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Neubukow Hengstenplatz: Bis Ende August soll Areal erschlossen sein
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Hengstenplatz: Bis Ende August soll Areal erschlossen sein
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00:05 12.05.2017
Der Kanalbau für das neue Wohn- und Gewerbegebiet „Am Hengstenplatz“ ist in vollem Gange. Quelle: Foto: Thomas Hoppe

Dreizehn Grundstücke zur Wohnbebauung werden derzeit auf Neubukows neuestem Bauplatz erschlossen. Bis zum 30. August, vielleicht sogar noch eher, sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Darüber und was das im Detail bedeutet, informierten am vergangenen Dienstagabend Neubukows Bauamtsleiter Detlef Pigorsch und Diplom-Ingenieur Frank Klinckmann von der Rostocker Verkehrsanlagenplanung (Veaplan) vierzehn Anwohner und Interessenten im Bürgerhaus am Brink.

Bauamtsleiter und Verkehrsanlagenplaner informierten Anwohner

Bevor eine nagelneue 4,75 Meter breite Bitumen-Fahrbahn in das B-Plan-Gebiet „Am Hengstenplatz“mit Tempo-30-Zone führen wird, muss die in Neubukow bereits komplett existierende Getrenntkanalisation – ein Rohr für Regenwasser, eins für Schmutzwasser – auch für die neuen Grundstücke an dieser Stelle fortgesetzt werden, wie der Planer erläuterte. Zudem werde hier für alle im Gebiet eine neue Trinkwasserleitung gebaut, die dann an den vorhandenen ausreichend dimensionierten Hauptstrang an der Burchardstraße angedockt werden soll. Wie auch die Versorgungsleitungen für Strom, Telefon und Gas an die in der Nähe existierenden jeweiligen Anschlüsse. „Das wird durch die Versorger eine gemeinsame Aktion werden“, betonte der Planer und kündigte an, dass nach Möglichkeit alles mit Durchörterungen (grabenlose Horizontalbohrungen) vonstattengehen solle, damit die vorhandenen Flächen nicht alle geöffnet werden müssten. Die Gasversorgung komme zum Beispiel von der Reriker Kreuzung, wo Netto-Markt mal war, unter der Kreuzung durch zum Fußweg in der Burchardstraße, unterquere dann diese Straße bis zum Grünbereich vor der Feuerwehr, um dann wohl im offenen Verbau weitergeführt zu werden, warf Detlef Pigorsch ein.

Die Umfahrung im Wohngebiet soll als 4,50 breite, gepflasterte Einbahnstraße entstehen. Sie sei so breit geplant, aufgrund der engen Radien vor Ort, damit auch die Müllentsorgung ausreichend Bewegungsraum bekomme, hieß es.

Während für die Bestandsgrundstücke kein Anschluss an die Regenwasserleitung vorgesehen sei, bekämen alle neuen Wohngrundstücke einen solchen Anschluss. Diese Entscheidung fuße auf einer hydraulischen Berechnung für dieses Gebiet, erklärte Frank Klinckmann. Wer von den angestammten Anwohnern ebenfalls einen Regenwasseranschluss möchte, könne diesen beantragen. Die Bürgerfrage, ob es in absehbarer Zeit denn einen Anschlusszwang geben könnte, beantwortete der Bauamtsleiter so: „Im Moment nicht. Das hängt von der Satzung des Zweckverbandes ab, in dem Neubukow nur ein Mitglied von vielen ist. Wenn die Versickerungsfähigkeit gegeben ist und das eigene Grundstück groß genug ist, muss man das Regenwasser derzeit auf eigenem Grundstück versickern, weil es ökologisch sinnvoller ist, als Regenwasser zu transportieren.“ Die Schmutzwasserversorgung werde trotz der Leitungserneuerung jederzeit für die Anwohner funktionieren, versicherte der Bauamtsleiter weiter. Ihre Mülltonnen würden durch Mitarbeiter der Baufirma am Abholtag vom Grundstück zum Wendehammer und zurück gebracht, ergänzte der Planer.

Welche Postanschriften die neuen Bewohner am Hengstenplatz haben werden, sei noch nicht geklärt, hieß es.

Bauberatungen sollen hier jeden Mittwoch (die erste am 17. Mai) um 10 Uhr im Bauwagen am Bauhof stattfinden. Anfragen können auch direkt im Neubukower Bauamt gestellt werden.

Thomas Hoppe

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