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Rennpiste macht Rakower rasend

Rakow Rennpiste macht Rakower rasend

Bürger: Straßenbauer arbeiteten prima, doch zu viele Autofahrer missbrauchen jetzt die perfekte L-12-Trasse.

Rakow. „Wir machen uns alle Sorgen um unsere Kinder und um unsere Bürger, weil zurzeit hier so gerast wird“, lautete der eindringliche Appell des Bürgermeisters der Gemeinde Am Salzhaff, Jürgen Weymann, den er bereits in der Gemeindevertretersitzung Ende Juli an die Öffentlichkeit richtete und vorgestern Abend wiederholte. Auch die 14 Gäste der Mittwochsitzung stimmten ihm quasi zu. Als er sie fragte, ob das jemand anders sehen würde, schüttelten mehrere den Kopf. Manche forderten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.

„Das bewegt und alle!“, betonte Jürgen Weymann und pochte darauf, dass sich da endlich etwas ändern müsse — „auch runter nach Teßmannsdorf“. Er bezeichnete diese Forderung als ein Ergebnis der Gemeindevertretersitzung, was alle anwesenden Volksvertreter akzeptierten. Vizebürgermeister Hans-Adolf Barck, Rakower Anwohner der Landesstraße 12, die vor anderthalb Monaten von Neubukow bis zur Kreisgrenze hinter Klein Strömkendorf erneuert worden war, pflichtete Jürgen Weymann bei. „Unsere Straße ist so was von einer Rennstrecke geworden, das ist nicht mehr schnell sondern superschnell“, sagte er nicht anerkennend, sondern warnend. Denn wenn Kinder mit ihren Fahrrädern aus dem Haffweg auf die L12 rollen würden, könne kein Raser mehr reagieren, sagte der Rakower. Er sprach sogar von 100, 120 Stundenkilometern, auf die die Rücksichtslosen auf der neuen Piste beschleunigen würden. Selbst Fahrer von Müllunternehmen und Busfirmen wären wohl dank der frisch asphaltierten Straße auf den Geschwindigkeitsgeschmack gekommen, heißt es. Es würde immer wieder mit Affenzahn und sogar mit Telefon am Ohr das Gefährt rasant durch den Ort gelenkt.

„Das ist eine ganz schlimme Sache!“, fasste Jürgen Weymann zusammen und baut nun auf die Kontrollorgane und verstärkte Geschwindigkeitsmessungen.

Doch dafür müssen sich die Bürger und ihre Gemeinde mit ihrem Anliegen an das Ordnungsamt des Landkreises wenden.

Auch das Amt Neubukow-Salzhaff würde ihre Beschwerden dorthin weiterleiten, sagte dazu gestern die hiesige Hauptamtsleiterin Anke Nausch. Sie hörte gestern erstmals durch die OZ-Anfrage von der Raserei am Salzhaff.

Das Neubukower Ordnungsamt kümmere sich im Übrigen eher um den den ruhenden Verkehr.

Wie Lutz Freier, Sachgebietsleiter Straßenverkehr im Landratsamt in Güstrow, zu der Angelegenheit gestern am OZ-Telefon noch zu bedenken gab, gebe es subjektives und objektives Geschwindigkeitsempfinden: „Und das klafft insbesondere an neugebauten Straßen oftmals auseinander“. Wenn der Verkehr komplett geregelt sei — nach gelben Ortstafeln gelten ohne weitere Regelung 50 km/h — sollte man sich bei vermeintlichen Verstößen an das Ordnungsamt des Kreises oder die Polizei wenden. Die initiierten dann im Rahmen ihrer Möglichkeiten entsprechende Überwachungsmaßnahmen.

Bei der Polizei in Bad Doberan ist bis gestern kein „Raserschwerpunkt“ Landesstraße 12 in und um Rakow herum erkannt worden. Beschwerden aus der Gemeinde Am Salzhaff in dieser Sache seien bislang auch nicht bekannt, hieß es.

 

Thomas Hoppe

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