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Mikroimplantat gegen Grünen Star

Rostock Mikroimplantat gegen Grünen Star

Die Rostocker Uni-Klinik Rostock wendet erstmals eine neue Methode bei der Augenkrankheit an.

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Professor Anselm Jünemann konnte der kleinen Kamilla helfen.

Quelle: Universitätsmedizin

Rostock. Medizinischer Durchbruch: Die Uni-Klinik Rostock hat vier Patienten ein neues Mikroimplantat eingesetzt. Der sogenannte Stent wird Menschen implantiert, die an der Augenkrankheit Grüner Star leiden. „Den bisherigen Einsatz dieses Stents in Deutschland kann man an den Fingern abzählen“, sagt Professor Anselm Jünemann, Direktor der Uni-Augenklinik.

Als erste wurde die sechsjährige Kamilla aus dem polnischen Breslau mit der neuen Methode behandelt. Sie leidet seit Jahren am Grünen Star, einer Krankheit, die den Augeninnendruck stark erhöht. „Der statistische Mittelwert für den Druck liegt bei 15 mm/Hg“, erklärt Jünemann. Bei Kamilla habe er am Ende zwischen 30 und 40 gelegen. Andere Behandlungsmethoden — wie etwa Augentropfen — zeigten bei Kamilla keine Wirkung. Es drohte eine Erblindung.

Nach jahrelanger Behandlung kontaktierte man schließlich Spezialist Jünemann. Er wagte in Rostock den neuartige Eingriff. In einer 30- minütigen OP wurde Kamilla ein sechs Millimeter langer röhrenförmiger Kanal eingesetzt, über den Kammerflüssigkeit abgeleitet und so der Augeninnendruck verringert werden sollte.

Die Operation funktionierte. Nicht nur für den Mediziner ein großer Moment. Vor allem Kamillas Leben wird sich grundlegend ändern. Erstmals wird das Mädchen auf dem linken Auge volle Sehkraft haben.

Bevor Jünemann sie in ein paar Wochen zur Nachbehandlung erwartet, befindet sich Kamilla zur Erholung zuhause bei ihrer Familie. Sie wird die Heimat buchstäblich mit anderen Augen sehen.

 



OZ

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