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Bad Doberan Millionen-Poker um das Sperrgebiet
Mecklenburg Bad Doberan Millionen-Poker um das Sperrgebiet
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07:34 17.02.2015
Die Halbinsel von oben: Investor Anno August Jagdfeld muss sich entscheiden, ob er Wustrow für alle Zeiten dem Naturschutz überlässt. Quelle: Kurverwaltung Rerik
Rerik

Die Stadt Rerik und der Landkreis Rostock wollen endlich wissen, wie es auf der gesperrten Halbinsel Wustrow weitergeht – und drängen Eigentümer Anno August Jagdfeld zu einer Entscheidung: Der Immobilien-Magnat soll sich endlich festlegen, ob er die Halbinsel dem Naturschutz überlässt und Millionen mit so genannten Öko-Punkten verdient oder ob er einen neuen Anlauf für eine Bebauung nimmt. Bürgermeister Wolfgang Gulbis (SPD): „„Wenn Jagdfeld eine kleine, verträgliche Bebauung auf der Halbinsel umsetzen will – ein Projekt, dass der Natur nicht schadet und Rerik voranbringt – dann sind wir gesprächsbereit. Uns wäre es jedenfalls lieber, wenn wir auf Wustrow was machen können, als wenn die Halbinsel für alle Zeiten gesperrt bleiben“, so der Bürgermeister. Der Investor müsse endlich Farbe bekennen: „Wenn wir in das komplizierte Genehmigungsverfahren einsteigen wollen, dann jetzt. In zwei Jahren wird es nicht leichter.“

Der Landkreis hingegen hofft, dass sich Jagdfeld dafür entscheidet, Wustrow der Natur zu überlassen: „Dann kann er Wustrow in ein Öko-Konto einbringen“, sagt Wolf- Peter Polzin, Sachgebietsleiter Naturschutz im Güstrower Landratsamt. Und diese Konten haben längst nicht mehr nur ideellen Wert: „Wenn irgendwo anders im Küsten-Bereich ein großes Bauprojekt umgesetzt wird, für das Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden müssten, könnten die Investoren auf Wustrow zurückgreifen. Ihre Kompensationsmaßnahme wären dann die Naturschutz-Projekte, die Herr Jagdfeld auf der Halbinsel umsetzt. Dafür müssten sie ihn aber natürlich auch bezahlen“, so Polzin. Wie viele Öko-Punkte der Eigner für Wustrow bekommt und wie viel Geld sich mit dem Handel verdienen lässt, dazu schweigt der Landkreis. Nur so viel verrät Polzin: „Ein Projekt dieser Größe hat einen Wert von mehreren Millionen Euro.“

Doch mit einer Entscheidung tut sich der Dürener weiter schwer: „Die Öko-Punkte sind genehmigt worden. Wir prüfen gerade, wie wir damit umgehen“, so Jagdfeld- Sprecher Christian Plöger. „Mehr gibt es dazu momentan nicht zu sagen.“



Andreas Meyer

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