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Bad Doberan Neubukow aus Postkartensicht
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow aus Postkartensicht
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00:05 18.10.2017
Hans Albert Kruse zeigt den neuesten Kalender mit den historischen Postkarten. Es ist der sechste in Folge. Quelle: Fotos: Anja Levien
Neubukow

800 Postkarten, die Neubukow und die Orte rundherum zeigen, haben Hans Albert Kruse und seine Frau Sabine schon gesammelt. Eine kleine Auswahl zeigen die Neubukower seit sechs Jahren in einem Wandkalender. Der für 2018 ist jetzt erschienen, an dem für 2019 wird schon gearbeitet. Und auch in seinem ersten Buch „Wir sind alle Neubukow – Menschen und Geschichten aus unserer kleinen Stadt“, das Ende November in Druck gehen soll, finden sich die historischen Postkarten.

Kalender mit historischen Karten erschienen / Hans Albert Kruse arbeitet an Buch über die Stadt

Kalender im Bürgerhaus

300 Kalender sind für 2018 gedruckt worden. Herausgeber ist die Kröpeliner Gesellschaft bürgerlichen Rechts „de dromjäger“. Der Kalender ist im Bürgerhaus Neubukow dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr erhältlich.

Seit mehr als 20 Jahren sammelt das Ehepaar Postkarten. „Aus unserer Region von Rerik bis Neubukow“, sagt Hans Albert Kruse. „Man muss sich auf ein Gebiet konzentrieren, sonst werden es zu viele und es wird zu teuer.“ Eine Lithografie-Postkarte könne ab 30 Euro aufwärts kosten.

Die kleinen Papierstücke findet das Ehepaar auf Sammlerbörsen, Antikmärkten und gelegentlich auf Flohmärkten. „Viele haben wir von Versteigerungen oder Auktionen im Internet“, sagt der 74-Jährige.

Klar werde es mit größerer Sammlung auch schwieriger, Postkarten zu finden, die andere Ansichten zeigen. „Ich weiß aber aus Veröffentlichungen, dass es Karten gibt, die noch nicht in unserem Bestand sind.“ Und die Neubukower interessieren sich auch für die Absender der Post.

Vor gut acht Wochen hat Hans Albert Kruse einen Fund gemacht: ein Steindruck, der die Kirche Neubukow zeigt. „Ich war gleich begeistert. Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass es einen Steindruck von Neubukow gibt“, erzählt Kurse. „Daran sieht man, eine Sammlung ist nie abgeschlossen.“ Vor allem, da es bei Postkarten auch keinen Katalog gebe, wie bei Briefmarken oder Münzen.

Dadurch wisse man bei Letzteren sofort, was einem noch fehle.

Der Steindruck von der Neubukower Kirche kam für den aktuellen Wandkalender zu spät, doch er wird im neuen Buch von Hans Albert Kruse, das im BS-Verlag erscheinen wird, abgebebildet sein. An diesem arbeitet der Hobbyhistoriker seit dem Frühjahr, schreibt seine Erlebnisse, Begegungen auf, erzählt Geschichten über Dinge, die er durch seine Sammelleidenschaft erfahren hat. Auf dem Weihnachtsmarkt in Neubukow soll das Buch dann verkauft werden.

Der Wandkalender ist ab sofort im Bürgerhaus erhältlich. In diesem Jahr finden sich erstmals immer zwei Postkarten auf den Kalenderseiten. „Wir versuchen jedes Jahr, etwas Neues zu bieten. Es soll ja auch nicht langweilig werden“, sagt Kruse. So sind in dem Kalender beispielsweise zwei Postkarten abgebildet, die den Markt in Neubukow zeigen. Für die Betrachter ist erkennbar, dass das Hotel „Schönrock“ aufgestockt wurde. Andere Ansichten zeigen die Wismarsche Straße, das „Deutsche Haus“, den Wallberg, die ehemalige Gastwirtschaft „Freitag’s Bierstuben“ in der Keneser Straße oder die „Gartenlaube“ in Jörnstorf.

„In Neubukow hat sich viel verändert“, sagt der Rentner, der die Stadtentwicklung auch anhand der historischen Postkarten nachvollziehen kann. „Ich würde das gerne mit den Postkarten darstellen. Das geht aus urheberrechtlichen Gründen aber nicht“, so der Sammler. Erst nach 70 Jahren erlöscht das Urheberrecht für das Motiv der Postkarte. Daher könne er die Sammlerstücke aus den 50er und 60er Jahren noch nicht zeigen.

Anja Levien

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