Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 13 ° heiter

Navigation:
Winterdienst wieder mit geliehener Technik

Kröpelin Winterdienst wieder mit geliehener Technik

Weil Kröpelin das Geld für den Kauf eines eigenen Unimog fehlt, soll das Mehrzweckfahrzeug für ein halbes Jahr gemietet werden.

Voriger Artikel
Kröpeliner bitten Autofahrer um Rücksichtnahme
Nächster Artikel
Am Freitag dem 13. wird gewählt

OZ-Reporter Rolf Barkhorn hält die Anschaffung eigener Technik für die einzig richtige Lösung.

Kröpelin. Vom schönsten Sommer aller Zeiten lassen sich die Kröpeliner nicht blenden. Sie wissen: der nächste Winter kommt bestimmt! Und deshalb avanciert schon jetzt die Organisation des Winterdienstes vorsorglich zum Beratungsgegenstand in den Ausschüssen der Stadtvertretung.

Der Hauptausschuss befasst sich in der nächsten Woche mit diesem Thema und die Mitglieder des Bauausschusses haben bereits in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause am Montag darüber beraten. „Um einen funktionierenden Winterdienst in der Stadt und den Ortsteilen abzusichern, brauchen wir die entsprechende technische Ausstattung. Diese werden wir wie im Vorjahr für ein halbes Jahr mieten“, erklärte Bauamtsleiter Rüdiger Kropp. Ausgeliehen werden sollen ein speziell für den Winterdienst ausgerüsteter Unimog sowie ein Traktor.

Im Haushalt der Kommune schlagen die auf sechs Monate berechneten Leihgebühren mit etwa 25 000 Euro zu Buche. Dasselbe Gremium hatte im Frühjahr 2013 bei der Beratung zum Haushalt noch eine andere Variante ins Gespräch gebracht. Schon für 80 000 Euro könnte die Stadt Kröpelin einen eigenen Unimog kaufen, nach vier Jahren hätte sich die Anschaffung amortisiert. „Doch leider wurde diese Position aus unserer Wunschliste gestrichen. Das Geld für die Neuanschaffung gibt es nicht“, begründete Bauausschussvorsitzender Thomas Gutteck die Rückkehr zur Leihvariante für die Wintertechnik.

Im Ausschuss aber war man sich einig, dass die Anschaffung eigener Technik wirtschaftlich vernünftiger sei, als jedes Jahr fast ein Drittel der Kaufsumme für die Miete auszugeben.

„Dabei sollte man auch bedenken, dass wir das gemietete Fahrzeug nur ein halbes Jahr zur Verfügung haben. Ein eigenes Fahrzeug würde uns ganzjährig zur Verfügung stehen und könnte auch noch in anderen Bereichen eingesetzt werden“, nannte Kropp ein weiteres Argument für einen Kauf.

Er informierte das Gremium darüber, dass der Anbieter, bei dem der Unimog für den kommenden Winter ausgeliehen wird, die Leihgebühr dieses Jahres als Anzahlung anrechnen würde, falls die Stadt sich entscheiden würde, das Fahrzeug im nächsten Jahr doch noch zu erwerben.

Frühestens bei der Aufstellung des Haushaltsplanes für 2014 sollte auch Klarheit darüber herrschen, ob die Stadtvertreter dem Antrag der Feuerwehr auf Erweiterung des Gerätehauses zustimmen. Es sei den ehrenamtlichen Brandschützern nicht dauerhaft zuzumuten, im Winter bei Minusgraden die Fahrzeuge nach Einsätzen draußen zu reinigen. „Wenn man bei minus zehn Grad vor der Halle mit dem Hochdruckreiniger arbeitet, verwandelt sich die Fläche schnell in eine gefährliche Eisbahn“, argumentierte Feuerwehrchef Roland Bull vor dem Bauausschuss.

Etwa 190 000 Euro würde der Anbau einer Waschhalle kosten. Ausschuss-Chef Gutteck meinte, eine sofortige Umsetzung des Vorhabens gebe der aktuelle Haushalt nicht her. Er schlug vor, das Vorhaben in die Haushaltsplanung für 2014 einzubeziehen, vorausgesetzt, es gebe Fördermittel.

Langfristig rechnen!
Die Antwort auf die Frage, welche Lösung für die kommunalen Finanzen die bessere ist, wenn es um den Einsatz der Winterdiensttechnik geht, ist schnell gefunden. Dafür reicht ein Blick in die Kommunalverfassung von Mecklenburg-Vorpommern. Unter Paragraf 43, Absatz 4 heißt es dort: „Der Haushaltsplan ist nach den Grundsätzen der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit aufzustellen und auszuführen.“ Langfristig gerechnet ist das alljährliche Mieten der Technik demnach pure Verschwendung von Steuergeldern.

 

 

Rolf Barkhorn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Neubukow
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.