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Neubukow Gute Nachricht für Jugendklub in Kröpelin
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Gute Nachricht für Jugendklub in Kröpelin
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00:00 29.08.2013
Kröpelin

„Die Schulsozialarbeit an einer reinen Grundschule können wir nicht fördern — in Kröpelin wurde sie schließlich vom nun auslaufenden Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes zu 100 Prozent finanziert“, erklärte Gabriele Hein vom Jugendamt des Landkreises in Güstrow am Dienstagabend vor den Mitgliedern des Kröpeliner Ausschusses für Soziales, Kultur, Bildung, Sport und Partnerschaften. Eine Mitteilung, die hier keinen überraschte. Eine „Aushilfe“ aus Neubukow sei verworfen worden, weil die Schulsozialarbeiterin der Regionalschule ja dann eher für die Grundschule am Hellbach gebraucht werde würde, hieß es noch. Für Kröpelin gedacht, werde das nun letztlich inhaltlich mit der Jugendsozialarbeit verbunden, sagte die Sozialarbeiterin vom Amts-Sachbereich Kinder-, Jugend- und Familienförderung weiter. Schließlich sei in den neuen Qualitätsstandards des Kreises für Jugendsozialarbeit, die Kooperation mit der Schule eines der festgeschriebenen Merkmale. Und dann kam die gute Nachricht: „Ich kann Ihnen heute sagen, dass wir für Kröpelin von einer vollen Personalstelle für die Jugendsozialarbeit ausgehen“, sagte Gabriele Hein fast etwas feierlich. Bislang hatte man in Kröpelin wegen der in der neuen Förderrichtline des Kreises festgeschriebenen Schlüsselzahlen (danach fehlten der Stadt zwölf Jugendliche) gefürchtet, dass künftig nur noch eine „halbe Stelle“ für eine Jugendsozialarbeiterin, sprich für die Leiterin des hiesigen Jugendklubs, vom Kreis anteilig gefördert werden würde. Nun wäre das Jugendamt bereit (wegen der Tendenz des Wachstums im entsprechenden Kinder- und Jugendbereich und wegen der in Kröpelin angedachten Projektleistungen auch für unter 10-Jährige) eine „volle Stelle“ (35 Wochenstunden) mit 75 Prozent zu fördern. Das wären bei Gesamtkosten von etwa 32 500 Euro im Jahr, 23 350 Euro. Kröpelin müsste nach dieser vorläufigen Rechnung dann noch 9150 Euro aufbringen. Pro voller Stelle soll es zudem vom Amt einen 2500-Euro-Sachkosten-Zuschlag geben. „Das ist auch noch eine Neuerung zum vergangenen Jahr. Im Bereich der Jugendsozialarbeit gestaltet sich das für Kröpelin finanziell besser“, sagte Gabriele Hein und ergänzte, dass die Basis für das alles eine längerfristige Leistungsbeschreibung sei, die sich an den Qualitätsstandards des Kreises ausrichtet. „Wir hoffen damit, auch eine Entwicklung in der Qualität der Jugendarbeit anregen zu können“, sagte die Jugendamtsmitarbeiterin und erklärte, dass dieser Plan dem Jugendhilfeausschuss des Kreises spätestens im November vorgelegt werde. Dort werde dann der endgültige Beschluss in dieser Sache erfolgen. Zuvor müsste natürlich die Stadtvertretung über die Kofinanzierung für die volle Stelle der Jugendsozialarbeiterin beschließen.

Thomas Hoppe

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