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„Ein Apfelbaum, selbst wenn die Welt untergeht“

Kröpelin „Ein Apfelbaum, selbst wenn die Welt untergeht“

Landschaftspflegerhaus der Kröpeliner Werkstätten wurde eröffnet.

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Jürgen Borchardt (l. ) und Rüdiger Kropp (3.v.l.) pflanzen einen Kröpeliner Apfelbaum ein.

Quelle: Thomas Hoppe

Kröpelin. „Was hat Martin Luther gesagt? Selbst wenn morgen die Welt unterginge, würde er heute noch einen Apfelbaum pflanzen“. Daran erinnerte gestern Pastor Jens-Uwe Goeritz bei der feierlichen Eröffnung eines Neubaus der Kröpeliner Werkstätten im Gewerbegebiet Südwest. Ihm ging es dabei um die „unbezwingbare christliche Hoffnung“ auf ein Morgen und die Symbolkraft der beiden Apfelbäume, die von der Stadt Kröpelin und der Rostocker Gartenbaufirma „alpina“ gesponsert und hier unter festlicher Begleitung durch die Bläserchöre Doberan und Kühlungsborn eingepflanzt wurden (siehe großes Foto). Zuvor hatte Michaelshof-Verwaltungsleiter, Karl-Friedrich Burwieck, daran erinnert, dass die Realisierung dieses Baus für die Garten- und Landschaftspfleger der Kröpeliner Werkstätten (der inklusive Grundstück rund 700 000 Euro kostete) von den ersten Planungsüberlegungen bis zur Eröffnung nicht einmal zwei Jahre gedauert hätte. Der Neubau trägt seit gestern den Namen „Löhehaus“ und Werkstattleiter Christoph Bohmann vom Rostocker Michaelshof, dem Träger der Kröpeliner Werkstätten, erklärte die Herkunft des Namens. Jahrelang hätte es auch im Michaelshof ein Mitarbeiterwohnhaus dieses Namens gegeben. Nach dessen Abriss sei das Namensschild noch zu zwei anderen Gebäuden gewandert, bis es in Kröpelin ankam. Namensgeber Johann Konrad Wilhelm Löhe hätte als Mann der „Diakonie der ersten Stunde“ in Bayern unter anderem eine Gärtnerei gegründet. Deshalb wurde nun das Haus der Gärtner der Kröpeliner Werkstätten nach ihm benannt. Glückwünsche zu seiner Eröffnung überbrachte auch Pastor Olaf Pleban, der seit zwei Jahren Vorsitzender des Kuratoriums der kirchlichen Stiftung Michaelshof ist. Architekt Jörn Simonsen, vom Planungsbüro Asmussen & Partner aus Lübeck, verriet den rund 100 Teilnehmern der Feier Hintergründe seiner Gestaltungsideen: „Der dunkle Gebäudeteil, mit der Werkstatt, erinnert an die Häuser gegenüber. Der gelbe Teil, wo geduscht wird, wo Räume den Mitarbeitern dienen, findet sich die Farbe der Nachbar-Tischlerei wieder.“ Aber im Grunde habe er sich von den Farben der hiesigen Rasenmäher inspirieren lassen“, sagte Simonsen augenzwinkernd. Auch im Namen des Bauleiters und Architekten, Kay Urban, übergab er einen Metall-Würfel mit der Jahreszahl 2014. Verpackt mit dem Spruch: „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.“

Wilhelm Löhe (1808-72)
Er war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe. In Neuendettelsau gründete er 1854 ein Diakonissen-Mutterhaus und schuf so zahlreiche Hilfsangebote für Menschen in Not. 1859 gründete er die Gärtnerei der Diakonie Neudettelsau, die auch Gemüse lieferte.

 



Thomas Hoppe

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