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Bei den Teßmannsdorfer Tannen entstehen Nistplätze für Vögel

Teßmannsdorf Bei den Teßmannsdorfer Tannen entstehen Nistplätze für Vögel

BUND-Ortsgruppe plant im Sommer eine „Bat-Night“ als „Eröffnungsfeier“

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Den Abschluss der Arbeiten wollen wir mit einer Bat-Night feiern.Dr. Andreas Schwienhorst, BUND

Teßmannsdorf. Im und am ehemaligen Trafohaus neben dem Wald in Teßmannsdorf herrscht an diesem Sonntagmittag ungewohnte Geschäftigkeit. Männer bereiten hier größere Nisthöhlen für Dohlen zur Montage vor. Kleinere Teile für Gartenvögel und Mauersegler hängen schon an den äußeren Trafohauswänden.

OZ-Bild

BUND-Ortsgruppe plant im Sommer eine „Bat-Night“ als „Eröffnungsfeier“

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„Der BUND hat das alte Häuschen vor zwei Jahren von der Eon erstanden und nun bauen wir es mit Fördergeldern der NUE (Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung) als Fledermaus- und Vogelunterkunft um“, erklärt dazu der Wahl-Teßmannsdorfer Dr. Andreas Schwienhorst von der Ortsgruppe des Bundes für Natur und Umwelt Salzhaff-Rerik. „Wir sind jetzt dabei, an der Außenseite diverse Nisthilfen anzubringen und dergleichen passiert innen drin auch noch einmal“, ergänzt der ehrenamtliche Naturschützer.

Schwalben haben es sich im Gebäude bereits gemütlich gemacht, nachdem BUND-Mitglieder ein paar Einflugmöglichkeiten freigelegt hatten. „Die Hinterlassenschaften von Fledermäusen haben wir innen auch schon entdeckt“, sagt Dr. Schwienhorst und meint Ansammlungen von Resten von Tag- und Nachtfaltern. Die Spuren erlauben bereits Rückschlüsse auf verschiedene Fledermausarten. Ganz in der Nähe, an der Salzwiese, haben ja seit Jahren Hunderte Mückenfledermäuse im Dachstuhlbereich des Ferienhauses „Lierlütt“ ihre Wochenstube (OZ berichtete).

„Hier ist bisher nur ein Fraßplatz von Fledermäusen, aber wir probieren halt, sie jetzt auch anzusiedeln“, berichtet Dr. Schwienhorst weiter und kündigt an, dass im Haus zudem noch ein Eulenkasten installiert werden soll. Fledermäuse und Eulen kämen in einem gleichen Raum miteinander aus, wenn man die Eulen daran hindere „anzusitzen“. Die Eulen würden dann dank einer Art Sichtschutz die Fledermausunterkünfte nicht direkt einsehen können. Da es in der Gegend weit und breit keine Winterunterkünfte für Fledermäuse geben würde, sollen solche an dieser Stelle außerdem entstehen.

Doch zunächst soll es ja Sommer werden und in dieser Zeit, schätzungsweise ab Juni, wie Dr. Schwienhorst ankündigt, würden hier einmal in der Woche oder im Monat – je nachdem, wie es von

den Ehrenamtlichen geschafft werden könne – kurze Rundgänge mit einem Fledermausdetektor stattfinden. Bis zu den Teichen in der Nähe, wo bereits Teichfledermäuse entdeckt worden seien: „Es ist hier ein Eldorado. Wenn man hier durch den Wald läuft, findet man ein halbes Dutzend Unterarten und das ist ganz spannend“, sagt Dr. Schwienhorst. Eine dritte Klasse aus Rerik habe schon Interesse bekundet.

Um den Fledermäusen das alte Trafohaus quasi noch schmackhafter zu machen, wollen die örtlichen BUND-Mitglieder und ihre Unterstützer vorm Gebäude einen Streifen mit Hecken bepflanzen, in denen sich auch Falter wohlfühlen . . .

Das von der Grundfläche sieben mal sieben Meter große „Häuschen“ soll zudem in einen Fledermausrundweg eingebaut werden. „Dafür haben wir Kontakt zum Amt in Neubukow aufgenommen, wollen die beiden alten Holzbänke am Wald ersetzen und dort jeweils eine Schautafel aufstellen. Mit Informationen zu den Tieren, die wir hier haben. Flyer gibt es dann auch hier am neuen Grundstückstor“, erläutert Dr.

Schwienhorst und verrät noch, dass in diesem Sommer – gemeinsam mit Patrick Folkersma vom besagten „fledermausfreundlichen Haus“ Lierlütt und vielleicht einem entfernten Nachbarn, der auch einen Dachboden mit Fledermäusen hat – eine „Bat-Night“ (Fledermaus-Nacht) veranstaltet werden soll.

Thomas Hoppe

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