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Neubukow Feuerwehr feiert 110 Jahre
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Feuerwehr feiert 110 Jahre
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00:00 07.06.2017
Feuerwehren aus Altenhagen, Groß Siemen, Kröpelin, Jennewitz, Radegast, Satow und Rethwisch kämpften am 20. Oktober 2013 gegen die Flammen in Altenhagen. Hier brannten 1700 Strohballen – einer der größten Einsätze in der 110-jährigen Geschichte der Wehr. Quelle: Foto: Thomas Hoppe
Kröpelin

1700 Strohballen in Flammen, sieben Feuerwehren im Einsatz – der Brand in einer Lagerhalle in Altenhagen im Oktober 2013 ist einer der größten Brände, den die Freiwillige Feuerwehr Kröpelin seit ihrem Bestehen erlebt hat. Am Sonnabend feiern die Mitglieder 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr am Standort Kröpelin mit einem Tag der offenen Tür und einem Umzug durch die Stadt.

Am 2. November 1907 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kröpelin gegründet, erster Wehrleiter war Otto Gröhn, ist in der Chronik zu lesen, die zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr verfasst wurde. In dieser sind auch einige größere Einsätze festgehalten, darunter ein Feuer auf dem Gutshof Tilse in Diedrichshagen 1930 oder ein Feuer auf dem Bahnhof 1946, als ein Waggon mit Altpapier brannte.

Um die 40 Einsätze haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kröpelin jetzt im Schnitt im Jahr, sagt Michael Lübs von der Freiwilligen Feuerwehr. „Die Bergeraumbrände sind die größten Einsätze in den vergangenen zehn Jahren gewesen“, erzählt er und meint damit die Feuer in den Räumen, in denen Stroh aus der Landwirtschaft gelagert wird. Seit 1998 ist Michael Lübs aktives Mitglied in der Feuerwehr und kann sich an diese Einsätze in Kröpelin bei einer Milchviehanlage und an den in Altenhagen gut erinnern. Weitere größere Einsätze in den vergangenen Jahrzehnten seien der Brand des Wirtschaftsgebäudes auf dem Klostergelände in Bad Doberan 1979 oder der Brand des ehemaligen Stahlbades 2006 in der Münsterstadt gewesen. Den letzten Wohnhausbrand hatte die Freiwillige Feuerwehr am 28. Januar dieses Jahres in der Schwaanschen Straße, Ecke Bützower Straße in Kröpelin gehabt, berichtet Michael Lübs.

Am Sonnabend soll nun das 110-jährige Bestehen gefeiert werden. „Wir machen einen Umzug mit alter und neuer Fahrzeugtechnik und dem Spielmannszug Küste MV durch die Stadt“, kündigt Michael Lübs an.

Los geht es 10 Uhr am Bahnhof Kröpelin, die Kameraden ziehen dann mit Spielmannszug und Technik über die Bahnhofstraße, Markt, Rostocker Straße, Schulstraße bis zum Gerätehaus der Feuerwehr. Hier wird der Tag der offenen Tür offiziell um 11 Uhr eröffnet. „Die Fahrzeuge können angeschaut werden, die Technik wird erklärt. Wir haben für die Kinder eine Hüpfburg, es gibt einen Eisstand und Zuckerwatte“, zählt Michael Lübs einiges auf. Die Verkehrswacht des Landes ist mit einem Überschlagssimulator auf dem Gelände. Zudem können die Besucher eine Rauschbrille aufsetzen. Diese simuliert das Sichtfeld unter Alkoholeinfluss. „Es wird mehrere Einsatzübungen geben und wir werden öfters eine Fettbrandexplosion vorführen“, kündigt Michael Lübs an. Seit November 1997 gibt es eine Jugendabteilung in der Wehr. Auch diese zeigt am Sonnabend ihr Können und veranstaltet zudem eine Tombola zu ihren Gunsten. 30 Aktive zählt die Freiwillige Feuerwehr Kröpelin derzeit, die Gemeindefeuerwehr, die durch die Gemeindegebietsreform 2004 gegründet wurde, knapp 80. Zu dieser zählen die Ortswehren Altenhagen, Jennewitz/Diedrichshagen und Schmadebeck/Groß Siemen. Die Gemeindewehr sucht einen Wehrführer. Harald Neujahr hat das Amt kommissarisch inne, nachdem Frank Schwanitz im Oktober 2016 vom Amt zurückgetreten war. Zu einer Wahl zur Jahreshauptversammlung im Januar waren keine Vorschläge eingegangen.

Feier am Sonnabend

Zum Umzug und Tag der offenen Tür lädt die Freiwillige Feuerwehr Kröpelin ein. Um 10 Uhr beginnt der Umzug mit alter und neuer Feuer-

wehrtechnik, den Kameraden sowie dem Spielmannszug Küste MV am Bahnhof Kröpelin. Dann geht es über die Bahnhofstraße, Markt, Rostocker Straße, Schulstraße zum Gerätehaus.

11 Uhr wird der Tag der offenen Tür offiziell durch Bürgermeister Thomas Gutteck, Wehrführer Harald Neujahr und Kreisbrandmeister Mayk Tessin eröffnet. Tagsüber ist die Verkehrswacht des Landes mit einem Überschlagssimulator auf dem Gelände. Die Gäste können zudem die Rauschbrille aufsetzen und damit einen Parcours fahren. Sie können im Fielmann-Mobil ihre Sehstärke testen lassen. Zudem gibt es Hüpfburg, Eisstand, Zuckerwatte und Planschbecken (wetterbedingt).

20 Uhr beginnt der Tanz im Gerätehaus.

Anja Levien

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