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Schützenzunft vor ihrem 345. Jahr

Kröpelin Schützenzunft vor ihrem 345. Jahr

Ältester Kröpeliner Verein startet 2018 mit Neujahrsschießen am 6. Januar / Insgesamt zählt er 60 Mitglieder

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Nach der Neugründung der Zunft im Jahre 1992 verbanden die Kröpeliner das alljährliche Schützenfest mit einer Stadtparty. Der Schützenkönig wurde von den anderen Zunftmitgliedern in das Stadtzentrum begleitet, dort wurde unter Anteilnahme der Bevölkerung Salut geschossen. Am Nachmittag begann die große Feier im Stadtholz.

Quelle: Foto: Archiv

Kröpelin. Auch so ist Geschichte: Der Enkel, mittlerweile 71 Jahre alt, hat eine Festschrift zum 325. Geburtstag der Kröpeliner Schützenzunft von 1998 vor sich liegen und zeigt auf ein Foto seines Opas mütterlicherseits, Webermeister Peter Lange, der 1898 Kröpelins Schützenkönig war.

OZ-Bild

Ältester Kröpeliner Verein startet 2018 mit Neujahrsschießen am 6. Januar / Insgesamt zählt er 60 Mitglieder

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Und Anlass dieser Szenerie mit Schützenbruder Paul Schlutow ist der bevorstehende 345. Jahrestag der Schützenzunft von Kröpelin im kommenden Jahr (siehe nebenstehendes kleines Foto).

„Ich freue mich, dass ich auch noch ein Schützenfest erleben durfte, wie es unsere Vorfahren gefeiert haben“, sagt Paul Schlutow, der von 1999 bis 2008 Rathauschef von Kröpelin war. „Als Bürgermeister wurde ich früh um sieben vom Spielmannszug vor der Haustür geweckt. Dann zog die Blaskapelle durch die Stadt, holte den amtierenden Schützenkönig von zu Hause ab. Uli Dombrowski war damals der Vorsitzende des Festkomitees. Die Stadt war geschmückt, es kamen Gastvereine“, erinnert sich Paul Schlutow und bedauert, dass es keine großen Schützenfeste in Kröpelin mehr gibt: „Es kam auch eine Abordnung der polnischen Patengemeinde aus Wloszakowice mit Fahne und Spielmannszug – wir verbanden damals alles mit einem Stadtfest. Und das ist auch nur gemeinsam mit der Kommune zu realisieren. Als das große Schützenfest wegfiel, fiel auch das Stadtfest in Kröpelin weg. Dabei war der Festplatz im Stadtholz unten doch jahrhundertelang Festplatz gewesen. Ich würde mir wünschen, dass das noch mal was wird. Ohne das alles ist es doch schade, wirklich schade auch für die Kröpeliner“.

Zur anderen Seite dieser Medaille gehört, dass nun die Vereinsgelder statt für ein großes Fest für die Sanierung des Vereinshauses genutzt wurden: „Im letzten Jahr haben wir rund 7000 Euro für Werterhaltung eingesetzt. Alle Arbeiten haben wir in erster Linie von Kröpeliner Handwerkern machen lassen. Der Fußboden musste komplett neu aufgebaut werden, weil er Feuchtigkeit gezogen hatte, die Scheiben mussten gemacht werden und das Fachwerk, wo Balken ausgewechselt werden mussten. Von unseren 12 000 Euro Vereinseinnahmen wurde der Großteil dafür investiert“. Das Vereinslokal stehe weiter auch auswärtigen Gästen offen: „Das Eingucken ist gewünscht“, betont Paul Schlutow. Geselligkeit biete der Verein auch. Derzeit zähle die Zunft 60 Mitglieder – bei einem Jahresbeitrag von 110 Euro. Neu ist seit diesem Sommer, dass Kröpelins Schützenzunft unter Ältermann Ralf Ohde Mitglied im Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V. ist. Von der Reservisten-AG der Bundeswehr (RAG) habe man sich verabschiedet. „Laut Einigungsvertrag wurde die NVA doch aufgelöst, so konnte unser Verein eigentlich gar kein Mitglied sein“, meint dazu Paul Schlutow. Die Zunft gehöre in den Schützenbund, da sei man auch wieder eingebunden bis hin zu entsprechenden Wettbewerben.

„Das Sportjahr 2018 beginnt mit unserem Neujahrsschießen am 6. Januar in Kröpelin. Nach Rostock werden wir zu einem Wettbewerb des Sportschützenbundes fahren. Der Herrentag wird begangen , wie auch die Tradition des Schützenfestes zu 100 Prozent weitergeführt – im Vereinsgebäude, inklusive Königsempfang“, erklärt Paul Schlutow weiter und betont, „über Gäste freuen wir uns immer“. Insgesamt gebe es rund 20 Veranstaltungen.

„Der Schützenverein der bleibt!“, unterstreicht Paul Schlutow und begründet das auch mit der sportlichen Heimat, die die Zunft biete: „Wer Biathlon guckt, erkennt, dass man nicht immerzu eine Zehn schießt. Atmung und Augen müssen zusammenspielen. Schießen ist ein Sport.“

Im Internet unter www.schuetzenverein-kroepelin.jimdo.com

Thomas Hoppe

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