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Neubukow Weicht Trainerbank bald Wohngebiet?
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Weicht Trainerbank bald Wohngebiet?
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00:00 13.03.2013
Der alte Sportplatz im Ortsteil Jennewitz soll Baugebiet für Eigenheime „in zweiter Reihe hinter der Ostsee“ werden. Quelle: Rolf Barkhorn
Kröpelin

Die Mitglieder des Bauausschusses beschäftigten sich am Montagabend in zweiter Lesung mit einer Liste von Investitionsvorhaben, die in Kröpelin als dringend gelten, von denen sich jedoch nicht alle umsetzen lassen. „Es macht nur Sinn, jene größeren Vorhaben zu übernehmen, bei denen wir mit Fördermitteln rechnen können“, machte der Ausschussvorsitzende Thomas Gutteck (SPD) klar.

Zu den Projekten, die auf der Streichliste landeten, gehört die Ahornallee im Ortsteil Klein Nienhagen. „Das ist unsere älteste Leiche, die wir haben“, meinte Bauamtsleiter Rüdiger Kropp, weil die Sanierung der Dorfstraße in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben wurde. Mit Fördermitteln sei auch in diesem Jahr nicht zu rechnen.

162 000 Euro würde die Erneuerung der Straße kosten. Aber die dafür veranschlagten 105 000 Euro aus dem Fördertopf werde es 2013 definitiv nicht geben, weiß Kropp und erklärt: „Seit der Kreisgebietsreform gibt es ein Punktesystem, nach dem die Förderanträge gelistet werden. Mit gerade mal vier Punkten steht die Ahornallee ziemlich weit unten“, so der Amtsleiter.

Kontrovers diskutiert wurde, ob die Neugestaltung des Schulhofes mit 80 000 Euro in die Planung übernommen werden soll. „Wenn ich abwägen muss, ob wir den Schulhof sanieren oder das Rathaus, würde ich mich für die Schule entscheiden“, meint Thomas Wendt (SPD). Denn auch die Reparatur der Ostfassade des Rathauses steht mit rund 50 000 Euro zum wiederholten Mal auf der Vorhabenliste.

Doch so einfach sei das mit dem Schulhof gar nicht, meinte Karin Reichler (CDU). Der vor Jahren ermittelte Kostenansatz entspreche nicht mehr der Realität, weil die Schülerzahl gesunken sei und sich das Projekt einer privaten Schule zerschlagen habe. Um neu planen zu können, müsste das Projekt erst überarbeitet werden, argumentierte Reichler.

Schließlich einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, den Schulhof als Investition aufzunehmen. Als Bedingung formulierten sie, dass die Verwaltung zügig Gespräche mit Schulleitung und Schulverein führen müsse, um den genauen Bedarf zu ermitteln.

Einig waren sich alle, die Überarbeitung des B-Planes „Sportplatz Jennewitz“ in diesem Jahr in Angriff zu nehmen. Auf dem städtischen Grund soll ein neues Wohngebiet „in zweiter Reihe“, nur wenige Kilometer entfernt zur Ostsee, entstehen. Der Grundstücksverkauf würde der Stadt Kröpelin Einnahmen bringen. Auch kämen neue Einwohner hinzu.

Auch eine Wunschliste des Bauhofes kam auf den Prüfstand. So wurde u.a. angeregt, für rund 80 000 Euro einen eigenen Unimog anzuschaffen, anstatt jedes Jahr für das Ausleihen eines solchen Fahrzeuges im Winter rund 20 000 Euro auszugeben. „In fünf Jahren hätte sich die Anschaffung amortisiert“, so das Argument. Der Ausschuss folgte dieser Begründung und setzte die Investition mit auf die Liste.

Bei aller Abwägung der Wichtigkeit einzelner Vorhaben ließ das Gremium keine Zweifel daran, dass zwei Projekte auf jeden Fall in Angriff zu nehmen sind. Die Sanierung der Mühle, finanziert mit 340

000 Euro aus städtebaulichen Fördermitteln, soll sogar noch in dieser Woche beginnen.

Und auch die lange geplanten Bauarbeiten in der Rostocker Straße werden sich auf jeden Fall im Haushaltsplan wiederfinden. Alles andere steht noch unter Vorbehalt. Denn Thomas Gutteck meinte abschließend: „ Mal sehen, was nach der Sitzung des Finanzausschusses nächste Woche von unserer Liste noch übrig bleibt.“

Mal sehen, was der Finanzausschuss von unserer Liste noch übrig lässt.“Thomas Gutteck, Vors. Bauausschuss

Rolf Barkhorn

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