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Neubukow Aland lässt sich nicht im Hellbach blicken
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Aland lässt sich nicht im Hellbach blicken
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00:00 11.04.2013
Frank-Jürgen Trost kennt sich mit dem Fischbestand im Hellbach bestens aus. Quelle: Rolf Barkhorn
Neubukow

Gestern schaute er an der Fischtreppe nach, ob sich dort vielleicht schon Alande zeigen. Aber er wurde enttäuscht. „Der Aland ist spät dran dieses Jahr. Bis jetzt habe ich noch keinen gesehen“, sagt Trost.

Auch in Buschmühlen hat der Vorsitzende des Neubukower Angelvereins schon vergeblich nach den Fischen gesucht, die sonst schon im März vom Salzhaff kommend den Hellbach aufsteigen, um in den oberen Bachläufen zu laichen. Der letzte Massenaufstieg der 30 bis 85 Zentimeter großen Alande liegt auch schon ein paar Jahre zurück. Aber vereinzelte Fische oder kleinere Gruppen von Alanden gab es in den vergangenen Jahren immer.

Einen positiven Trend im Laichverhalten sieht Trost aber bei den Meerforellen. Die Salmoniden kommen nach Renaturierungsmaßnahmen und den Bau der Fischtreppe in Neubukow wieder regelmäßig und in großer Zahl zum Laichen in den Hellbach. Deshalb kontrollieren Angler und Mitglieder des Vereins „Fisch und Umwelt“, auch regelmäßig jene Stellen in den oberen Bachläufen, die sich besonders als Laichbett eignen. „Ich konnte einige Stellen entdecken, die darauf hindeuten, dass dort größere Meerforellen gelaicht haben. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der ausgemachten Leichbetten zugenommen“, schätzt der Angler ein, der hofft, dass die Population der Meerforelle zunimmt. Etwa zwei Jahre halten sich die Jungfische im oberen Bach auf, bevor sie ins salzige Meerwasser umziehen.

Aber ihre Kinderstube vergessen die Hellbachfische nicht. Als erwachsene Tiere kommen sie in den Oberlauf zurück. Im Gegensatz zu ihrem berühmten Verwandten, dem atlantischen Lachs, der nach dem Laichen verendet, steigen die Meerforellen häufiger auf und ab.

RoBa