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Kühlungsborn Steffenshäger Wehrführer tritt zurück
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Steffenshäger Wehrführer tritt zurück
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00:00 30.11.2017
Das betagte Löschfahrzeug LF16 der Steffenshäger Wehr soll mittelfristig durch ein anderes Fahrzeug ersetzt werden. Quelle: Foto: Oz-Archiv
Steffenshagen

Mit Wirkung zum 1. Dezember tritt Michael Zech aus privaten Gründen von seinem Amt als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr zurück. Darüber informierte dessen Stellvertreter Martin Rödel am Montagabend die Gemeindevertretung. Die gute Nachricht: Zech bleibt der Wehr aber weiter als Aktiver erhalten. Er wolle aber aus privaten Gründen etwas kürzer treten und die Verantwortung an einen Nachfolger übergeben. „Das bedeutet aber, dass wir bei unserer Jahreshauptversammlung am 27. Januar eine neue Wehrführung wählen müssen“, stellte Martin Rödel klar. Bürgermeister Georg Endmann bedauerte die Entscheidung Zechs, meinte aber, dass man sie respektieren werde. Er selbst habe zuvor ein längeres persönliches Gespräch mit dem Wehrführer geführt, informierte Endmann.

Die Gemeindevertreter machten aus ihrer Hoffnung keinen Hehl, Martin Rödel möge dann das Amt des Wehrführers übernehmen. Dieser erklärte zwar, dass er über die erforderliche Ausbildung verfüge, meinte aber auch, dass die Entscheidung bei den Mitgliedern liege. Außerdem müsse sich einiges verbessern. So kritisierte der stellvertretende Wehrführer die mangelnde Diensteinstellung einiger Kameraden. Die Beteiligung bei den Dienstabenden lasse zu wünschen übrig. Ebenso bemängelte er die Qualität der Kommunikation zwischen der Gemeinde und der Wehr. „Wenn wir Probleme vortragen, reicht es nicht, wenn der Bürgermeister nur sagt, dass wir uns das mal ansehen werden und doch nichts geschieht“, so Rödel.

Und völlig inakzeptabel sei es, wenn der Gemeindearbeiter das Dienstfahrzeug nutze, ohne es bei der Wehrführung abzumelden. Das könne im Ernstfall zu Komplikationen führen. Endmann entgegnete, dass es auch gewollt sei, dass die Gemeinde das Fahrzeug mit nutzen könne, meinte aber auch, dass die Kommunikation dazu verbessert werden müsse.

Diskutiert wurde in der Sitzung auch über den bestmöglichen Ersatz für das betagte Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Steffenshagen. Mit Ach und Krach sei es gerade noch mal gelungen, das Fahrzeug durch die Hauptuntersuchung zu bringen. Mittelfristig sei aber eine Neuanschaffung nötig, hieß es. Bürgermeister Endmann meinte hierzu „Hier gehen Wunsch und Realität noch weit auseinander.

Anschaffungssummen von 200000 Euro und mehr für ein Neufahrzeug können wir uns als Gemeinde nicht leisten. Wir sollten darüber nachdenken, ob nicht auch ein gutes gebrauchtes Fahrzeug für uns ausreicht.“

Feuerwehrmann Martin Rödel gab zu bedenken, dass es für gebrauchte Fahrzeuge weder vom Land noch vom Kreis Fördermittel gebe und die Gemeinde allein für die Anschaffung aufkommen müsste. Über das Fahrzeug soll später noch einmal beraten werden, wenn in Steffenshagen eine neue Wehrführung gewählt ist.

Rolf Barkhorn

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