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Bad Doberan Bochumer stellt erstmals seine Kunstsammlung vor — in Kröpelin
Mecklenburg Bad Doberan Bochumer stellt erstmals seine Kunstsammlung vor — in Kröpelin
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00:35 23.08.2014
Peter Schoess in einem der Villa-Räume hinter Bronze-Köpfen von Rainer Kriester (1935-2002). Quelle: Fotos: Thomas Hoppe

„Das war so schrecklich: Was der Kopf wollte und was die Hände taten, war immer etwas völlig anderes“, erinnert sich der gebürtige Westfale Peter Schoess an seinen Kunstunterricht in der Schule. „Im Gegensatz zu heute, wo schon im Vorschulbereich die Kinder animiert werden, einfach mit den Farben loszulegen — total enthemmt“, ergänzt der 71-Jährige schwärmend.

Er hätte seine beste Kunst-Note — eine Zwei — mal im dritten Schuljahr bekommen, weil er beim Thema Frühlingswiese eine Schnittdarstellung abgab: „Mit einem Bach als Vertiefung von vorn — wie eine Bauzeichnung...“, erinnert sich der studierte Volkswirt.

Mit alldem begründet Peter Schoess auch, dass er bislang nicht selbst Kunst schuf, sondern eher gemeinsam mit seiner Frau Waltraud die Kunst anderer kaufte und sammelte. „Sammlung Schoess“ nennt der Witwer heute die in Kröpelin lagernden Schätze und möchte einen kleinen Teil davon erstmals in dieser Weise der Öffentlichkeit präsentieren. Unter dem Thema „Farbe“ gedenkt er am Tag des offenen Denkmals, am 14. September, die von ihm seit Jahren gemieteten Räume in der Kröpeliner „Villa 1912“ wieder einmal für Publikum zu öffnen.

Dank seiner Unterstützung hatten hier bereits die Kunstschauen zu den deutsch-israelischen Kulturtage 2012 und eine der letzten von Peter Royen im Jahr 2013 stattgefunden. Diesmal möchte Peter Schoess auch Arbeiten von Günther Uecker (Jahrgang 1930) zeigen — dem Maler und Objektkünstler, der auf der Halbinsel Wustrow aufwuchs und ab 1949 in Wismar und an der Kunstakademie in Berlin-Weißensee studierte, bis er nach dem 17. Juni 1953 die DDR verließ. Heute ist Günther Uecker unter anderem Schirmherr der Nordischen Kunstakademie von Kröpelin, die im September starten soll. Auch ein Grund für Peter Schoess, wie der Ruhrpottler sagt, immer wieder mal die 520 Kilometer von seinem Wohnort Bochum Richtung Ostsee zu überwinden, die Kröpelin für ihn „objektiv“ außerhalb seiner Welt liege. Über Kröpelins Bürgermeister und De-Drom-Chef Hubertus Wunschik, den er schon als Galeristen kennengelernt hatte, vertiefte sich sein Kontakt hierher, wie Peter Schoess erklärt. So möchte er hier am 14. September auch die wertvollen Bronzeköpfe von Rainer Kriester ausstellen. Der gebürtige Plauener war 1958 nach seinem Medizinstudium aus der DDR ausgereist und hatte 1961 an Westberlins Kunsthochschule Malerei und Bildhauerei studiert. Gezeigt werden sollen auch Werke von Stanislaw Rodzinski, dem einstigen Rektor der Akademie für Schöne Künste in Krakau.

„Farbe“ am 14. 9. von 12 bis 18 Uhr Wismarsche Str. 30, Eintritt frei

Was sind Denkmale?
im Sinne des Gesetzes sind nach einer Auflistung des Schweriner Landtags: „ Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht, die Sachen, die bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, geschichtliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen.“ Allein in Kröpelin gibt es noch 15 solcher Denkmale.



Thomas Hoppe

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