Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Mostereien in MV: Hier werden Sie die Ernte los
Mecklenburg Bad Doberan Mostereien in MV: Hier werden Sie die Ernte los
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:20 31.08.2018
Mosterei Süderholz von Daniel Bense in Griebenow Quelle: Alexander Mueller
Satow

Der Rekordsommer 2018 war nicht nur heiß und trocken, er hat auch dafür gesorgt, dass die Obsternte früher beginnt. Wo die Bäume genügend Feuchtigkeit hatten, sind Äpfel und Birnen bereits reif. Und das knapp zwei Wochen vor der regulären Erntezeit. Deshalb haben die Mostereien bereits mit der Annahme von Obst begonnen.

Satower Mosterei

Die größte und bekannteste Mosterei in Westmecklenburg befindet sich in Satow mit Außenstellen unter anderem in Karow nahe Wismar. Gegen Abgabe von Äpfeln und/oder Birnen bei den Lohnmost-Annahmestellen gibt es Gutscheine für die verschiedenen Säfte. Insgesamt 50 stehen zur Auswahl. Bei Bedarf gibt es auch den Saft aus den eigenen Früchten. Annahme von Äpfeln und Birnen erfolgt bis Ende November. In der Lohnmosterei werden verarbeitet: Äpfel, Birnen, Sauerkirschen, Rhabarber, rote und schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren.

Bio-Mosterei Möckel

Das bietet auch die Bio-Mosterei Möckel in Lübseerhagen zwischen Schönberg und Mallentin in Nordwestmecklenburg an. Dort gibt es leckeren Apfelsaft, beziehungsweise bei einer Anlieferungsmenge ab 350 Kilogramm auch den Saft aus den eigenen Früchten. Bis Ende Oktober dauert die Saison in dem kleinen, aber feinen Betrieb. Angenommen werden Äpfel und Birnen. Die Äpfel dürfen keine Faulstellen haben, die Birnen sollten noch fest sein.

Klützer Mosterei

Mit einem ganz neuen Standort geht die ehemalige Klützer Mosterei in diesem Jahr an den Start. Vor wenigen Wochen hat Martin Nehls Teile der ehemaligen Schule in Damshagen erworben. Dorthin wurden die Maschinen aus Klütz gebracht. „Am 1. September fangen wir an, wir stecken mitten in den Umbauarbeiten, es ist stressig, aber wir schaffen das“, sagt der Investor. Er will künftig Obst zu Schaumwein, also zu Cider, verarbeiten. „Wir werden auf der Sportanlage eine Obstbaumwiese mit Äpfeln, Birnen, Zwetschgen und Mirabellen anpflanzen“, sagt Nehls. Dabei soll es sich vorwiegend um alte Sorten handeln, die aber trotzdem für hohe Erträge und einfache Ernte in Reihe gepflanzt werden können. Aus dem Obst soll dann Cider als Hauptprodukt hergestellt werden. Die Mosterei gab es dort übrigens schon zu DDR-Zeiten, nun knüpft der Investor, der in Hamburg und Groß Schwansee lebt, an die alten Traditionen an.

Die Saftmacher von Griebenow

In die Mosterei Süderholz von Daniel Bense in Griebenow, zwischen Greifswald und Grimmen, bringen die Leute ganze Wagenladungen mit Birnen und Äpfeln aus ihren Gärten vorbei, um den Saft daraus pressen zu lassen. Die Mostsaison beginnt Ende August und geht bis Anfang November. In dieser Zeit kommen täglich etwa 20 Kunden nach Griebenow und bringen rund drei Tonnen Obst mit. Aus 100 Kilogramm lassen sich etwa 70 Liter Saft pressen. Der Großteil davon sind Äpfel, viele haben aber auch Birnen und Quitten dabei. Auch für Experimente ist der Moster zu haben, wenn es die Zeit hergibt. „Apfel- Kürbis ist eine schöne Mischung. Das schmeckt ein bisschen wie Apfel-Mango“, sagt Daniel Bense.

Die Mostereien und Annahmestellen auf einen Blick

jr