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Bad Doberan Millionen-Neubau für Schule am See
Mecklenburg Bad Doberan Millionen-Neubau für Schule am See
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00:01 28.10.2017
Soll durch einen Neubau ersetzt werden: das gut 50 Jahre alte Gebäude an der Satower Schule am See. Quelle: Foto: Lennart Plottke
Satow

Undichtes Dach, undichte Fenster, schlechter Schallschutz – dazu eine katastrophale Raumsituation: Unterrichtsstunden im großen Plattenbau an der Satower Schule am See bewegen sich sowohl für Schüler als auch für Lehrer an der Grenze des Zumutbaren. „Es gibt einfach keine freien Kapazitäten mehr“, sagt Schulleiterin Heike Walter:

„„Wir können uns kaum noch in der Fläche ausdehnen – dann würde zu viel vom Schul- hof wegfallen. Denkbar wären vier Stockwerke.“Detlef Brümmer Leiter Bauamt Satow
„„Es gibt keine freien Kapazitäten mehr, teilweise lernen 30 Schüler in sehr kleinen Räumen – wir brauchen eine schnelle Lösung.“Heike Walter Leiterin Schule am See in Satow
„„Die ,aib Baupla- nung’ hat über- zeugend gearbei- tet – wir sollten den Campus durch diese Firma zu Ende machen lassen.“Erhardt Liehr (FDP) Gemeindevertreter Satow

„Ursprüngliche Klassenräume müssen als Lehrerzimmer, Bibliothek oder für die Schulsozialarbeit genutzt werden, im Chemieraum geben wir Englischunterricht, teilweise lernen 30 Schüler in sehr kleinen Zimmern – es braucht eine möglichst schnelle Lösung.“

Was erschwerend dazu kommt: „In den vergangenen beiden Jahren hatten wir jeweils einen Zuwachs von 40 Kindern“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Barbara Bräse: „Langsam stoßen wir an die 500-Schüler-Grenze.“ Deshalb soll das gut 50 Jahre alte Gebäude jetzt durch einen Neubau ersetzt und gleichzeitig erweitert werden. „Unter anderem sind hier drei zusätzliche Klassenzimmer, Räume für die Lagerung von Unterrichtsmaterialien sowie eine Cafeteria geplant“, sagt Satows Bauamtsleiter Detlef Brümmer: „Die Arbeiten sollen in den Jahren 2019/2020 über die Bühne gehen.“ Avisierte Gesamtkosten: rund 4,5 Millionen Euro. „Um das Vorhaben gefördert zu bekommen, müssen nach neuesten Richtlinien die Planungen samt Unterlagen schon am 31. August 2018 vorliegen“, erklärt Brümmer.

„Viel Zeit bleibt also nicht.“

Vor allem mit Blick auf einen möglichen Architektenwettbewerb zur Gestaltung des neuen Gebäudes sei dieser Hinweis wichtig, betont Satows Bauamts-Chef: „Sollten wir uns für diese Variante entscheiden, könnten die Baumaßnahmen aufgrund des Verfahrens erst im Jahr 2020 beginnen.“

Einheitlicher Schulcampus favorisiert

Man habe in den Gremien einen entsprechenden Wettbewerb diskutiert, sagt etwa Bernd Steinbach (SPD), Vorsitzender im Ausschuss für Gemeindeentwicklung: „Aber letztlich handelt es sich um einen Funktionsbau – und ein guter Anfang wurde durch die ,aib Bauplanung Nord’ mit dem Grundschulneubau vor fünf Jahren bereits gemacht.“ Diese Firma habe „von Anfang an überzeugend gearbeitet“, meint auch Erhardt Liehr (FDP): „Deshalb sollten wir den Schulcampus durch dieses Architekten-Büro zu Ende machen lassen.“ Eine Auffassung, der sich letztlich alle Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend anschlossen.

Nachdem die Rostocker Bauplanungsfirma die notwendigen Vorgaben ermittelt und dabei auch Varianten für die Gestaltung des Neubaus vorgeschlagen habe, müsse es aufgrund der finanziellen Aufwendungen eine europaweite Ausschreibung der weiteren Planungsleistungen geben, erklärt Detlef Brümmer: „Klar ist dabei auch, dass wir uns kaum noch in der Fläche ausdehnen können – dann würden wir zu viel vom Schulhof wegnehmen.“ Denkbar wären aber vier Stockwerke – „das könnte dann über den Bebauungsplan geregelt werden“.

Wo die Schüler während der Bauphase unterrichtet werden, stehe noch nicht abschließend fest, sagt Brümmer: „Da wird es aber eine Container-Lösung geben.“ Für Barbara Bräse das geringste Problem: „Die Kollegen und auch Schüler sind sicher bereit, einige Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen – Hauptsache, wir haben hier bald bessere Bedingungen.“

Lennart Plottke

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