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Bad Doberan Jazz-Meeting mit großem Spaß-Faktor
Mecklenburg Bad Doberan Jazz-Meeting mit großem Spaß-Faktor
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03:42 16.07.2013
„Die vier Jazz-Konzerte werden in dem aufregenden Ambiente der Ausstellung ,Dali und der Surrealismus‘ gespielt. Der Blick auf die Grafiken ist im Konzert-Ticket enthalten“, liefert Kunsthallen-Chef Franz N. Kröger ein weiteres Argument für den Besuch des Meetings. Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn — In der Kunsthalle am Meer beginnt morgen das 11. Jazz-Meeting. Franz N. Kröger, der Chef des Musen-Tempels, hat für vier Konzerte gesorgt, die vor allem Spaß

machen sollen.

OSTSEE-ZEITUNG: Steht das Jazz-Meeting in diesem Jahr unter einem bestimmten Motto?

Franz N. Kröger: Ja — wir wollen bei den Konzerten viel Spaß haben, Schenkelklopf-Jazz hören, bei dem auch die Beine automatisch beginnen mitzuwippen. Freier, experimenteller Jazz, der eine Sache für sehr spezielle Kenner ist, gibt es bei diesem Festival nicht. Und auch nicht den klassischen Dixieland oder Swing.

OZ: Das Festival beginnt morgen Abend. Worauf dürfen sich die Besucher freuen?

Kröger: Auf ein Konzert mit einem ganz besonders hohen Spaßfaktor, auf Fröhlichkeit und gute Laune. Die Latin-Jazz-Band „Sonido del Mundo“ präsentiert eine eigene, inspirierende Mischung aus Jazz, Afrobeat, Funk, Tango und afrokubanischen Einflüssen. Und das mit einer Spielfreude, die geradezu unglaublich ist. Da springt der Funke zum Publikum sofort über.

OZ: Viel Spaß versprechen Sie auch mit dem Trio Elf am Donnerstag. Was haben die drei Musiker aus Köln zu bieten?

Kröger: Die sind zurzeit total angesagt — weil sie hochkarätige Musiker sind und auch ein bisschen schräge Vögel. Trio Elf hat das klassische Format des Jazz-Trios — Piano, Bass, Schlagzeug — für sich neu erfunden, indem es Club-Stile wie Drum'n'Bass, House, Dubstep oder HipHop zum Ausgangspunkt für seine Improvisationen gemacht hat. Die Musiker haben Sinn für Spaß. Die jodeln auch mal und improvisieren mit bayerischer Volksmusik. Es ist unglaublich.

OZ: Von den Musikern, die Freitag auftreten, sind aber keine Jodel-Einlagen zu erwarten?

Kröger: Wohl kaum. Uwe Kropinski (akustische Gitarre) und Joe Sachse (E-Gitarre) sind Alt-Barden aus der Jazz-Szene der DDR. Das sind Musiker von Weltgeltung, die von der Kritik mit Superlativen überhäuft werden. Kropinski wurde schon mal als „Jahrhundertgitarrist“ gefeiert und nach einem Konzert hieß es über Joe Sachse: „Der beste Tribut, der Jimi Hendrix je gezollt wurde.“ Das spricht doch für sich. In diesem Konzert trifft Jazz auf Rock und Kropinski und Sachse gelangen zu Improvisationen, die absolute Spitze sind.

OZ: John R. Carlson, der am Sonnabend das Abschlusskonzert spielt, bezeichnen Sie als einen „Paradiesvogel“. Soll das ein Kompliment sein?

Kröger: Unbedingt. John Carlson, geboren 1971, ist ein Exot. Er ist US-Amerikaner, kam in der Wendezeit nach Deutschland und blieb hier hängen. Er ist ausgebildeter Ballett-Tänzer und Choreograph, der während seiner Arbeit in Deutschland schnell entdeckte, dass er eigentlich für das Piano und die Komposition geboren wurde. Seine Auftritte werden jedes Mal zur Performance, in die alle diese Elemente einfließen. John ist inzwischen einer von uns geworden, wohnt in Wismar und hat für das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin als musikalischer Leiter bzw. Musiker unter anderem in Jesus Christ Superstar, The Rocky Horror Show und Dracula gearbeitet. Das wird ein Abschlusskonzert, das aus dem Rahmen fällt.

OZ: Wie läuft der Vorverkauf für das Jazz-Meeting?

Kröger: Es gibt mittlerweile viele Gäste, die ihren Urlaub nach den Terminen des Jazz-Meetings und des Gitarren-Festivals im August planen. Ein Jazz-Event ist kein Selbstläufer. Wir haben uns im Laufe der Jahre das Publikum erarbeitet, das die Qualität bei uns schätzt.

Günstiges Festival-Ticket
4 Konzerte werden beim Jazz-Meeting in der Kunsthalle Kühlungsborn, Ostseeallee 48, in dieser Woche von Mittwoch bis Sonnabend jeweils ab 20 Uhr gespielt.

45 Euro kostet das Festival-Ticket. Es bietet die vier Konzerte zum Preis von drei an. Einzel-Tickets kosten 17 Euro, ermäßigt 15 Euro für Kühlungsborner oder Kurkarteninhaber. Karten gibt es im Vorverkauf oder an der Abendkasse in der Kunsthalle sowie unter ☎ 038293/75 40. Die Kunsthalle verfügt über eine Klima-Anlage, betont der Veranstalter.

Interview von Lutz Werner

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