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Neubukow Neubukow schafft Platz für Wohnungen
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Neubukow schafft Platz für Wohnungen
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00:00 14.10.2017
Neubukow

Ob Supermarkt oder Wohnhaus: Neubukow wächst. Auf der Einwohnerversammlung am Donnerstagabend gab Bürgermeister Roland Dethloff den etwa 30 interessierten Neubukowern einen Überblick über das Baugeschehen in der Stadt. Vor allem die Schaffung von Wohnraum sei ein großes Thema geworden. Mit der Erschließung des Gebietes „Am Hengstenplatz“ entstehen 13 Grundstücke. In der Nähe der Reriker Straße könnten weitere 15 Wohnbauflächen erschlossen werden. „Wir haben schon über einen längeren Zeitraum eine konstante Bautätigkeit in den Bereichen Infrastruktur, gewerbliches Bauen und Wohnbebauung in der Stadt“, sagt der Bürgermeister. Unter anderem seien im Tannenweg, am Mühlentor oder im Malpendorfer Weg Kanäle verlegt und Straßendecken erneuert worden. Auf der Agenda stehe unter anderem noch der Kiefernweg und die Dorfstraße nach Panzow. In etwa drei Jahren würden in Neubukow dann seit 1990 alle Straßen und Kanäle erneuert worden sein.

Durch den Bau der Seniorenwohnanlage des Deutschen Roten Kreuzes an der Wollenweberstraße und durch Initiative von privaten Vermietern sei Neubukow jetzt in der komfortablen Situation, seniorengerechtes Wohnen anbieten zu können. „Das ist für die Stadt wichtig, um ältere Bürger hier zu halten“, sagt Roland Dethloff in Bezug auf die Situation vor acht Jahren, als ältere Bürger wegzogen, weil es keine barrierefreien Wohnungen gegeben habe.

Zur rechten Zeit habe die Stadt das Gebiet „Am Hengstenplatz“ im Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 10 realisiert. Die Erschließung am Gartenweg konnte dieses Jahr umgesetzt und beendet werden. Von den 13 Grundstücken seien acht verkauft und drei reserviert, teilt der Bürgermeister mit. „Das nächste, was ansteht, ist das B-Plan-Gebiet ,Am alten Spriehusener Landweg’.“ Hier sollen 15 Wohnbauflächen entstehen. „Wir haben hierfür auch schon Anfragen.“ Der Abwägungsbeschluss ist gefasst. Im Dezember könnte der Satzungsbeschluss gefasst und der B-Plan im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Die Stadtvertreter müssen hier noch entscheiden, ob die Stadt das Wohngebiet selbst erschließt und vermarktet oder ob es einen Erschließungsträger geben wird. Werden weitere Grundstücke benötigt, könnte dieses Wohngebiet auch noch erweitert werden, so Roland Dethloff. Wie schon mal angedacht, könnten auch an der Büschmühlener Chaussee Wohnbauflächen entstehen.

Auch in die Supermärkte wurde in den vergangenen Jahren investiert. Neubauten von Norma und Netto an der Wismarschen Straße, im Ostteil der Stadt baut Aldi derzeit an der Straße Kröpeliner Tor neu.

„Der Neubau wird voraussichtlich im Februar fertig sein. Dann wird der Rewe-Markt abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet“, kündigt Roland Dethloff an. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass oft gefragt werde, ob Neubukow so viele Marktflächen verkrafte und merkte an, dass nicht nur die Neubukower hier einkauften, sondern auch die Urlauber, die private Unterkünfte gemietet hätten, sowie Reriker und Kühlungsborner, die in der Saison die Schliemannstadt für ein entspanntes Einkaufen nutzten.

Was mit dem alten Aldi-Gebäude am Kröpeliner Tor passiere, müsse noch geklärt werden, so der Bürgermeister. Die Stadt sei mit Aldi in Gesprächen. Der Wunsch: Ein kleines Einkaufszentrum für Textilien und Schuhe, für die Produkte, die in Neubukow noch fehlten. „Wir haben Gespräche geführt, das Interesse war aber eher verhalten.“

Anja Levien

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