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Kühlungsborn Zu sehen in Reriks Museum: Trilobiten — bizarre Tiere der Urmeere
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Zu sehen in Reriks Museum: Trilobiten — bizarre Tiere der Urmeere
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00:00 16.03.2013
Rerik

Die Sonderausstellung „Trilobiten — bizarre Tiere der Urmeere“ wird an diesem Wochenende, am 17. März um 15 Uhr, im Heimatmuseum eröffnet. Sie wird dort zwei Jahre zu sehen sein.

Aus den Sammlungen von Mitgliedern der Sektion Rostock der Gesellschaft für Geschiebekunde werden Exponate aus aller Welt ausgestellt. Unter anderem wird die größte Trilobiten-Platte Deutschlands mit zwölf jeweils rund 30 Zentimeter großen Tieren gezeigt.

Trilobiten lebten vom Kambrium bis zum Perm (vor 545 bis 250 Millionen Jahren) — und damit fast 300 Millionen Jahre. Diese urtümliche Form der Gliederfüßer erreichte eine Formenvielfalt mit über 15 000 Arten. Die Blütezeit hatten sie im Kambrium (vor 545 bis vor 500 Millionen Jahren). Im Ordovizium gab es nochmals einige Höhepunkte, aber auch an dessen Ende vor 440 Millionen Jahren das zweitgrößte Massensterben auf der Erde. Viele Trilobiten blieben dabei auf der Strecke. Die Ozeane waren bis zu einem Kilometer tief gefroren. Die zweite Katastrophe erfolgte vor 360 Millionen Jahren im Devon. Die Ursache ist nebulös. Es starben fast nur maritime Arten (u. a. auch einige Trilobiten) aus. Im Perm, vor 250 Millionen Jahren, starben die Trilobiten dann endgültig nachkommenslos aus. Es erfolgte das größte Aussterben der Erdgeschichte. Ursachen sind wahrscheinlich im Bereich der Erdtektonik zu suchen — mit dem plötzlichen Absinken der Meerestiefen um bis zu 280 Meter.

Begleitet wurde dieser Prozess von gewaltigem Vulkanismus mit vielen giftigen Gasen im Raum Sibirien. Gründe waren also schon damals gewaltige Umwelt- und Klimakatastrophen. Zur Eröffnung der Ausstellung gibt es einen Vortrag über die Trilobiten — über ihre Formen, die Organe, Lebensweise und ihre faszinierenden Augen.

OZ

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