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Start für Kühlungsborns neues Baugebiet

Kühlungsborn Start für Kühlungsborns neues Baugebiet

Der Wittenbecker Landweg wird bis September gesperrt und saniert — damit das neue Wohngebiet wachsen kann.

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OSTSEEBÄDER KÜHLUNGSBORN UND RERIK

Thomas Brünnich war gestern allein im neuen Erschließungsgebiet — und hofft auf ein Ende des Winters.

Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn. Jetzt geht es richtig los im neuen Kühlungsborner Baugebiet: Doch damit das Areal „Am Wittenbecker Landweg“ voll erschlossen werden kann, muss auch die gleichnamige Straße neu gebaut werden. Folge: Der Weg wird im Abschnitt zwischen der Streuobstwiese und dem Schwarzen Weg voraussichtlich bis in den September hinein für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Die Absperrbaken und Hinweisschilder wurden gestern schon bereitgestellt — am Rande der Straße in Warteposition gebracht.

„Der neuerliche, heftige Wintereinbruch hat mal wieder gebremst. Eigentlich sollte sofort die Fräse kommen und dem alten Straßenbelag zu Leibe rücken. Aber dann hätte dort kein Räum- und Streufahrzeug mehr fahren können. Wir können dort erst loslegen, wenn die Gefahr von Eis und Schnee wirklich vorüber ist“, erklärte Thomas Brünnich, der Geschäftsführer der gleichnamigen Tief- und Wasserbaufirma, gestern etwas ungeduldig. Das Unternehmen hatte im vergangenen November mit der Erschließung des neuen Wohngebiets „Am Wittenbecker Landweg“ begonnen. 27 Baugrundstücke mit einer Größe von 700 und 1400 Quadratmetern werden dort für die künftigen Bauherren vorbereitet. Knapp vier Hektar umfasst das Areal, das durch den jetzt noch unbefestigten Schwarzen Weg, den Wittenbecker Landweg, die Landesstraße und die vorhandene Bebauung begrenzt wird. Gegenüber befinden sich die Räucherei Nottorf und das ZVK-Betriebsgelände.

„Im November haben wir zunächst auf dem Erschließungsgelände die Muttererde geschoben. Dann arbeiteten dort sechs Wochen lang Archäologen. Es folgte der erste Wintereinbruch, ab Mitte Januar ging es schließlich schrittweise weiter — und nun ist der Winter wieder zurück“, schildert Thomas Brünnich den bisher etwas zähflüssigen Gang der Dinge. Trotzdem sind inzwischen im neuen Wohngebiet die Versorgungs- und Entsorgungsleitungen in der Erde „und jetzt ist es an der Zeit, auch wegen der Anbindung eines Teils der neuen Grundstücke, die direkt an den Wittenbecker Landweg angrenzen, auch dort mit der Baumaßnahme zu beginnen“, so Thomas Brünnich.

Der Wittenbecker Landweg ist jetzt im Bereich von der Streuobstwiese bis zum Schwarzen Weg auf einer Breite von rund drei Metern ausgebaut. Danach wird die Straße dort zwischen 4,75 bis 5,50 Meter breit sein und zur Seite des neuen Wohngebiets hin einen Gehweg und eine neue Straßenbeleuchtung erhalten. Auch der Schwarze Weg, die jetzt unbefestigte, provisorische Verbindungsstraße zwischen Doberaner Straße und Wittenbecker Landweg, soll komplett neu ausgebaut werden — als künftige Hauptzufahrt zum neuen Wohngebiet.

Durch die Vollsperrung des Wittenbecker Landwegs wird sich die Verkehrssituation am östlichen Ortseingang von Kühlungsborn in den kommenden Wochen noch kritischer gestalten. Denn seit Anfang März ist die Doberaner Straße, die wichtigste Ein- und Ausfahrtstraße des Ostseebades, auf Höhe der Kreuzung mit der Cubanzestraße halbseitig gesperrt. Die Kreuzung wird zum Kreisel umgebaut.

„Noch funktioniert das gut und die Staus an der roten Ampel sind immer nur einige Fahrzeuge lang. Aber schon zu Ostern könnten sich dort Schlangen bis hoch zur Tankstelle bilden“, blickt Thomas Brünnich voraus. Ein offener Wittenbecker Landweg wäre da eine Alternative, wenigstens für Ortskundige, gewesen. Aber auch Brünnich weiß — wie jeder Insider—: „Alles, was mit EU-Fördermitteln gebaut wird, muss 2013 durchgezogen werden. Weil es danach diese Mittel nicht mehr geben wird.“

Mit der Erschließung des neuen Wohngebietes werden wir bis September zu tun haben.“Thomas Brünnich, Firmen-Chef

Lutz Werner

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