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Sonnenkraftwerk steht im Regen

Kröpelin Sonnenkraftwerk steht im Regen

Kröpelin: Eine bereits Ende Juni 2012 fertiggestellte Photovoltaikanlage ist immer noch nicht am Netz.

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Gestern im Regen: Auf insgesamt 1500 Pfählen sollen hier in Kröpelin rund 28 000 Quadratmeter Photovoltaikmodule montiert sein.

Quelle: Thomas Hoppe

Kröpelin. Gestern strömte nur der Regen über die tausenden Photovoltaikmodule am Rande des Kröpeliner Gewerbegebietes „Südwest“ — Strom von ihnen kam wieder nicht ins Netz. Und das seit einem Jahr! Davon hatten die Mitglieder des Kröpeliner Bauausschusses erfahren, nachdem ihr Vorsitzender Thomas Gutteck (SPD) den Bauamtschef Rüdiger Kropp gefragt hatte, ob denn nun die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Anlage überwunden seien.

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Kröpelin ist am Gewinn beteiligt und natürlich fehlt uns jetzt der Sommer.“Thomas Gutteck, Bauausschuss-Chef

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„Laut Auskunft von Herrn Kropp ist die Anlage immer noch nicht in Betrieb. Es fehlt wohl ein Anschluss von Eon-edis. Das ist ärgerlich, denn die Stadt hat ja eine Gewinnbeteiligung und natürlich fehlt uns jetzt der Sommer“, sagte Thomas Gutteck gestern zur OZ.

Dabei war am Anfang alles ruck, zuck gegangen. Zur damals von der Thermovolt AG geplanten Kröpeliner Photovoltaik-Anlage hatte immerhin deren Geschäftsführer Torsten Dahl vor fast anderthalb Jahren den hiesigen Stadtvertretern Rede und Antwort gestanden. Nach ihrem entsprechenden Beschluss vom 31. Mai, war dann gleich Anfang Juni 2012 der Vertrag Kröpelins mit der Thermovolt Verwaltungsgesellschaft mbH und Solaranlage Kröpelin KG über die Einrichtung eines 1,782 MW-Photovoltaikfeldes auf drei Hektar Stadtfläche im hiesigen Gewerbegebiet „Südwest“ unter Dach und Fach gekommen.

Bereits am 18. Juni begannen hinter der Tischlerei Timm die Bauarbeiten. Am 29. Juni, war die Baustelle von der Rostocker Goertz Energy GmbH fertiggestellt worden. Damals hieß es öffentlich, ins Netz eingespeist werde der Sonnenstrom nach ein paar Nacharbeiten und dem üblichen Probelauf spätestens Ende September 2012. Dann waren im Herbst von Unbekannten Gleichrichter gestohlen worden und anschließend lag scheinbar erstmal alles auf dem Eis des folgenden Winters. Mit Frühlingserwachen keimte dann auch in Kröpelin die Hoffnung neu, dass die Stromproduktion im eigenen Gewerbegebiet bald starten könne, denn immerhin hatte es ja geheißen, dass die Stadt hiermit jährlich bis zu 16 000 Euro verdienen könne. Kröpelins Bauausschuss erfuhr damals aus berufenem Munde, dass für diese Photovoltaikanlage „auf Weisung von Eon-edis“ von den Betreibern der Thermovolt-Verwaltungsgesellschaft Kröpelin die bisherige Stromübergabestation etwa 200 Meter verlegt werden müsse. Nach Abschluss der Arbeiten sollte die Anlage bis Ende Mai 2013 ihren ersten Strom ins Netz liefern. Offiziell waren sogar 300 000 Euro von den Betreibern als Jahresertrag aus dem Sonnenstrom in der Kröpeliner Anlage erwartet worden.

Nun heißt es wiederum von Experten, dass die Grundproblematik wohl darin bestehe, dass die Nennleistung der errichteten Anlage etwas höher als ursprünglich beantragt sei und dadurch es notwendig geworden wäre, dass noch „etwas“ verlegt werden müsse.

„Wir können uns zu der Thematik einfach noch nicht äußern. Wir wollen erst bis zum Ende alles abgeprüft haben. Herr Kropp ist dabei“, sagte dazu die amtierende Bürgermeisterin von Kröpelin, Helgrid Erdmann, gestern auf OZ-Anfrage. Bei Eon-edis erklärte der Sprecher Michael Elsholtz, dass die Frage zur Inbetriebnahme nicht an einem Nachmittag geklärt werden könne, die Kollegen der Hauptverwaltung in Fürstenwalde würden sich damit beschäftigen. Und der Betreiber-Chef Torsten Dahl führte gestern intensive Gespräche — da war per Telefon kein rankommen.

 

Thomas Hoppe

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