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Neubukow Ladesäule für E-Auto am Markt?
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Ladesäule für E-Auto am Markt?
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00:00 21.10.2017
Ladesäule für E-Autos: Kröpelin diskutiert, ob eine am Markt errichtet werden soll. Quelle: Foto: Woitas/dpa
Kröpelin

Ob am Markt in Kröpelin eine Ladesäule für Elektroautos (E-Autos) gebaut werden soll, darüber sollen die Stadtvertreter entscheiden. Der Hauptausschuss sowie der Bauausschuss haben das Vorhaben jedoch abgelehnt.

Auf Initiative der Firma Edis habe die Stadt einen Fördermittelantrag gestellt, erläutert Bürgermeister Thomas Gutteck (parteilos) während des Hauptausschusses. Die Stadt müsse Eigenmittel in Höhe von 6700 Euro beisteuern und die Ladesäule bewirtschaften. Diese sei für zwei E-Autos vorgesehen, sei aber keine Schnellladesäule. „Vier bis sechs Stunden müssten die Autos ihre Stecker drin haben. Es ist nicht möglich, E-Bikes anzuschließen“, informiert Thomas Gutteck.

Der Bauausschuss habe das abgelehnt, teilt Vorsitzende Karin Reichler (CDU) im Hauptausschuss mit. Wer von A nach B wolle, müsse sechs Stunden an der Säule laden. Thomas Gutteck weist darauf hin, dass es sich hierbei um ein Angebot von einem Unternehmen handle. Es gebe aber auch Schnellladesäulen, für die man ebenfalls eine Förderung bekommen könnte. „Wir müssen uns um weitere Angebote kümmern.“ Zwar gebe es bisher erst 40 000 E-Autos in Deutschland, aber wenn mehr Ladesäulen angeboten werden, würde auch der Bestand zunehmen. Das derzeitige Angebot sei für die Stadt allerdings nicht wirtschaftlich.

„Wir wohnen hier auf dem Land. In einer Großstadt mag das sinnvoll sein. Wer hier ein E-Auto hat, hat seine Ladestation im Haus“, sagt Guido Winkler (FWG). Bauamtsleiter Rüdiger Kropp weist darauf hin, dass es unter diesen Bedingungen auf dem Markt gar nicht funktionieren würde, da zu wenig Stellplätze vorhanden seien. „Es ist nicht lukrativ und nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt er zum Angebot. Da es unterschiedliche Meinungen zum Thema gebe, soll eine Beschlussvorlage erarbeitet werden, über die dann die Stadtvertreter entscheiden. al

OZ

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