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Kühlungsborn Verkehrswacht macht Schulwege sicher
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Verkehrswacht macht Schulwege sicher
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03:52 10.09.2013
In Kühlungsborn hat sich eine Ortsgruppe der Deutschen Verkehrswacht neu gegründet. Sie wird geleitet von Tim Nahrstedt und Manfred Both (hinten v. l.). Das Maskottchen ist Teddy Siggi Sicher. Quelle: Fotos: Lutz Werner
Kühlungsborn

Eine Ortsgruppe der Deutschen Verkehrswacht ist in Kühlungsborn schon seit Frühjahr aktiv. Als gemeinnütziger Verein in Gründung. Jetzt wurde auch die formale Vereinsgründung vollzogen — während eines Festaktes im Europa-Hotel. Mit vielen offiziellen Gästen und sogar einem hochrangigen Vereinsmitglied: Denn Volker Schlotmann (SPD), der Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung in MV, macht bei den Kühlungsborner Verkehrswächtern mit.

Elf Frauen und Männer haben sich in der neuen Ortsgruppe der Deutschen Verkehrswacht zusammengefunden: Polizisten, Fahrlehrer, Hausfrauen, ein Rathaus-Mitarbeiter, die Mitarbeiterin eines Reinigungsunternehmens. Sie alle kommen aus Kühlungsborn und Umgebung. Sie sind im Alter zwischen 24 und 56 Jahren. Rathaus-Mitarbeiter Tim Nahrtstedt ist mit seinen 24 Jahren nicht nur der Jüngste in der Truppe, „sondern auch der jüngste Vorsitzende einer Ortsgruppe der Deutschen Verkehrswacht“, weiß sein Stellvertreter, Polizeihauptmeister Manfred Both (50), der Kontaktbeamte für das Ostseebad. Die Mehrzahl der Mitglieder der Kühlungsborner Ortsverkehrswacht sind im besten Arbeitsalter — in ihren 30er und 40er Jahren. „Damit ist unsere Ortsgruppe, die 20. übrigens in MV, in ganz Deutschland auch eine mit einem recht jungen Altersdurchschnitt“, sagt Both. Womit ein ganz entscheidender Unterschied zur Vorgängergruppe im Ostseebad angesprochen wird.

Denn bei der Gründungsveranstaltung im Europa-Hotel handelte es sich eigentlich um eine Wiedergründung. Gleich nach der Wende wurde am 3. Mai 1990 in Kühlungsborn unter der Federführung von Kfz-Meister Heinrich Brandt die damals erste Gruppe der Deutschen Verkehrswacht in Mecklenburg-Vorpommern gegründet — noch im damaligen DDR-Bezirk Rostock. Sie löste sich 2006 allerdings wegen Überalterung und Nachwuchsmangel auf. Vom Ersten Polizeihauptkommissar Olaf Bleeck, dem Leiter des Bad Doberaner Polizei-Hauptreviers, und von Manfred Both ging dann im Frühling dieses Jahres schließlich die Initiative aus, die Verkehrswacht im Ostseebad neu zu gründen.

„Heinrich Brandt hat sich große und bleibende Verdienste erworben — auch als langjähriger Vize-Präsident der Landesverkehrswacht. Wir haben ihn zu unserem Ehrenmitglied ernannt“, informiert Both.

Die Kühlungsborner Ortsgruppe der Verkehrswacht wird schwerpunktmäßig in Kindergärten und Schulen im Ostseebad und der umliegenden Region aktiv werden und auch viele Angebote für Senioren machen.

„Wir werden uns auf Verkehrserziehung, Sicherheitstraining und Präventionsarbeit konzentrieren. Fragen der baulichen Gestaltung von Verkehrswegen und die Beschilderung werden nicht unsere Themen sein. Das ist Sache der Bauämter und des Straßenverkehrsamtes“, grenzt Tim Nahrstedt Aufgabenbereiche ab.

Auf einem sicheren Weg zur Schule zu kommen — das sei eines der wichtigen Themen, mit dem die Verkehrswächter die Vorschulgruppen in Kindergärten ein ganzes Jahr lang begleiten werden. Geplant sind auch Fahrrad-Parcours, bei dem Kindergarten- und Grundschulkinder den richtigen und sicheren Umgang mit dem Fahrrad lernen sollen. Und Kontrollen wird es geben — gemeinsam mit der Polizei: „Licht, das leuchtet, und intakte Bremsen — das ist immer wichtig, aber besonders in der jetzt kommenden dunklen und feuchten Jahreszeit“, betont Both. Auch an eine Puppenbühne mit verkehrserzieherischen Inhalten und die Neugründung einer Schülerlotsen-Gruppe wird gedacht.

„Ich freue mich, dass wir wieder eine Gruppe der Verkehrswacht in Kühlungsborn haben. Vor dem Engagement dieser Ehrenamtler habe ich besonders hohe Achtung. Denn sie arbeiten hier in einem Bereich, in dem es — anders als bei den Angeboten der Sportvereine — nichts zurück gibt. Das ist Enthusiasmus pur“, sagt Bürgermeister Rainer Karl. Ute Schmidt, die Leiterin des Schulzentrums, bringt es so auf den Punkt: „Schön, dass wir jetzt wieder eine Truppe haben, die Kindern und Eltern Licht ans Rad macht.“ Minister Schlotmann kam übrigens durch ein Gespräch über den Grundstückszaun zu der Truppe. „Wir sind in Rakow Nachbarn“, verrät Both.

Kontakt:

kuehlungsborn@verkehrswacht-mv.de
oder ☎ 038293/44 79 53. Weite Mitstreiter sind willkommen.

Lutz Werner

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