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Neubukow Endspurt fürs Fotofestival
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Endspurt fürs Fotofestival
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00:00 26.10.2017
Die Mühlendammschleuse in Rostock ist stillgelegt. Hier breitet sich die Natur wieder aus. Quelle: Foto: Dorothea Vogel
Neubukow/ Bad Doberan

Eine kleine Kamera hat Ulrich Wendt immer bei sich. Egal, wo der Neubukower gerade unterwegs ist, ob in Rerik, Am Salzhaff oder in der Schliemannstadt – ein gutes Motiv kann sich jederzeit ergeben. Der Hobbyfotograf macht zum dritten Mal beim Fotofestival „Grenzgänger – Zwischen Wildnis und Menschenwerk“ mit. Noch bis Montag, 30.

Bis Montag können noch Bilder eingereicht werden / Neubukower macht zum dritten Mal mit

Oktober, kann jeder Fotos einschicken, die die Interaktion zwischen Kultur und Natur, Stadt und Land, Umwelt und Architektur zeigen.

Seine erste Kamera habe ihm seine Großmutter gekauft, erzählt Ulrich Wendt. „Ich habe schon von Kindheit an fotografiert. Die Bewegung und das Leben im Bild festhalten, das ist jeden Tag etwas anderes“, sagt der 68-Jährige: „Jedes Motiv hat eine andere Aussage.“ Das Thema des Festivals sei vielfältig, nennt er einen Grund, warum er wieder daran teilnimmt. „Bisher hat es ein Foto immer in die Ausstellung geschafft. Ich hoffe, dass auch dieses Mal ein Motiv bei der Jury standhält“, sagt Ulrich Wendt. Denn unter allen Einsendungen sucht eine Jury die besten 20 aus. Diese werden vom 19.

November bis 9. Dezember im Saal des Kornhauses Bad Doberan zu sehen sein. Die besten werden prämiert, zudem gibt es einen Publikumspreis. Auch die Leser der OSTSEE-ZEITUNG können ihren Favoriten wählen.

Für dieses Jahr hatte sich Ulrich Wendt schon Motive hingelegt. Eines zeigt ein Fahrgastschiff und Steganlagen auf dem Salzhaff, ein anderes eine Möwe auf einer Buhne. Der Rentner hat insgesamt zehn Fotos eingereicht – die Maximal-Anzahl pro Teilnehmer.

232 Bilder sind bisher für das Festival eingereicht worden, teilt Festivalleiter Volker Miske mit: „Wir freuen uns über die überwältigende Anzahl an Zusendungen aus ganz Deutschland. Das eigentlich ja noch junge Fotofestival ,Grenzgänger – Zwischen Wildnis und Menschenwerk’ wächst munter und wird nunmehr, in seinem dritten Jahr, langsam zu einem Leuchtturmprojekt, das hier von der Ostseeküste deutschlandweit ausstrahlt.“ Sehr viele der Einreichenden hätten Thema und Anliegen des Fotofestivals, das vom Kornhausverein veranstaltet wird, mit gutem Auge fotografisch umgesetzt.

Auch Gudrun Timm-Beese macht erneut beim Festival mit. „Ich finde das Thema interessant und fotografiere gerne. Ich freue mich, wenn meine Bilder ankommen“, sagt die Kösterbeckerin. Ihr Vater habe im Bad Filme entwickelt, da sei sie als Kind schon von der Fotografie „angesteckt“ worden. Intensiv beschäftige sie sich seit vier Jahren damit: „Vorher habe ich mehr geknipst als fotografiert.“ Zwei Fotos hat die 50-Jährige eingereicht. Eines zeigt eine Blume, die aus Beton herauswächst. „Das ist auf dem Bürgersteig vor unserer Haustür.“ Das zweite Bild ist in der ehemaligen Allende-Klinik in Rostock-Lütten-Klein entstanden. „Da war das Gelände noch nicht abgesperrt“, sagt sie. „Hier sieht man, wie die Natur in dem Gebäude wächst. Die Pflanzen suchen sich den Weg.“

Ähnliche Motive hat auch Dorothea Vogel festgehalten. Die Kritzmowerin war beim Tag des offenen Denkmals bei der Mühlendammschleuse in Rostock. „Die Schleuse ist was von Menschen gemachtes, die Natur erobert sich seit der Stilllegung alles zurück“, erzählt die 48-Jährige. Auch für sie sei die Kombination des Festivals – die Mischung aus Natur und Kultur darzustellen – interessant. Seit ihrer Kindheit fotografiere sie und war damals wie heute gerne in der Natur unterwegs. „Was schön aussah, habe ich fotografiert.“ Dabei habe sie keine herausragende Technik, sondern einfache Fotoapparate genutzt.

Die Technik spielt für das Festival keine Rolle. Ob mit Handy oder Spiegelreflexkamera aufgenommen – aufs Motiv kommt es an.

Fachjury wählt die besten 20 Einsendungen aus

10 Fotos kann jeder bis zum 30. Oktober einsenden. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Bildmaterial kann digital in einer Auflösung, die für DIN-A1- Druck geeignet ist, auf Datenträger oder per E-Post formlos – zusammen mit der Bestätigung, dass keine Rechte Dritter verletzt werden und dass das Bildmaterial zum Zwecke der öffentlichen Ausstellung, Veröffentlichung in gedruckter und elektronischer Form sowie der Fotofestival-Werbung kostenfrei zur Verfügung gestellt wird – gesandt werden an: Kornhaus e.V., Klosterhof 2, 18209 Bad Doberan sowie grenzgaenger@kornhaus-doberan.de.

20Bilder werden von einer Fachjury ausgesucht und im Saal das Kornhauses ausgestellt. Das beste Bild gewinnt den „Goldenen Turmfalken“. Auch das Publikum wählt seinen Favoriten. Zudem gibt es einen Sonderpreis des Umweltministeriums. Erstmals wird ein Schülerpreis verliehen.

Anja Levien

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