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Bad Doberan Maskerade im Roten Pavillon
Mecklenburg Bad Doberan Maskerade im Roten Pavillon
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17:41 01.03.2018
Nora, Fian, Hinne, Noah, Ben und Ben aus der Freien Schule Rerik bauten die Ausstellung ihrer Masken im Roten Pavillon auf. Quelle: Sabine Hügelland
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Bad Doberan

Masken verhüllen, hinter Masken wird etwas verborgen, aber sie können auch erschrecken und zum Schmunzeln anregen. 22 Schüler aus den Klassen sieben und acht der Freien Schule Rerik stellten sich drei Monate im Kunstunterricht diesem Thema. Das Ergebnis wird vom 2. Februar bis zum 3. März im Roten Pavillon auf dem Kamp in Bad Doberan zu sehen sein. Die Eröffnung findet Freitag, 18 Uhr statt.

„Die Idee stammte von den Mitgliedern des Kunstvereins Roter Pavillon“, sagt die Pädagogin Anne Ortmann. Seit einigen Jahren wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, im Pavillon ihre Werke auszustellen. Fotografie war es 2017. „Mit den Masken stellten sie sich der Dreidimensionalität in der Darstellung“, erklärt die Lehrerin für Kunst, Deutsch und Freiarbeit. Für die 12- bis 15-Jährigen galt es, ihr räumliches Sehen auszuloten und durch die Formung der Masken umzusetzen. „Wir begannen zuerst, das Thema Maske zu hinterfragen“, so Anne Ortmann. „Wo begegnen uns Masken zum Beispiel. Die Ideen der individuellen Gestaltung kam von den Schülern selbst.“

Dann ging es schnell in die Praxis. Dabei wurden die Schüler des Öfteren von Kunstverein-Mitgliedern wie der Künstlerin Lisa Kaufmann unterstützt. „Sie gaben Hinweise für die Gestaltung und Bearbeitung“, sagt Anne Ortmann. Dabei stellte Lisa Kaufmann auch die Arbeit des Roten Pavillons vor. In einem Sitzkreis konnten die Schüler alles zum Thema Masken einbringen, was ihnen gefiel, Dias wurden gezeigt. „Die Schüler hatten ihre Idee, und ich half, die handwerklichen Feinheiten zu vermitteln, das plastische Umsetzen“, sagt Lisa Kaufmann.

Nora Wegner-Repke (14) fertigte ihre Maske sehr schlicht in Weiß: „Ich wollte, dass man erkennt, dass es ein Gesicht ist“, sagt sie. Aus Bleistiften und dem, was beim Anspitzen übrig bleibt, ist die Maske der 14-jährigen Fia Sperling: „Die Arbeit dazu hat mir so gut gefallen, weil es keine Vorgaben für uns gab. Wir konnten machen, was uns einfiel.“ Noah Sasse (12) ließ seine Maske kugelrund werden: „Wir konnten unserer Fantasie freien Lauf geben. Das gefiel mir besonders an diesem Projekt.“

Bei der Gestaltung hatten die Schüler jede Menge Spaß, die Vielfalt der unterschiedlichen Masken zeigen ihre große Kreativität und handwerkliches Können: „Genutzt wurden unter anderem Gips, Draht, Pappmaché, Ton und Stoff.“ Manche Masken sehen gruselig, andere niedlich aus wie Mangas. Die Ton-Masken sind von ihren Schöpfern eher als Ausstellungsstücke gedacht, während sich die Hauben aus Stoff oder Pappmaché zum Verkleiden eignen. Die Schwierigkeit lag nicht nur in der dreidimensionalen Gestaltung. „Die Schüler arbeiteten lange an einem Projekt. Es galt durchzuhalten“, erklärt Lehrerin Anne Ortmann. Zwar hätten sie an der Schule unter anderem bereits Hutkreationen, Tiere und anderes in längeren Projekten gestaltet. „Hier standen sie jedoch unter Termindruck, denn die Masken mussten vor Ausstellungsbeginn fertig sein.“

„Es ist wirklich eine schöne Sache, dass uns der Rote Pavillon diese Möglichkeit gibt. Uns wird alles abgenommen, wir bringen nur die Exponate.“ Doch vor allem „ist das eine sehr große Wertschätzung für die Schüler. Wir wissen das schon sehr zu achten.“ Der Rote Pavillon ist mittwochs, donnerstags und sonnabends von 14 bis 17 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Ausstellungseröffnung: Freitag, 2. Februar, 18 Uhr

Sabine Hügelland

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