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Neubukow Größte Investition 2018 für neue Schule
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Größte Investition 2018 für neue Schule
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10:28 04.01.2018
Nach dieser ersten Studie könnte die neue Grundschule (Haus mit Buchstaben) vorm Komplex der Regionalen Schule platziert werden. Der neue Hort würde sich dann zum derzeitigen Spielplatz hin erstrecken. GRAFIK: BUTTLER
Neubukow

Der Rathauschef in der Schliemannstadt, Roland Dethloff (parteilos) setzt klare Prioritäten: „Um die Grundlagen eines Grundzentrums, das Neubukow ja in allen Plänen des Landes ist, dauerhaft zu stärken und zu sichern, müssen wir bestimmte Rahmenbedingungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem die Schule. Deshalb ist es auch aus meiner Sicht wichtiger, in Richtung neuer Campus zu gucken, als möglicherweise in Richtung einer Mehrzweckhalle.

Neubukows Etat sieht für Campus-Planung 400000 Euro vor / Schul-WC werden für 45 000 saniert

Sicher möchte man so etwas haben, aber es ist nicht ausschlaggebend für das Sein oder Nichtsein einer Stadt – eine Schule schon. Sie hat einen anderen Stellenwert“.

So plant die Stadt Neubukow auch nicht von ungefähr ihren größten Haushaltsposten in diesem Jahr – 400 000 Euro – für die grundlegenden Planungen zum Neubau der hiesigen Grundschule mit Hort am Panzower Weg. Dort, wo bereits auch die Regionale Schule „Heinrich Schliemann“ ihren Standort hat. Hier wird übrigens noch in diesem Jahr ein WC-Trakt für 45 000 Euro saniert. Investitionen, die die Stadtvertreter in ihrer Dezembersitzung absegneten.

Dazu gehört auch die Sanierung der Dorfstraße Panzow, die bereits 2017 im Plan stand, sich aber wegen hinziehender Vertragsverhandlungen mit den beteiligten Windkraftbetreibern und deutlich erhöhter Baupreise verzögerte. „Mitte März soll Baustart sein“, sagt der Bürgermeister und nennt weitere für 2018 vorgesehene Investitionen: 25 000 Euro für die Planung des Kiefernweg-Ausbaus mit der Erneuerung der Straße sowie der Leitungen für Trink- und Schmutzwasser (Ausführung für 2019 vorgesehen). Gemeinsam mit dem Zweckverband Kühlung soll in diesem Jahr der vierte Bauabschnitt zur umfassenden Leitungssanierung im Fritz-Reuter-Ring (Kostenpunkt für die Stadt 145000 Euro) erledigt werden.

Von der Ecke Mühlenteich bis zur Kreuzung Reriker Straße soll 2018 der marode Malpendorfer Weg (inklusive Gehweg) für insgesamt 267000 Euro erneuert werden. Unweit davon, am Alten Spriehusener Landweg, soll ja bald ein neues Wohngebiet wachsen. Für die Vorbereitung der entsprechenden Erschließungsplanung wurden 82 000 Euro in Neubukows aktuellen Etat eingestellt. Ebenso insgesamt 139 000 Euro Anlagevermögen des Bauhofs (u.a. für neue Gerätschaften – wie einen Radlader – und eine neue Fassadengestaltung inklusive Dämmung des Bauhofgebäudes zum neuen Wohngebiet hin). Zudem soll es eine neue leichtere Bühne für städtische Veranstaltungen (15000 Euro) geben. „Insgesamt wollen wir in diesem Jahr 1365000 Euro investieren. Dabei werden wir auch rund eine halbe Million von unseren liquiden Mitteln (derzeit 2,3 Millionen Euro) verzehren“, erläutert Roland Dethloff. Ist das gut gewirtschaftet? „Wir haben bei der Einschätzung unserer dauernden Leistungsfähigkeit im entsprechenden rechnergestützten Bewertungssystem (Rubikon) des Landes ein Grün bekommen. Mehr kann man in heutiger Zeit für solch eine kleine Gemeinde, die auch noch viele freiwillige Leistungen erbringt, nicht erwarten“, antwortet der Rathauschef der OZ und beziffert diesen „nicht unerheblichen Part an freiwilligen Leistungen“ genauer. Auch in diesem Jahr gibt die Stadt unter anderen für den Seniorenklub am Markt (Volkssolidarität) 5500 Euro, für die Stadtbibliothek am Amtsgarten 25800 Euro, für das Bürgerhaus am Brink 52500 Euro, für Schulsozialarbeit leistet Neubukow einen Eigenanteil von 23500 Euro, für das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Heizhaus 56600 Euro. Für den Sport in der Stadt gibt es in diesem Jahr wieder einen städtischen Zuschuss in Höhe von 9300 Euro für die Sportanlagen in der Wismarschen Straße. Für die Vereinsförderung gibt es 5000, für Sommerfest und Weihnachtsmarkt 10000 Euro.

Das sei zusammengenommen sehr viel, aber auch gut für das gesellschaftliche Leben im Ort, betont Roland Dethloff.

Thomas Hoppe

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