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Neubukow Helfen, wo Hilfe gebraucht wird
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00:01 05.12.2017
Der Diedrichshäger Friedrich Heilmann spielt gern Gitarre, auch in der Kirchengemeinde Lichtenhagen-Dorf. Dort übernahm er einige Ehrenämter. Quelle: Foto: Sabine Hügelland
Diedrichshagen-Elmenhorst

Über die Bezeichnung Ehrenamt denkt Friedrich Heilmann nicht nach, er packt einfach mit an. Als er vor drei Jahren aus dem brandenburgischen Erkner nach Diedrichshagen bei Rostock zog, blieb es nicht lange bei dem Vorsatz: „Endlich ausatmen, denn wir sind ja aus dem vollen Galopp hier hergekommen.“ Der 64-Jährige erzählt, dass er und seine Frau nur wenige Monate nach ihrem Umzug im Gospelchor mitsangen. „Die Kirche, die Pastorin, die Herzlichkeit der Gemeindemitglieder, wie die Lieder gespielt werden – all das passte gleich gut zu uns.“ Dann wurde er Mitglied im Kirchengemeinderat – und ein fester Bestandteil der 900-Christen-Gemeinde.

Als Heilmann sah, dass es dem kirchgemeindlichen Internet-Auftritt an Aktualität fehlte, bot er seine Hilfe an. „Ich war in Erkner 15 Jahre Webmaster im Pfarramt“, erklärte er. Der Dame, die das zuvor machte, fehlte die Zeit dafür und schon war Friedrich Heilmann im ersten Ehrenamt zuständig für die Internetseite und später für die ganze Öffentlichkeitsarbeit.

Die Verbundenheit zu Diedrichshagen ist über die Jahre gewachsen: Das Ehepaar besitzt hier bereits seit 1999 ein Haus. Jedes Jahr verbrachten sie ihren Urlaub seitdem an der Küste: „Wir besuchten die Gottesdienste in der Umgebung. In der Kirchgemeinde Lichtenhagen-Dorf fühlten wir uns gleich wohl“, sagt der Diplom-Physiker. Das Paar hat drei Kinder, vier Enkel und auch Frau Heilmann bekleidet Ehrenämter. Nun bahnt sich ein großes Projekt an, von dem später auch die Kommune, Vereine und andere profitieren werden: „Die Lichtenhäger Pfarrscheune von 1895 mit 800 Quadratmetern auf zwei Ebenen, wird zu einem Kommunikations- und Begegnungszentrum ausgebaut mit Unterstützung der Kommune“, sagt Heilmann.

Die Idee im Kirchen-Ensemble besteht seit 2011, doch es fehlte bisher an einem Ansprechpartner, bei dem die Fäden zusammenlaufen. „Es gibt schon lange einen Scheunenausschuss, den jedoch nie jemand leitete“, beschreibt Heilmann. Es lag nahe, dass er diese Aufgabe übernahm, besitzt er doch Erfahrung im Bereich Bauprojekte und Energieberatung: „Ich bündle nun und mache die notwendigen Arbeiten.

Ich habe ja Zeit dafür.“

Insgesamt 1,6 Millionen Euro kostet der Umbau, „der ein Klima-Vorzeige-Projekt und barrierefrei werden soll.“ Die Nordkirche plant in ihren Gebäuden bis 2050 CO2-neutral zu sein. „Am 3. April 2018 ist Baustart. Bis zum Herbst soll die Hülle und ein Teil ausgebaut sein.“ Wenn Friedrich Heilmann davon berichtet ist seine Leidenschaft für das Projekt spürbar. „Allerdings benötigen wir dringend noch Spendengelder“, betont Heilmann.

Tag des Ehrenamtes

Der 5. Dezember ist der Internationale Tag des Ehrenamtes. Das Ziel des Gedenk- und Aktionstages ist die Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements.

Im Landkreis gibt es 165 Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt ca. 6550 Kameraden und Kameradinnen. Davon 1400 im Jugendbereich (6-18 Jahre). In den Katastrophenschutz-Einheiten (Sanitätszüge, Betreuungszüge, und Wassergefahrengruppen) wirken ca. 150 Helfer anderer Organisationen mit.

Rund 25 000 Menschen, davon etwa 8000 Kinder und Jugendliche, sind in Sportvereinen aktiv, mit mehr als 1000 ehrenamtlichen Übungsleitern.

In der Integrationsarbeit engagieren sich Hunderte Männer und Frauen.

Sabine Hügelland

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