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Bad Doberan Nach 44 Jahren: Abschied von den Drümpelspatzen
Mecklenburg Bad Doberan Nach 44 Jahren: Abschied von den Drümpelspatzen
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00:00 28.03.2014
Nach 44 Jahren ist heute der letzte Arbeitstag für Christiane Zöllick. Die kleinen „Drümpelspatzen“ werden ihr fehlen. Quelle: Renate Peter

Für Christiane Zöllick ist heute der letzte Arbeitstag. Ein letztes Mal wird sie am Morgenkreis teilnehmen und mit den Erzieherinnen als Leiterin Gespräche führen. Die 63-Jährige geht in den Ruhestand. 1970 war sie nach Bad Doberan gezogen und hatte am 1. April im Kindergarten „Am Drümpel“ angefangen zu arbeiten — nachdem sie 1967 in Leipzig zunächst eine Ausbildung zum Klavierfacharbeiter begonnen und in dem Beruf gearbeitet hatte.

1970, ihrem ersten Jahr in der Kita, wurde gerade das zweite Gebäude der Einrichtung eröffnet. Christiane Zöllick begann zunächst als Helferin und absolvierte dann ein dreieinhalbjähriges Fernstudium zur Erzieherin. Schmunzelnd erinnert sie sich an die Öfen, die damals beheizt werden mussten, daran, dass selber gekocht und eingeweckt wurde. 1990 wurde Christiane Zöllick Leiterin. „Manchmal habe ich schon die dritte Generation von Kindern in der Einrichtung betreut“, sagt sie ein wenig stolz. Kein Wunder nach 44 Jahren.

Im Jahre 2002 übernahm die Rostocker Stadtmission die Kita „Drümpelspatzen“.

Die vergangenen drei Jahre waren hart. Das Kita-Gelände war Baustelle. Ein neues Haus für die Kinder wurde errichtet. „Ich bleibe solange, bis der neue Kindergarten steht“, hatte Christiane Zöllick gesagt. Und Wort gehalten. Obwohl sie den Satz schon in den 90er-Jahren verkündete, denn das alte, marode Haus sollte schon vor Jahren erneuert werden.

Jetzt werden die 170 Mädchen und Jungen im neuen und modernen Kita-Gebäude liebevoll von 18 Mitarbeitern betreut. „Das Haus ist fertig. Jetzt kann ich aufhören. Für die neuen Mitarbeiter ist das ein Neuanfang, ein guter Start“, sagt die 63-Jährige. Inga Beyer und Claudia Hufenbach werden als Doppelspitze die Einrichtung leiten. Einerseits freue sie sich auf den Ruhestand, andererseits falle es nach fast 44 Jahren schwer, ein Stück des Lebens zurückzulassen, sagt sie und betont: „Die Kita war mein Leben.“

Dankbar ist sie ihrer Familie, die ihr stets den Rücken gestärkt hatte. Was sie jetzt mit ihrer freien Zeit anfängt, weiß sie noch nicht ganz genau. „Erst einmal erholen, nach der Bauphase in der Kita einfach eine Pause machen“, sagt sie. Und dann will sie mit ihrem Mann, der bereits in Rente ist, reisen. Den Kontakt zum Kindergarten will sie aufrechterhalten.



Renate Peter

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