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Bad Doberan Drei Tage schrilles Sommer-Spektakel
Mecklenburg Bad Doberan Drei Tage schrilles Sommer-Spektakel
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03:41 17.07.2013
FKK-Präsidentin Iris Eichler zeigt das Plakat des ersten Sommer-Spektakels vom Juli 1994. Damals — und nur dieses eine Mal — hieß das schrille Event „Kühlungsborner Sommerkarneval“. Quelle: Fotos: Lutz Werner

Kühlungsborn — Der Faschingsklub Kühlungsborn (FKK) veranstaltet am kommenden Wochenende — von Freitag Abend bis Sonntag — das 20. Sommer-Spektakel. FKK-Präsidentin Iris Eichler erzählt, warum der Sommer-Karneval im Ostseebad ganz schnell zum Spektakel wurde.

OSTSEE-ZEITUNG: Frau Präsidentin, Sie lehnen es konsequent ab, zum Interview- und Foto-Termin vor dem 20. Kühlungsborner Sommer-Spektakel in ihrer närrischen Dienstuniform zu erscheinen? Warum diese Zurückhaltung?

Iris Eichler: Ich möchte jeden Ärger mit dem Bund Deutscher Karneval vermeiden, dessen Mitglied wir sind und auch bleiben möchten.

OZ: Können Sie das bitte etwas näher erklären?

Eichler: Als wir vor 20 Jahren, im Juli 1994, das erste Sommer-Spektakel aus der Taufe hoben, hatten wir das Ereignis so genannt, wie es daherkommt: als ein fröhlicher, ausgelassener und schriller Sommer-Karneval. Eben eine kräftige Brise von Copacabana am Ostseestrand. So, wie es uns unsere dänischen Nachbarn auf der anderen Seite der Ostsee vormachten. Das jedoch gefiel dem Landes-Präsidium MV des Karneval-Bundes überhaupt nicht. Kalle Müller, unser damaliger Präsident, und weitere Vorstandsmitglieder wurden zu einer Sitzung nach Goldberg zitiert und abgemahnt. Wir standen damals kurz vor dem Rauswurf aus dem Bund Deutscher Karneval.

OZ: Warum denn das?

Eichler: Die Satzung des Bundes legt fest, dass der Karneval ausschließlich in der „fünften Jahreszeit“ vom 11.11. bis Aschermittwoch stattzufinden hat und verbietet sogar ausdrücklich den Sommer-Karneval in Deutschland. Zuwiderhandlungen werden geahndet.

OZ: Sie fanden damals aber sehr schnell eine elegante Lösung, mit der schließlich alle leben konnten. Wie wurde das Problem gelöst?

Eichler: Wir erfanden damals das Kühlungsborner Sommer-Spektakel. Dieser Begriff steht seit 1995 auf den Plakaten.

OZ: Wer hat denn 1994 den Sommer-Karneval, der schnell zum Spektakel wurde, aus der Taufe gehoben?

Eichler: Es gab damals eine Arbeitsgruppe Kultur bei der Kurverwaltung, die Vorschläge für mehr attraktive Veranstaltungen für die Urlauber erarbeiten sollte. In dieser Runde wurde die Idee des sommerlichen Karnevalsspektakels wohl zuerst diskutiert. Kalle Müller, unser damaliger Präsident, unsere Kostümschneiderin Marie Flach und Frank Langguth, der Direktor des einstigen Skan-Hotels — heute Morada — machten dann schließlich Nägel mit Köpfen und schoben das Projekt an . Kalle und Frank fuhren nach Kopenhagen und engagierten für das erste Event im Juli 1994 die Samba-Schule „Mariposa“, die bis heute kommt. Zu den Karnevalsvereinen, die seit Anbeginn dabei sind, gehören auch die Doberaner, Satower, Kröpeliner und Neubukower. Der Anfang war gemacht und der Erfolg der ersten Veranstaltung bei Kühlungsbornern und Urlaubern überwältigend. Es musste weitergehen.

OZ: Was hat das Sommer-Spektakel an seinem 20. Geburtstag zu bieten?

Eichler: Wir konnten, neben der Samba-Schule „Mariposa“, 28 Faschingsvereine und Musik-Korps aus ganz Deutschland gewinnen, wieder mit uns das Spektakel zu feiern. Wir freuen uns unter anderem auf die Musik von Lübecks Freibeutermukke, den Spielmannszug aus dem sächsischen Zabeltitz und auf unsere Freunde aus Villingen-Schwenningen. Die Fetzä-Bätscher mit ihrer schrägen Guggenmusik sind bei uns eigentlich schon zur Legende geworden.

OZ: Gibt es zum 20. Geburtstag auch ein Geschenk?

Eichler: Ja, das machen wir uns, den Kühlungsbornern und den Gästen unseres Ostseebades. Freitag Nacht um 22.30 Uhr steigt, als Höhepunkt der Party am Strand vor dem Morada-Hotel, zum Auftakt des Spektakels ein prächtiges Höhenfeuerwerk in den Himmel. Und wir möchten den Samba-Umzug am Sonnabendnachmittag durch die Stadt wieder zu einem besonderen Höhepunkt werden lassen.

Sommer-Spektakel: Das sind die Höhepunkte
Freitag, 19. Juli: Kindersamba-Umzug von West nach Ost entlang der Strandpromenade (13.30 Uhr). Kinder-Beachparty (15 Uhr) am Strand links des Hafens mit Show, Tanz, Tattoo und Piraten-Action. Beach-Party mit DJ Alex Stuth am Strand links vom Hafen (20 Uhr), Eintritt: ein Euro.

Höhenfeuerwerk (22.30 Uhr).

Sonnabend, 20. Juli: Samba-Umzug auf dieser Route: Parkplatz hinter der Hotel-Residenz „Waldkrone“ in der Tannenstraße in West, Ostseeallee, Strandstraße zum Konzertgarten Ost (Start 15 Uhr). Show-Programme der teilnehmenden Vereine im Konzertgarten Ost (ab 17 Uhr), Eintritt fünf Euro. Tanz in die Nacht ab 20 Uhr mit DJ Alex Stuth, Auftritt von Tim Toupet und Schäfer Heinrich (22 Uhr).

Sonntag, 21. Juli: Musikalischer Frühschoppen (10 Uhr), Eintritt frei.

Lutz Werner

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