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Bad Doberan Museum zeigt Tierplastiken und Kinderporträts
Mecklenburg Bad Doberan Museum zeigt Tierplastiken und Kinderporträts
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00:00 18.10.2017
Hedwig Symanzik starb 1975. Sie wurde nur 53 Jahre alt.
Bad Doberan

Katzen und andere Tierplastiken machte Hedwig Symanzik zu Kunst. Zum ersten Mal ist das Werk der unbekannten Doberaner Künstlerin in der Münsterstadt ausgestellt. Das Stadt- und Bädermuseum hat den Nachlass der im Jahr 1975 Verstorbenen übernommen – zumindest für die Dauer der Ausstellung, die bis zum 25. November zu sehen ist.

Werk der weitgehend unbekannten Doberaner Künstlerin Hedwig Symanzik erstmals in Stadt- und Bädermuseum ausgestellt

Kinderköpfe aus Ton geformt, ein Schemel aus dem Atelier der Absolventin der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm, Fotos, die die Künstlerin beim Schaffen zeigen: Die Besucher der Ausstellung „Hedwig Symanzik – Kleinplastiken“ sehen nicht nur die Werke, die Hedwig Symanzik geschaffen hat, sondern lernen auch die Künstlerin ganz persönlich kennen.

1922 in Schweinfurt geboren, besuchte Hedwig Symanzik die Volksschule und die Oberschule in Königsberg, studierte danach an den Universitäten in Königsberg, Posen und Halle. Von 1945 bis 1947 war sie Landarbeiterin in Polen. 1947 bis 1948 absolvierte die junge Frau einen Lehrerkurs in Stralsund und arbeitete dann bis 1953 als Neulehrerin an den Schulen in Moltzow beziehungsweise in Marxhagen.

Doch das Interesse an Kunst war größer.

Hedwig Symanzik studierte von 1953 bis 1957 an der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm, Abteilung Plastik. Parallel dazu legte sie 1956 ihre Facharbeiterprüfung als Steinbildhauerin ab. Von 1957 bis zu ihrem frühen Tod lebte und arbeitete sie sehr zurückgezogen in ihrem Atelier in Bad Doberan in der Baumstraße 3. Sie sagte einmal dazu: „Ich werde eine Lehre aus Barlachs Leben ziehen.

Ich werde meinen Schlupfwinkel nicht verlassen und werde mich vor den Menschen hüten. Ich habe ein Grauen davor, bekannt zu werden. Dann ist es vorbei mit dem ungestörten Arbeiten und Beobachten.

Beides ist das Allerwichtigste für den Künstler.“ Die Aussage ist in der Ausstellung zu lesen, neben Fotos, die die Künstlerin bei der Arbeit zeigen.

Sehr intensiv hat sich Hedwig Symanzik mit der Gestaltung von Tierplastiken in Ton, farbig glasiert beschäftigt. „Sie wollte Plastik für den kleinen Mann machen. Im Grunde Kunst, die sich jeder ins Zimmer stellt, die er schön findet“, sagt Silvana Rieck, Leiterin des Stadt- und Bädermuseums. Und so wurden Affen, Löwen, Giraffen, Elefanten und Robben in Ton gebracht – und Katzen. „Die hat sie geliebt. Die waren ein Hauptthema.“ Sie sei viel im Rostocker Zoo gewesen, um die Tiere zu studieren, sagt Silvana Rieck.

An den Nachlass ist das Museum durch Andrea Magnus gekommen, erzählt die Museumsleiterin. Deren Vater sei ein Studienfreund von Hedwig Symanzik gewesen, die ihr Atelier in seinem Haus hatte. Das sei jetzt verkauft worden. Den Nachlass wird das Museum voraussichtlich nicht behalten. Allein aus Lagergründen gehe das nicht, so Rieck. Und: „Nachlässe sollten aufgearbeitet werden, das ist nicht das Profil unseres Museums.“ So sammle das Haus zwar Stücke von Doberaner Künstlern, aber keine ganzen Nachlässe.

al

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