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Bad Doberan Landrat informiert sich über Spitzen-Forschung
Mecklenburg Bad Doberan Landrat informiert sich über Spitzen-Forschung
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19:33 09.05.2018
Dr. Michael Gerding (r.) erklärt Landrat Sebastian Constien (M.) und Landtagsmitglied Dirk Stamer Messungen mit Lidar. Quelle: Foto: Lutz Werner
Kühlungsborn

Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn (IAP) ist weltweit einer der führenden Standorte zur Erforschung der Mesosphäre, der mittleren Erdatmosphäre in einer Höhe von etwa 10 bis 100 Kilometern. Landrat Sebastian Constien (SPD) informierte sich gestern während eines Arbeitsbesuches am IAP über aktuelle Projekte der Wissenschaftler und über die Bedeutung des Instituts in der deutschen und internationalen Wissenschaftslandschaft. Begleitet wurde er vom Landtagsmitglied Dirk Stamer (SPD), dem Sprecher der Fraktion für Forschungs- und Technologiepolitik. Die Wissenschaftler erforschen mit Radar- und Lidarmessungen sowie mit Mess-Einrichtungen, die von Ballons und Höhenforschungsraketen transportiert werden, die Vorgänge in der mittleren Erdatmosphäre und ihre Wechselwirkungen mit dem, was sich darüber und darunter abspielt: wie Klima und Wetter. Dazu werden sehr komplexe Computer-Modelle erarbeitet.

Prof. Dr. Franz-Josef Lübken, der Direktor des IAP, informierte die Gäste u. a. über wichtige Vorhaben des Instituts. Die zweite Phase des Romic-Projektes, an dem mehrere Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland beteiligt sind, sei für 2019 bis 2022 vorgesehen. Das IAP sei dabei wieder federführend.

Romic I – von 2014 bis 2017 – war ein Forschungsprojekt mit einem Investitionsumfang von rund 13 Millionen Euro. Ein weiteres Vorhaben, bei dem das Institut in Neuland vorstößt, sei die Entwicklung mobiler, kompakter und schwenkbarer Lidar. Damit werden die Möglichkeiten zur Temperatur- und Windmessungen im gesamten Höhenbereich der mittleren Atmosphäre grundlegend verbessert, so der Professor.

Mit 90 Mitarbeitenden aus 20 Nationen ist das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn eine der größten Forschungseinrichtungen im Landkreis Rostock.

Landrat Sebastian Constien interessierte sich bei seinem Besuch auch über eine Zusammenarbeit des Instituts mit der regionalen Wirtschaft. „Ein Neubukower Unternehmen baut Teile für unsere Messeinheiten“, erklärte Prof. Lübken. Im Institut werde vor allem Grundlagenforschung betrieben, die meistens nicht sofort in der Praxis wirksam werden könne. „Daraus Startups zu gründen, sei schwierig, aber möglich“, beantwortete Lübken eine Frage der Besucher.

Der Landrat besucht seit gut einem Jahr Unternehmen, Kliniken, Kultur- und Forschungseinrichtungen im Landkreis Rostock. „Um sie kennenzulernen und darüber zu reden, welche Synergie-Effekte es mit anderen Einrichtungen geben könnte. Und wie wir helfen können“, so Constien.

Lutz Werner

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