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Warme Jahre bringen breite Baumringe

Neubukow Warme Jahre bringen breite Baumringe

Neubukower Kinder und Jugendliche lassen auf Naturerlebnispfad im Hellbachtal Wissensquellen sprudeln.

Neubukow. Über sieben Brücken und Stege muss man Richtung Nordwesten gehen, wenn man vom Acker am Hellbachtal, Höhe Vogeluhr, bis zur allerneuesten Lehr-Station des Vereins „Perspektive für Kinder und Jugend“ gelangen möchte.

Wer diesen zwar schön von weißen und gelben Anemonen gesäumten, aber holprigen Weg auf sich nimmt, kann nachempfinden, was hier gestern Nachmittag Tischlermeister Thomas Prüter und sein Mitarbeiter Thorsten Pfeiffer geleistet haben. Die beiden Neubukower transportierten nämlich Werkzeug, Schrauben, eine größere Lärchen- und eine kleinere Eichenholzscheibe im Ziehwagen zu eben dieser neuen Station der Kinder und Jugendlichen aus dem Klub „Heizhaus“. Auch ein Dutzend von ihnen marschierten mit und trugen die Rahmenhölzer und die Info-Tafel von Copycom Wismar. In den Wochen zuvor hatten die Kinder und Jugendlichen im Internet recherchiert, was sie auf dem Schild zum Thema „Jahresringe“ unbedingt mitteilen wollten und sich bei der Konservierung von Holzteilen beteiligt.

Am Zielort mit schöner Aussicht und zwei Bänken hatten Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt bereits ganze Arbeit geleistet und vor vierzehn Tagen das Fundament für die Halterung des hölzernen Schautafel-Trägers fertiggestellt. Auch der schweres Träger (siehe Foto) lag schon vor Ort. So konnte die Endmontage gestern umgehend beginnen. Diese neue Station komplettiert nun die fertiggestellten Wissens-Punkte entlang des Wanderweges im Hellbachtal. Zum Start in Neubukow gibt es die Übersichtstafel, dann folgen Insektenhotel, der Baumgarten, die Vogeluhr und in ihrer Nähe zahlreiche Nistkästen für Meisen. Geplant seien für diese Jahr noch ein Baumtelefon, das die Resonanzeigenschaften des Holzes erleben lässt und eine Station „Metallarten im Wettertest“, die auch von der Neubukower GmbH Dethloff und Lange unterstützt wird, wie Projektleiter Mark Gerlitz vom Verein „Perspektive Kinder und Jugend“ informierte. Neben ihm begleitete gestern Vereinsmitglied Helga Westerweck die Kinder ehrenamtlich durch das Waldstück. „Ich war durch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit dem Verein in Kontakt gekommen und bin dabei geblieben“, sagte die gelernte Bürokauffrau aus Westenbrügge und ergänzte: „Es macht mir Spaß, mit Kindern zu arbeiten.“

Und den Kindern macht es sichtlich Spaß hier zu Wandern: „Ich gehe hier auch mit meinen Freunden entlang“, erzählte Jona Bieler und die Jungs riefen lachend herüber, dass sie einen guten Rodelberg gefunden hätten — wenn nur die vielen Bäume nicht wären. An der neuen Station kann man nun erfahren, was deren Jahresringe alles verraten: „Ein breiter Ring lässt auf ein warmes Jahr schließen, in dem der Baum genügend Regen, Sonne und Nährstoffe bekommen hat“, heißt es zum Beispiel und Thomas Prüter wusste unter anderem noch zu ergänzen, dass Eichen im Gegensatz zu Nadelgehölzen immer gleichharte Ringe bilden würden — da gebe es keinen Unterschied zwischen Sommer- und Winter-Ringen.

Der Stadtvertreter begrüßte, dass die Volksvertretung am 26. März mehrheitlich dafür gestimmt hatte, den „Touristischer Wanderweg Spriehusen-Teßmannsdorf“ mit dem 1. Bauabschnitt Spriehusen-Buschmühlen in die Spur zu bringen. Da mache auch dieser Lehrpfad noch mehr Sinn, denn dann sei „der Rundschluss wieder da“, sagte Thomas Prüter. Auch der Neubukower Joachim Domian, der hier oft mit seinem schwarzen Labrador spazieren geht, findet den Lehrpfad offenbar gut: „Das machen ja die vom Heizhaus oben, die machen so was (er zeigt auf die Vogeluhr), Vogelkästen und, und, und.“ Es schwingt Achtung in seiner Stimme mit, denn er legt Wert auf ein schönes Neubukow, wie er betonte. Deshalb will er auch am Freitagmorgen gemeinsam mit anderen Schliemannstädtern ein paar Blümchen an prominenter Stelle der Stadt pflanzen. Quasi ein spontaner Auftakt zum Umwelttag der Stadt am kommenden Samstag.

 



Thomas Hoppe

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