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Künstler finden viele Motive

Kühlungsborn Künstler finden viele Motive

Positive Resonanz auf erstes Plein Air Festival / Werke in Kunsthalle ausgestellt / Jury vergibt Preise

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Ich wollte immer schon bei einem Plein Air mitmachen.Christine Faust (35) Magdeburg

Kühlungsborn. Innerhalb von zwei Tagen haben mehr als 50 Künstler die Region zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn auf Leinwand gebannt und ihre Vielfalt deutlich gemacht.

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Positive Resonanz auf erstes Plein Air Festival / Werke in Kunsthalle ausgestellt / Jury vergibt Preise

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Für den Publikumspreis kann noch bis zum 18. Mai im Internet abgestimmt werden. Die Teilnehmer können Veranstaltungstickets, Bildbände und Zeitschriftenabos gewinnen. Abstimmen

unter:

www.ostsee-zeitung.de/pleinair

In der Kunsthalle Kühlungsborn sehen die Teilnehmer des ersten Plein Air Festivals am Wochenende ihre fast 90 Werke an den Wänden hängen. Sie zeigen vor allem Strandmotive, aber auch den Leuchtturm „Buk“, das Münster Bad Doberan, eine Pferdekoppel, ein Kinderkarussell, einen Bach. Die Werke entstanden beim Freien Malen, als Hobbymaler und Künstler das Motto des Festivals lebten: Zeichnen unter freiem Himmel.

„Für uns war klar, dass das Event hervorragend in den Ort passt. Das, was wir uns erhofft haben, dass mehr neue Gäste zu uns finden, hat sich erfüllt“, sagt Ulrich Langer, Chef der Touristik Service Kühlungsborn (TSK). Zusammen mit Festivalinitiator Frank Koebsch und Kunsthallenchef Franz Kröger hat die TSK das Festival organisiert. Einer dieser neuen Gäste ist Christine Faust. Die Magdeburgerin ist Buchillustratorin und hatte gezielt nach Plein-Air-Veranstaltungen gesucht. Im Workshop mit Anke Gruss hat sie das Malen mit Acryl gelernt. „Das Wetter hat nicht so mitgespielt“, bedauert die 35-Jährige und erzählt, dass sie sich sogar noch Handschuhe gekauft hatte. Gezeichnet wurde dann während des Workshops auf dem Baltic-Platz, im Bootshafen und im Konzertgarten Ost. „Es gab genug Motive“, sagt Workshopleiterin Anke Gruss. Aufgrund der vielen Materialien sei sie mit ihren Kursteilnehmern in Kühlungsborn geblieben. „Es ist schön, am Meer zu sein. Ich liebe die Stimmung hier.

Das ist auch eine Herausforderung, die auf die Leinwand zu bringen“, sagt die Lüneburgerin.

„Wir haben die Plattform gegeben, das Festival lebt aber von den Malern“, sagt Frank Koebsch. „Es war sehr, sehr beeindruckend, wie die Menschen die Ostsee gemalt haben und zu gucken, wie sie in Farbe auf die Leinwand gekommen ist.“ Die Region sei von den Teilnehmern so abgebildet worden, wie er sich das vorgestellt habe: lebendige Strandszenen, der Molli, das Münster. „Aber auch die Pferde auf der Koppel an der alten Büdnerei passen hier rein, sind typisch mecklenburgisch“, sagt der Projektleiter und zeigt auf das entsprechende Bild.

Karl-Heinz Kühnke ist am Mittwoch angereist und hat nachmittags Motive gesucht, erzählt der Bremer. „Die Steilküste ist absolut reizvoll“, sagt er. Der bildende Künstler hat sich aber nicht nur an den Strand gesetzt. Als er Korbweiden mit einem Bachlauf zeichnete, bekam er Gesellschaft von zwei Jungs, die ihm Fragen stellten, erzählt er von seinem Malerlebnis.

Vier Bilder hat er für die Ausstellung eingereicht. Die Jury überzeugt haben jedoch drei andere Werke. Den ersten Preis des Festivals erhielt Maria Kunz aus Augsburg. Die 31-Jährige wählte als Motiv den Kühlungsborner Hafen und überzeugte mit der unglaublichen Dynamik, die ihr Bild vermittelt, so Kunsthallenchef Franz Kröger, der neben Ulrich Langer und Frank Koebsch die Jury bildete. Brigitte Courté wählte als Motiv den Gespensterwald Nienhagen und war völlig überrascht von der Ehrung des zweiten Platzes. „Damit habe ich nicht gerechnet, ich selbst war nicht überzeugt von meinem Bild“, sagt die Aachenerin und lacht. Die Cuxhavenerin Katja Barbion sicherte sich mit ihrem Bild von Steinen am Strand den dritten Platz. Wegen der durchweg positiven Resonanz planen die Festivalmacher bereits für nächstes Jahr und haben den 6. bis 13. Mai ins Visier genommen.

Anja Levien

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