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Chillen mit Kicker-Experten und Radiomann

Kröpelin Chillen mit Kicker-Experten und Radiomann

Seit Jahresbeginn leitet der Rostocker Martin Bartelt die Kröpeliner Jugendbegegnungsstätte.

Kröpelin. Rap-Musik spielt im Hintergrund, sechs Jugendliche und ein Hund sitzen an diesem Dienstagnachmittag in der „guten Stube“ der Kröpeliner Jugendbegegnungsstätte an der Schulstraße — sie entspannen sich, hängen ab — sie chillen, wie es heute unter ihresgleichen auch heißt.

„Hier hast du deine Ruhe, hier labert dich keiner dicht, hier stört keiner“, sagt ein Auszubildender in der Jubek zum OZ-Reporter und erzählt, dass es hin und wieder mit seinem Kumpel hier vorbeischaut: „Nach der Arbeit aber echt selten“, sagt er noch und betont, dass er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Dann lehnt er sich wieder entspannt auf der Couch zurück. Ihm gegenüber unterhalten sich Jessica, Jamie und Fabian.

Ihnen gefällt es im Klub sehr gut. „Alles super hier“, sagt Jamie und streichelt ihren großen Hund — ein Mix aus Labrador, Bernasen und irischem Wolfshund. „Er hat noch niemanden gebissen“, erklärt die Kröpelinerin.

Zu den Jugendlichen gesellt hat sich jetzt der neue Leiter der Begegnungsstätte: Martin Bartelt ist seit dem 5. Januar hier der Chef. Seine Vorgängerin Kathrin Scheel, die seit 2011 die Jubek führte, hatte sich zu Weihnachten aus dem Kröpeliner Haus verabschiedet, sie möchte ihr zweites Lehramts-Staatsexamen machen.

„Kathrin hat hier schon sehr gute Arbeit geleistet“, lobt Martin Bartelt. Der heute 41-Jährige war in den Jahren 1996 bis 1999 in Schwerin zum Erzieher ausgebildet worden — zuvor lebte er in Holland und Berlin, wie der Hansestädter erzählt. Mittlerweile ist sein Lebensmittelpunkt die Kröpeliner-Tor-Vorstadt an der Warnow, wo er auch seine Freundin hat.

Der gebürtige Rostocker, der dort auch zur Schule ging, war nach seiner Ausbildung in der Landeshauptstadt in verschiedenen sozialen Einrichtungen tätig, darunter auch im einstigen Familienzentrum von Reutershagen.

Seinem zunächst einjährigen Jubek-Vertrag mit den Trägern der Begegnungsstätte, dem Landesverband der „Sozialistischen Jugend Deutschlands — Die Falken“ wünscht er sich schon jetzt eine Verlängerung:

„Ich denke mal für die nächsten Jahre. Ich möchte den Jugendlichen hier ein Freizeitangebot erhalten und ein guter Ansprechpartner sein. Das ist eine große Herausforderung, aber die Jugendlichen, die schon hier waren, wollten mich auch als Leiter. Ich habe in der Jubek bereits im Vorjahr manche Vertretung für Kathrin gemacht und dabei hier schon reingeschnuppert“, sagt Martin Bartelt.

Ihm liegt der Ausbau des sportlichen Angebots für die Jubek-Besucher am Herzen: „Die Sporthalle nebenan können wir bislang ein Mal montags für anderthalb Stunden nutzen. Ich finde das zu wenig. Es wäre schon schöner, wenn die Jugendlichen mindestens zwei Mal die Woche dort Sport machen könnten, damit sie sich richtig auspowern. Gespielt wird hier Fußball, Tischtennis und in der Jubek auch Tischfußball. Einige Jugendliche sind hier dabei, die richtig gut spielen können“, schätzt der Tischfußball-Experte ein. Martin Bartels spielte früher immerhin aktiv in der 1. und 2. Kicker-Stadtliga von Rostock mit. Nun bleibt dafür nur noch die Freizeit, in der der Oldie-Fan (u.a. Led Zeppelin) aber auch schon hin und wieder eine eigene Sendung in der Sternradio-Redaktion vom Rostocker Lokalradio LOHRO moderiert, die ab Mitternacht gesendet wird.

Bereits in der vergangenen Woche habe er sich mit dem Kröpeliner Hauptamtsleiter, Thomas Gutteck, getroffen und einen „gemeinsamen Draht“ für die Jubek festgestellt, wie Martin Bartelt offen einschätzt. Er ergänzt erfreut: „Wenn wir ein besonderes Projekt hätten, würde uns demnach die Stadt möglicherweise auch dabei unterstützen“. Zur Stadtvertreterversammlung, die auf der Internet-Stadtseite bislang für den 29. Januar avisiert ist, wurde der neue Jubek-Leiter zur Vorstellung eingeladen.

Gegenwärtig bietet die Jubek montags Sport, mittwochs den „Kidsday“ und donnerstags „Kochen“ und „Gruppenarbeit“. Bei Letzterer möchte Martin Bartelt interessierten Jugendlichen die Gelegenheit bieten aktuelle Probleme zu diskutieren. Am kommenden Donnerstag soll es um Rassismus und Pegida gehen. „Aber niemand wir hier agitiert“, betont der Jubek-Chef und erwähnt noch, dass das Haus stetig mehr besuchen würden: „Jetzt haben wir hier acht bis zehn Stammgäste.“

 



Thomas Hoppe

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