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Neubukow schwört auf seine Sirenen

Neubukow Neubukow schwört auf seine Sirenen

Alarmgerät kommt vom Deutschen Haus runter, aber nicht weg. Stadtverwaltung hat Umsetzungsauftrag ausgelöst.

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Auch auf einem Wohnblock im Lindenweg steht ein Signalgeber.

Quelle: Thomas Hoppe

Neubukow. Kfz-Meister Rüdiger Klatt kann nicht verstehen, dass die Sirene vom Dach des Deutschen Hauses auf einen Mast an der Festwiese im Panzower Landweg umgesetzt werden muss: „Das Ding macht doch für die vier Leute, die hier oben wohnen, keinen Sinn. Das ist im Neubaugebiet vielleicht anders.“ Zudem sei für ihn das Alarmgerät „ein Relikt aus ganz alten Zeiten“, heutzutage gebe es doch andere Medien, wie Radio oder Internet, über die die Leute gewarnt werden könnten, gibt der Anwohner der Wismarschen Straße/Ecke Panzower Landweg zu bedenken. Und der 43-Jährige denkt auch an die „Natur, die noch in der Anlage an der Festwiese drin ist, wie Vögel und so“ und sein Fazit lautet deshalb: „Das Ding ist hier komplett fehl am Platze!“ Auch andere direkte Anwohner des neuen Sirenenstandorts meinen das. Sie befürchten, dass sie bei Alarm aus dem Bett fallen. Doch die Sache ist entschieden, wie es gestern dazu im Neubukower Rathaus heißt. „Der Auftrag ist raus. Die Umsetzung kostet rund 5000 Euro“, sagt Bürgermeister Roland Dethloff (parteilos).

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Vom Deutschen Haus kommt sie runter an den Panzower Landweg.

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Und der Gemeindewehrführer, Ralf Winter, der auf den Erhalt der jetzt vier Sirenenstandorte in Neubukow pocht, gibt den unmittelbaren Anwohnern sogar Entwarnung: „Bürger die nahe einer Sirene wohnen, die werden es eher leiser, als lauter haben: denn der Schall geht nämlich über sie hinweg.“ Ansonsten erklärt Ralf Winter die Notwendigkeit des Erhalts der Sirenen so: „Zum einen haben sie immer noch einen Katastrophenschutzwarncharakter. Aber vor allem helfen diese Geräte der Feuerwehr bei der sicheren Alarmierung. Es gab und gibt nämlich immer mal wieder auch Probleme mit dem digitalen Meldenetz. Es gab hier schon Ausfälle. Wir brauchen die Sirenen.“

Früher hätte es in Neubukow viel mehr Sirenen gegeben, im Fritz-Reuter-Ring, am Panzower Weg, in der Reriker Straße und auf der Gronau-Schule (hier ist sie noch zu sehen, aber sie ist vom Meldenetz getrennt). Heute existieren noch drei entlang der B 105 und eine auf einem Wohnblock im Lindenweg. Die Sirene auf dem Bauhof lässt sich vorn bei der Feuerwehr auslösen, die auf dem Rathaus, auch im Gebäude, und die dritte wird nun versetzt. Alle werden im Falle eines großen Alarms von der Leitstelle des Kreises angesteuert.

Grundsätzlich könnten die Alarmgeräte nur auf kommunale Gebäude gesetzt werden, wie früher auch das Deutsche Haus mal eins gewesen war. Nun will der neue Eigentümer des Gebäudes in der Wismarschen Straße das Dach erneuern — unmittelbar neben dem Alarmgerät entsteht gerade eine neue Gaube — und die Sirene muss weichen. „Die einzige Möglichkeit, die wir haben, die Alarmierungsstrecke entlang der Bundesstraße zu erhalten, ist ein Mast an der Festwiese im Panzower Landweg, ein paar Meter weiter“, erklärt Ralf Winter. Der Wehrführer rechnet dazu noch vor, dass im Jahr bei durchschnittlich 35 Feuerwehreinsätzen und vielleicht zwei Probealarmen insgesamt höchstens vierzig Mal die Sirenen aufheulen würden. Grundsätzlich gelte aber: „Wenn die Sirene geht, dann ist auch was,dann ist Alarm!“

Bürgermeister Roland Dethloff deutet dazu allerdings kritisch an, dass allein durch die jetzt üblichen Sirenentöne niemand Genaueres erfährt, was passiert sein könnte.

Bürger die nahe einer Sirene wohnen, die werden es eher leiser, als lauter haben: der Schall geht nämlich über sie hinweg.“Ralf Winter, Gemeindewehrführer

Thomas Hoppe

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Sirene auf dem Bauhofdach l�sst sich vom Feuerwehrhaus steuern.

In Neubukow (Kreis Rostock) will man sich nicht allein auf die digitale Alarmierung im Notfall verlassen.

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