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Auch Hunderte Häschen bevölkern jetzt den Krempiner Elderhof

Krempin Auch Hunderte Häschen bevölkern jetzt den Krempiner Elderhof

Heidi Schmied fertigt gerade Pokale für die große Neubukower Widder-Ausstellung.

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Eine Armee von Tonhasen ist bei Heidi Schmied in Krempin angetreten. Die Tierchen werden bundesweit an Neubukow erinnern.

Quelle: Fotos: Thomas Hoppe

Krempin. „Ich fühle mich wie Alice im Wunderland, mit den ganzen Hasen hier“, sagt Heidi Schmied lachend und zeigt eine Ton-Armee von weißen Häschen auf ihrem Fensterbrett, wo sie trocknen, bevor sie gebrannt werden und glasiert. Die Krempinerin wurde von den Neubukower Kaninchenzüchtern auserkoren, für die große Widderclub-Vergleichsschau am 26. und 27. Oktober in Jörnstorf 400 Teilnehmerpokale zu fertigen. Und die Expertin schlug Bernd Adam vom Verein M 57 vor, die Tierchen jeweils auf eine griechische Säule zu platzieren, denn immerhin kommen die Gastgeber ja aus der Heinrich-Schliemann-Stadt. Und der Züchter-Chef nahm den Vorschlag an. Denn mit Tieren und Kunsthandwerk kennt sich Heidi Schmied schließlich bestens aus. Auf dem Elderhof der Familientherapeutin, die zudem eine Werbeagentur betreibt, leben zwei Hunde, zwei Hängebauchschweinchen, acht Schafe und fünf Ziegen. In der alten Scheune, die seit Juli 2012 nach ihrem Umzug von der anderen Dorfstraßenseite zu Heidi Schmieds Wohnhaus gehört, warten kleine von ihr gefertigte Tongefäße auf Interessenten. Aber auch Gläschen mit Griebenschmalz und Holunder-Gelee gibt es hier zum Gemeindebacktag, wie am 27. September wieder. Unterstützt wird sie dabei seit Jahren von Sabrina Lewerenz, einer 14-jährigen Klassenkameradin des Pflegesohns von Heidi Schmied. Der Junge, den die Kunsttherapeutin in einem Kinderheim kennenlernte und der unbedingt bei ihr leben wollte, gehört seit fast zwei Jahren zur Familie. Heidi Schmied hatte nach Rücksprache mit ihren beiden leiblichen Kindern und ihrer Mutter entschieden, dass der damals 13-Jährige bei ihr einziehen könne: „Du nimmst Tiere auf, die kein Zuhause haben, wie die Lämmer, die von der Mutter verstoßen werden, da kannst du den Jungen nicht wegschicken“, habe sie sich gesagt, so Heidi Schmied. „Er ist immer noch hier, alles ist prima, er geht in eine normale Schule — da war er vorher nie. Das Jugendamt hat top mit uns zusammengearbeitet — ganz, ganz viel wurde gemacht. Und er ist jetzt meine Hauptaufgabe. Es war ja auch eine ganz dolle Veränderung in meinem Leben“, sagt die Frau noch, die immer noch reichlich für Veränderungen in ihrem Umfeld sorgt. Dazu gehörte auch der Verkauf des Backhauses gegenüber. „Das hätte ich nicht geschafft, mich auch noch darum zu kümmern“, erklärt Heidi Schmied. Der Ofen blieb ihr ja erhalten und sie dankt dem Bürgerwindpark Carinerland für eine 250-Euro-Spende, für die sie sofort kleine Holztische für Blumen und Kaffee besorgte, die es hier zum Backtag gemütlicher machen würden. Gemütlicher ist es auch längst in ihrem Wohnhaus — einer Bündnerei aus der Zeit um 1900 — geworden, das sie bereits 2004 als Ruine erworben hatte und das nun außer einer intakten Backstein-Hülle mit Solaranlage und neuen Fenstern — innen ansehnlich mit Lehm verputzt und mit Schlemmkreide geweißt — auch ein prima Wohnklima bietet. Verschönert durch Bilder, die Heidi Schmied auf die mühsam abgeschliffenen alten Türen gemalt hat, wie einen kleinen Frosch vorm Gäste-WC. Ihn wird auch bald die Enkelin entdecken — doch noch ist Leila ja erst 5 Monate auf der Welt.

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Heidi Schmied in ihrer Scheune, die sie Stück für Stück saniert.

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Der Gemeindebacktag wird hier immer schöner.“Heidi Schmied, Elderhof Krempin

 

 

Thomas Hoppe

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