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Bad Doberan Welterbe: Schwerin macht‘s besser
Mecklenburg Bad Doberan Welterbe: Schwerin macht‘s besser
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03:43 12.09.2013
Bad Doberans größtes Wahrzeichen: Das Münster soll bundesweit besser denn je beworben werden. Quelle: Frank Söllner
Bad Doberan

Nicht einmal auf der Internet-Seite der Stadt ist von dem großen Traum Bad Doberans etwas zu lesen. Auch nicht in den offiziellen Broschüren für die Touristen oder den Werbeflyern für Unternehmen. Dass sich das Münster um den Welterbe-Titel der Unesco bewirbt — davon erfahren die Gäste der Stadt bisher nicht ein Wort. Nur „Eingeweihte“ wissen Bescheid. Ein riesiger Fehler, glaubt Norbert Sass. „Wir müssen die Flammen am Lodern halten — und wir müssen die Menschen aus Nah und Fern für den Titel begeistern“, sagt Bad Doberans stellvertretender Bürgermeister. Das will sich die Stadt sogar richtig Geld kosten lassen. Die Werbe-Offensive „Welterbe“ hat begonnen.

„Wir haben im Haushalt 2013 noch Geld für Werbemaßnahmen. Das ist bisher nicht abgerufen worden“, sagt Sass. Auch für 2014 will die Verwaltung Geld einplanen: „Und wir hoffen auf Unterstützung vom Landkreis.“ Die ist bereits so gut wie zugesagt — jedenfalls, wenn es nach dem Willen von VizeLandrat Wolfgang Kraatz (SPD) geht: „Die Macher der Welterbe- Bewerbung hatten den Kultur- und Schulausschuss des Kreistages eingeladen. Wir wollen jetzt einen Unterstützungsbeschluss einbringen“, sagt der Verwaltungschef im Landratsamt in Güstrow. Auch „Man Power“, also Fachleute aus der Verwaltung, will Kraatz den Bad Doberanern an die Seite stellen.

Wie das Geld von Kreis, Stadt und möglicherweise auch dem Land ausgegeben werden soll, weiß Martin Heider schon sehr genau: „Unter anderem für große Schauwände“, sagt der Kustos des Münsters. Diese so genannten „Roll-Ups“ sollen künftig in allen öffentlichen Gebäuden der Stadt — im Rathaus, in den Museen — auf die Welterbe-Bewerbung hinweisen. Auch in der Kreisverwaltung, bei Tourismusmessen im In- und Ausland sowie bei der Landesregierung sollen die Hinweistafeln zum Einsatz kommen. „Wir müssen das Thema wieder in die Öffentlichkeit bringen — und Flagge zeigen“, sagt dazu auch Sabine Schulze, die Welterbe-Beauftragte in der Denkmalschutzbehörde des Landkreises.

Noch in diesem Jahr soll zudem eine Welterbe-Broschüre in den Druck gehen. Und: Die Bürger sollen wieder ins Boot geholt werden. „Die Unterschriften-Aktion mit der OZ 2012 hat eine absolut positive Stimmung erzeugt. Wir wollen die nutzen — und wir wollen mit den Menschen die Bewerbung zum Erfolg führen“, erklärt Schulze. Das hat immerhin schon einmal geklappt: Mehr als 3500 OZ-Leser hatten für die Bewerbung unterschrieben — und so den Landtag überzeugt, nicht nur das Schweriner Schloss, sondern auch das Münster in das Rennen bei der Unesco zu schicken. Schulze denkt auch über einen jährlichen „Welterbe-Tag“ nach. In puncto „Welterbe-Werbung“ ist Schwerin nämlich Bad Doberan um Einiges voraus — zum Beispiel durch eine eigene Werbe-Seite im Netz.

Das Welterbe in MV
1280 begann der Bau des Münsters — der Klosterkirche der Doberaner Zisterzienser Mönche.

2Bewerber hat das Land Mecklenburg-Vorpommern für die neue Tentativliste Deutschlands gemeldet — das Schloss Schwerin und Doberans Münster.

4 Welterbestätten gibt es bereits im Nordosten: Die Altstädte von Wismar und Stralsund sowie die Buchenwälder im Nationalpark Jasmund (Rügen) und an der Müritz.

Andreas Meyer

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