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Neubukow Kröpelin: In Zentrumsnähe sollen drei Neubauten wachsen
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Kröpelin: In Zentrumsnähe sollen drei Neubauten wachsen
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00:05 12.12.2017
Diese Fotomontage mit dem Zentrum Kröpelins (rund um die Stadtkirche) zeigt die geplanten Neubauten nach dem Abriss des einstigen Lokals in der Hauptstraße 1 – es sind die drei hellen Gebäude in der Bildmitte. Quelle: Foto: Privat
Kröpelin

„Wir haben schon guten Zuspruch. Die Leute finden das alle natürlich gut, dass da endlich was passiert und dass das alte Gebäude verschwindet und was Neues dahin kommt. Zur Straße hin versuchen wir, den für Kröpelin typischen Baustil wieder hinzukriegen – mit Gauben oben drin und dem hier üblichen Zweieinhalbgeschosser“, erklärt Sebastian Brüsehafer. Der 34-Jährige ist der Bauherr von drei Neubauten, die die einheimische Dombrowski Bau GmbH an der Stelle der alten Gaststätte in der Hauptstraße 1 errichten will.

Die Dombrowski Bau GmbH will bis ins Jahr 2019 hinein an Kröpelins Hauptstraße einen Komplex mit altersgerechten Wohnungen errichten.

Schon seit rund zehn Jahren ist „Küsters Gaststätte“ geschlossen, wie das Lokal an dieser Stelle seit der Wende hieß. Davor hatte hier die DDR-Handelsorganisation (HO) ein Lokal namens „Einheit“

betrieben. Auch eine Fahrradreparatur hatte es hier gegeben, wie sich der Kröpeliner Herbert Boldt erinnert. Er sagt: „Es ist gut, dass der Dombrowski das hier anfässt“.

„Mit dem Abriss des Komplexes soll Anfang des Jahres 2018 begonnen werden und dann könnte es unmittelbar mit dem Neubau weitergehen. Bis zur Fertigstellung brauchen wir bestimmt zwei Jahre“, sagt Sebastian Brüsehafer. Errichtet werden sollen ein Wohn- und Geschäftshaus (direkt an der Hauptstraße) und dahinter zwei Häuser mit insgesamt 18 Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen mit Aufzug, Balkonen oder Terrassen. Vorgesehen sind zudem Pkw-Stellplätze und ein zusätzlicher Abstellraum für jede Wohnung sowie ein gemeinschaftlicher Fahrradraum.

„Nach den Zeichnungen, die wir gesehen haben, wird das eine sehr gute Sache – vor allen Dingen das Wohnen in Zentrumsnähe, in bezahlbaren, nicht zu großen Wohnungen ist sehr gefragt. Über Jahre hatte die Stadt auch ein paar Schwierigkeiten mit der Sicherung dieses Objektes – also wir begrüßen das schon sehr“, sagt Kröpelins Bauamtsleiter Rüdiger Kropp zu diesem Projekt und ergänzt: „Schön ist es auch, so haben wir es nach den ersten Entwürfen gesehen, dass der charakteristische Torbogen erhalten bleiben soll. Das war ja ganz typisch und prägend für dieses Gebäude“. Er hörte sogar von der Möglichkeit, dass das uralte Metalltor mit den Abkürzungen für die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) und der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) erhalten werden könnte. „Um Gottes willen!“, sagt dazu allerdings der Bauherr und erklärt: „Der Torweg kommt wirklich wieder da hin, er wird allerdings an die heute geltenden Ausmaß-Vorschriften, zum Beispiel für Feuerwehrzufahrten, angepasst – also er wird vergrößert. Ein Tor kommt wegen der vielen Parkplätze, die dahinter entstehen werden, nicht wieder rein“. Diese Wohnanlage ist das erste große Projekt von Sebastian Brüsehafer in seiner Heimatstadt. Und der verheiratete Vater von zwei Kindern sagt dazu: „Man sollte schon was tun für unsere kleine Stadt, bevor sie einschläft und hier kaum noch jemand wohnt“.

Thomas Hoppe

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