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Bad Doberan Für Fußgänger wird Sperrung aufgehoben
Mecklenburg Bad Doberan Für Fußgänger wird Sperrung aufgehoben
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19:41 09.10.2018
Die marode Hellbachbrücke vor Hof Jörnstorf in der Gemeinde Biendorf. Quelle: Thomas Hoppe
Biendorf/Jörnstorf

Die „Bemerkung“ des Sandhägers Hartmut Salewski, in der Bürgerfragestunde am Montag war kurz und außergewöhnlich, brachte es aber letztlich auf den Punkt, der die meisten an diesem Abend im Biendorfer Gemeindebüro bewegte. Er sagte: „Ich wollte mich beim Gemeinderat und besonders bei der Bürgermeisterin dafür bedanken, dass sie das öffentlich gemacht haben, wie klamm die Gemeinde ist und dass sie deshalb Probleme hat – unter anderem mit der Brücke“.

Gemeint ist die Querung über den Hellbach, die nach Hof Jörnstorf führt und seit Mai 2018 voll gesperrt ist. „Ich weiß, dass das für die Bewohner des Ortes Umstände macht. Man ist natürlich in seinen Bewegungen eingeschränkter, weil man Umwege in Kauf nehmen und andere Strecken fahren muss, wenn es zur Arbeit geht, die Kinder in die Schule oder zur Kita gebracht werden. Da sind sicherlich große Auswirkungen im Dorf spürbar“, hatte dann auch die Bürgermeisterin Peggy Freyler ihren Informationen zur Brücke vorausgeschickt. Zudem erklärte sie zunächst Ursachen für die monatelange Funkstille in dieser Sache: „Wir hatten große Probleme mit dem beauftragten Ingenieurbüro, das bis zum Ende des Sommers gebraucht hat, um ein Gutachten zu erarbeiten, das die Grundlage unserer weiteren Entscheidungen ist. Leider hat es auch mit der Beschilderung für die Umleitung lange gedauert. Das Straßenverkehrsamt stand uns da ein bisschen im Weg. Jetzt ist der Auftrag aber ausgelöst und die Beschilderung wird erfolgen“. Auch beim Blick nach vorn werden Kraftfahrer quasi einen langen Atem brauchen: „Derzeit sieht es so aus, dass wir die Brücke laut Gutachten nicht für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen freigeben können. Allerdings können wir dort unter bestimmten technischen Voraussetzungen den Fußgänger- und Fahrradverkehr zulassen“, sagte die Bürgermeisterin und erteilte nach entsprechenden Bürgeranfragen dem Bauausschussvorsitzenden Burkhard Hadlich das Wort zu Details. Er erläuterte unter anderem: „Das jetzt vorliegende erste Gutachten sagt, wie schlecht die Brücke ist und dass sie gesperrt werden muss. Bei den Empfehlungen für weitere Schritte steht sinngemäß auch, dass die Gutachter kaum eine Sanierung sehen. Aber sie sagen nicht ausdrücklich, dass die Brücke nicht saniert werden kann. Es hängt alles davon ab, wie man die künftige Nutzung einschätzt. Hier sind die anschließenden Verkehrswege doch ländlicher Wegebau, so, dass ein Fahrzeug fahren kann und Ausweichnischen hat. Auf diesem Niveau muss normalerweise auch die Brücke sein. Doch wir werden jetzt bis zum Jahresende gemeinsam mit dem Amt eine Aufgabenstellung fertigmachen, was die Gemeinde anstrebt“. Dann wisse man aber immer noch nicht, was andere Ämter dazu meinen. Normalerweise dauere der Planungsweg für so eine Querung ein Jahr, dazu komme die Genehmigungsstrecke und dann müsse das Geld dafür da sein: „Das ist ein Abschnitt, der dauert nicht unter zwei, drei Jahre. Und dann kann man erst weiterdenken“.

Dazu sei „natürlich klar“, dass die Gemeinde das Geld dafür nicht habe, warf die Bürgermeisterin ein und ergänzte, diese Mittel dann sicher über Fördermaßnahmen beantragt würden, aber der Eigenanteil für die Gemeinde bliebe: „Der wird sicherlich 10 bis 20 Prozent betragen, von den uns in Aussicht gestellten Baukosten – ohne die Planungskosten – von circa eine Million Euro. Das wird schon eine Hausnummer werden, diese Brücke wieder zu einer verkehrssicheren Brücke zu machen“.

Wie Burkhard Hadlich weiter ausführte, müsse die Brücke für die mögliche Nutzung als Fußgänger- und Fahrradquerung entsprechend gesichert werden: „Dass dort keine Fahrzeuge fahren können und die Breite auf zwei Meter Durchlass eingeschränkt wird“. Diese Sicherungsmaßnahme wolle die Gemeinde „innerhalb eines Monats“ realisieren.

Einstimmig beschlossen die anwesenden sieben Gemeindevertreter, dass die alte Brücke über den Hellbach vorerst als Fußgänger- und Radwegbrücke weiter genutzt wird und entsprechend umgebaut werden soll.

Thomas Hoppe

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