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Kröpelin wägt Position zu Brusow ab

Kröpelin Kröpelin wägt Position zu Brusow ab

Unterschiedliche Voten von Bau- und Hauptausschuss. Stadtvertreter sollen am 4. September entscheiden.

Kröpelin. Der Windkraftanlagenbau bei Brusow beschäftigt die Gemüter der Stadt und ihrer Ortsteile weiter. So müssen sich am 4. September Kröpelins Volksvertreter mit voneinander abweichenden Ausschussbeschlüssen auf eine weitere Stellungnahme ihrer Stadt zum Energie-Kapitel des Regionalen Raumentwicklungsprogramms einigen.

Kröpelins Bauausschuss hatte klare Kante gezeigt und war bei seiner Sitzung am 18. August im Prinzip bei der Ablehnung eines Windkrafteignungsgebietes vor Brusow geblieben: Er empfahl, die bisherige Begründung (auch mit formaler Kritik und der Beschwerde über die von der Planungsgruppe verwendeten Kartenmaßstäbe von 1: 100 000 und 1: 300 000) mit dem Hinweis zu ergänzen, dass Kröpelin Schwierigkeiten mit den Fahrten zur Errichtung der Baustraße und mit den Transporten der Trudelmischer für die Windmühlenfundamente gehabt hätte. „Auch bei der Beseitigung der Schäden haben wir leider schlechte Erfahrungen gemacht“, sagte Bauamtsleiter Rüdiger Kropp. Fazit: Die verkehrstechnische Erschließung des Baugebiets für bislang zwei Pilotanlagen sei nicht gesichert.

Dabei beschäftigte sich das Bauamt Kröpelins sogar mit der Möglichkeit, dass noch zwei weitere Anlagen auf das rund 40 Hektar große neue Windkrafteignungsgebiet vor Brusow kommen sollten. Nachdem die Kröpeliner sich eine Karte mit nachvollziehbarem Maßstab besorgt hatten (der Planungsverband hatte gepasst), schlussfolgerte Rüdiger Kropp vor dem Hauptausschuss am 20. August, dass auf das vorgesehene Terrain höchstens noch eine dritte Anlage der bisherigen Dimension passe. Zuvor hatte Hauptausschussmitglied Thomas Wendt (SPD) unterstrichen, dass es im Planverfahren nicht darum ginge, ob man mit einem Anlagen-Hersteller oder -Betreiber schlechte Erfahrungen gemacht habe. Künftig sollte der Planungsverband aber auch die bautechnische Erschließung von Windenergiegebieten festschreiben. Stadtvertretervorsteher Veikko Hackendahl (CDU) betonte, dass klar sein müsse, wenn Kröpelin seine Argumente gegen das Windkrafteignungsgebiet vorbringe, müsse die Stadt eine mögliche Zurückweisung dann auch mit einer Klage vor Gericht beantworten: „Wer A sagt, muss auch B sagen“. Guido Winkler nannte es Kindergartenlogik, wenn er vom Planungsverband lesen müsse, dass sich ein neuer Windpark „gut in die Landschaft“ einfüge: „Das können wir doch so nicht stehen lassen!“ „Aussagen, wo und inwieweit wir unsere Wohnbauflächen ausdehen, stehen dem Planungsverband nicht zu“, ergänzte der Vertreter der Freien Wähler Schließlich kamen ins Protokoll der Hauptausschussitzung 3 Abstimmungsvarianten: Nur einer stimmte für die Unterstützung des Bauausschuss-Votums, bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Zwei sprachen sich für Abwägungskritik an den Kartenmaßstäben und der Erschließung aus — bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung. Die Konzentration auf Fragen der verkehrstechnischen Erschließung bekam eine Ja- und eine Gegenstimme, sonst nur Enthaltungen.

 



Thomas Hoppe

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