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Bad Doberan Mit Stift und Pinsel in der Natur
Mecklenburg Bad Doberan Mit Stift und Pinsel in der Natur
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00:39 08.05.2018
Sophie Böhme nimmt am Workshop mit dem Thema „Die Welt im Comic und Manga Style“ teil. Die 17-Jährige freut sich über die wertvollen Tipps von Profi Maxim Simonenko. Quelle: Fotos: Dana Frohbös

Sie sitzen im Gras, stehen an der Seebrücke oder haben ganz woanders ihr perfektes Plätzchen gefunden. Hauptsache aber: Sie sind unter freiem Himmel. Denn das zeichnet das Plein Air Festival aus. Gestern Nachmittag ist der praktische Teil der Malwoche gestartet. Insgesamt geben sechs Dozenten wertvolle Hilfestellungen in den Bereichen Acryl, Impressionismus, Pastell, Manga, Skizzen und Aquarell.

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In Kühlungsborn findet zurzeit das zweite Plein Air Festival statt. Sechs Dozenten geben Tipps.

Sophie Böhme hat sich für den Kurs von Maxim Simonenko entschieden. Hier geht es vor allem um Comic- und Mangafiguren. Die fünfköpfige Gruppe hat es sich am Doberaner Münster gemütlich gemacht.

Sophie Böhme sitzt an einem Baum mit direktem Blick auf die Ruinen der Wolfsscheune, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. „Besonders helfen mir seine Tipps zum Thema Himmel, denn das Blaue spiegelt sich auch im Grün des Rasen und im Rot der Backsteine wider“, sagt Sophie Böhme. Aber die 17-Jährige freut sich auch über Tipps ganz anderer Art. „Er berichtet auch ganz offen von seiner beruflichen Laufbahn und sagt, dass wir in der Hinsicht nicht immer auf unsere Eltern hören sollen“.

Denn eine brotlose Kunst – wie man oft hört – ist das Zeichnen eben nicht. „Ich habe jahrelang als Zeichner für Computerspiele gearbeitet und war bei einer Firma fest angestellt“, sagt Maxim Simoneko. „Es gibt gute Jobs für Künstler, an guten Schulen fehlt es allerdings noch“, sagt der 33-jährige freiberufliche Illustrator.

Während Sophie Böhme weiter auf der Suche nach dem perfekten Rotton für die Backsteine ist, lernt Carmen Waldeck-Nitsche am Kühlungsborner Hafen die Kunst der Acrylmalerei. „Eigentlich habe ich mir ja gar nichts gewünscht, aber mein Mann hat mir diesen Kurs zum Geburtstag geschenkt“, sagt die 63-Jährige. Zusammen sind die beiden extra für das Festival aus Kassel angereist. „Ich male hobbymäßig seit zehn Jahren und finde es toll, jetzt ein bisschen mehr Technik reinzubekommen“, sagt sie. Es gebe so viele Möglichkeiten Wasser, Buhnen, Farbschattierungen und Tiefe auf ein Blatt Papier zu zaubern.

Auch im nächsten Jahr wird das Festival wieder stattfinden – dann eventuell auch mit Dozenten aus dem Ausland. „Wir bekommen hier eine tolle Unterstützung von lokalen Institutionen“, sagt TSK-Chef Ulrich Langer. Besonders das Doberaner Münster und der Leuchtturm in Bastorf seien eine große Hilfe. Der Fahrradverleih Drahtesel stattet sogar jeden Kursteilnehmer mit einem Fahrrad aus, damit die Gruppen zu ihren jeweiligen Malorten fahren können – und das kostenlos. „Ohne eine so breite Unterstützung würd’ das Ganze gar nicht funktionieren“, sagt Projektleiter Frank Koebsch.

Am Samstag um 10 Uhr eröffnet die Ausstellung in der Kunsthalle Kühlungsborn. Um 15 Uhr werden drei Jury- und ein Publikumspreis verliehen.

Plein Air bedeutet Freilichtmalerei

En plein air“ stammt aus dem Französischen und bedeutet „im Freien“. Bei dieser Art des Malens kommt es darauf an, einen Ausschnitt aus der Natur inklusive der vorherrschenden Lichtverhältnisse auf den Zeichenblock zu bringen. Das Plein Air Festival in Kühlungsborn besteht aus zwei Teilen. An den ersten drei Tagen finden die verschiedenen Workshops statt.

Am Donnerstag und Freitag dann das freie Malen – an diesen beiden Tagen entstehen die Werke, die an der Preisverleihung teilnehmen.

Dana Frohbös

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