Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Kurbetriebsausschuss will mehr Kompetenz
Mecklenburg Bad Doberan Kurbetriebsausschuss will mehr Kompetenz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:21 29.11.2018
Strandkonzeption noch in der Diskussion Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

Der Kurbetriebs- und Wirtschaftsförderungsausschuss der Kühlungsborner Stadtvertretung befasste sich in seiner letzten Sitzung mit einer Menge an Themen. Dazu gehörte der Entwicklungsstand der neuen Strandkonzeption, die Einführung der elektronischen Kurkarte, zwei Anträge auf institutionelle Förderung, sowie ein Vorschlag zur flächendeckenden Einführung von Mehrweg-Kaffeebechern im Ostseebad. Aber die Mitglieder debattierten auch vor allem über die Rolle des eigenen Ausschusses und den politischen Einfluss des Gremiums auf Entwicklungen in der Stadt.

Stillstand bei Strandkonzeption in der Kritik

 Beschlüsse zur Strandkonzeption fasste der Ausschuss jedoch nicht. Der Vorsitzende des KWA, CDU-Stadtvertreter Andreas Bartelmann erklärt dazu: „Es heißt vonseiten der Verwaltung immer, dass wir mit dem Strandkonzept solange nicht weiterkommen, bis die Frage mit den Häuschen der Strandkorbvermieter abschließend geklärt ist. Deshalb hatten wir zur Sitzung auch keinen Beschlussentwurf vorliegen. Diese Herangehensweise halte ich für falsch. Die Konzeption muss jetzt zu Ende entwickelt werden. Damit wir in der Lage sind, schnell zu handeln, wenn die Frage der Hütten mit der Umweltbehörde geklärt ist. Sonst würden wir wieder von vorn anfangen.

Auch zur Einführung der elektronischen Kurkarte fasste der Ausschuss keinen Beschluss. „Hier wurde zwar begonnen, die Beherbergungsbetriebe über die technische Komponente zu informieren. Aber vom Kurbetriebsausschuss wurde niemand dazu eingeladen“, kritisiert Bartelmann. Damit nennt er schon ein Beispiel für seine Annahme, dass der Kurbetriebsausschuss offenbar nicht so ernst genommen wird, wie andere Ausschüsse der Stadtvertretung.

In wichtige Gestaltungsfragen nicht einbezogen

„Jeder dieser Ausschüsse hat einen Amtsleiter im Rathaus als Ansprechpartner. Bei uns wechseln die Verantwortlichen ständig. Kein Wunder, dass sich dann niemand so recht zuständig fühlt.“ Ein weiteres Zeichen dafür, dass der KWA im politischen Alltag des Ostseebades eher eine Nebenrolle spiele, sei die Tatsache, dass Vorlagen zu Grundsatzfragen den Ausschuss gar nicht erst erreichen und lediglich im Bauausschuss und Finanzausschuss behandelt würden. „In wichtige Gestaltungsfragen werden wir gar nicht einbezogen“, berichtet Bartelmann.

HGV-Chef: Wirtschaftsförderung kommt zu kurz

Dietrich Rehpenning, der für den Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) als sachkundiger Bürger im KWA mitarbeitet, sieht es ähnlich kritisch wie Bartelmann und meint: „Dabei müsste in einem Ort wie Kühlungsborn der Kurbetriebs- und Wirtschaftsförderungsausschuss das wichtigste Fachgremium sein. Mir kommt dabei der Part der Wirtschaftsförderung völlig zu kurz. Die Möglichkeiten, die Kühlungsborn hat, werden nicht ausgeschöpft“, so der HGV-Vorsitzende.

Und wenn der Ausschuss mal tätig werden kann wie bei der Entscheidung über zwei Förderanträge, dann fehlen wie in der vergangenen Sitzung die Antragsteller, weil sie von der Verwaltung nicht eingeladen wurden. „In einem Fall konnten wir dem Antrag zustimmen, weil es nicht um eine große Summe ging. Den zweiten Antrag mussten wir zurückstellen, weil es noch Gesprächsbedarf gibt und Nachfragen beim Antragsteller nötig sind“, berichtet Bartelmann.

Kozian: KWA kann Chefsache werden

In der Sitzung wurde auch vorgeschlagen, dass sich der Rathauschef persönlich des Gremiums annehmen sollte. Auf OZ-Anfrage erklärt Bürgermeister Rüdiger Kozian, dass er sich vorstellen könne, die Begleitung des Ausschusses zur Chefsache zu machen, meinte aber: „Allerdings fällt durch die Rekommunalisierung der TSK der Kurbetrieb als Aufgabengebiet ohnehin für den Ausschuss weg. Dafür muss dann verstärkt die Förderung der örtlichen Wirtschaft in den Fokus der Ausschussarbeit rücken.“

Um dem Ausschuss wieder mehr Gehör und Kompetenz zu verschaffen, sei es seiner Meinung nach erforderlich, enger mit dem Rathaus zusammenzuarbeiten. Aber auch die Fraktionen seien aufgefordert, Anträge einzubringen und dem Ausschuss den Rücken zu stärken.

Rolf Barkhorn

Architekten stellen Pläne für neue Strandversorgung vor. Bauantrag soll noch in diesem Jahr gestellt werden.

29.11.2018

Tanja Mich aus Frankfurt will das Gebäude in Gorow (Landkreis Rostock) Schritt für Schritt sanieren.

28.11.2018
Bad Doberan Neues Bändchen zur Geschichte Reriks erschienen - Ostseebad im Spiegel seiner Historie

Die weltgrößte bibliografische Datenbank, WorldCat, kommt nicht nach: Autor Bento Körner haben die Amerikaner nämlich „erst“ mit zwölf Bändchen zur Heimatgeschichte erfasst. Jetzt kommt aber bereits seine 15. Broschüre auf den Markt.

28.11.2018