, hat für die Maßnahme am Strand von Kühlungsborn Subunternehmer verpflichtet. „Meine Leute sind in dieser Woche schwerpunktmäßig auf einer Baustelle im Rostocker Überseehafen im Einsatz“, sagt er.

Der ganz große Wurf, der den gesamten Kühlungsborner Strand nicht nur in dieser Problemzone nachhaltig sehr viel breiter machen wird, folgt erst im Spätsommer, vielleicht auch erst im Herbst:

Verlängerung der Buhnen und nachfolgend im Frühjahr 2014 eine große Sandaufspülung. „Erst müssen wir die Ausgleichsmaßnahme realisieren, den Lehrpfad im Naturschutzgebiet Riedensee bauen. Erst dann gibt es die endgültige Genehmigung“, informiert Bürgermeister Rainer Karl (parteilos).  

Internet: Das Video zu den Bau-

arbeiten am Strand sehen Sie auf

www.ostsee-zeitung.de

Lutz Werner

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Kühlungsborn
Mitarbeiter einer Kröpeliner Firma machen den Strandabschnitt in Kühlungsborn breiter. Dafür wird Sand von der Hafen-Mole benutzt.

Zwischen der Seebrücke und dem Konzertgarten Ost ist der Strandsand nahezu verschwunden - wie fast in jedem Jahr am Ausgang des Winters. Die Nordweststürme haben ihn förmlich abgenagt.

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