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Bad Doberan Neubukower ist Deutscher Meister
Mecklenburg Bad Doberan Neubukower ist Deutscher Meister
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00:01 01.02.2018
Bernd Adam erhielt den Meistertitel für seine Zucht Deutsche Widder in gelb-weiß. Quelle: Foto: Anja Levien
Neubukow

Sie sind gelb-weiß gescheckt und gucken neugierig aus ihrer Box: Die Kaninchen von Bernd Adam sind Deutschlands Beste. Auf der Bundeskaninchenschau in Leipzig hat der Neubukower Züchter die Meistertitel für die Rasse Deutsche Widder in Gelb-Weiß sowie Deutsche Kleinwidder in Gelb-Weiß erhalten. Damit setzt der 50-Jährige seinen Erfolg in der Zucht fort.

2001, 2011, 2013 und 2015 wurde er bereits Deutscher Meister mit der Rasse Deutsche Widder in Gelb-Weiß.

Hobby liegt in der Familie

Seit er 15 Jahre alt ist, züchtet Bernd Adam Kaninchen. „Das habe ich vom Vater eingeimpft bekommen“, sagt der stellvertretende Vorsitzender des Neubukower Kaninchenzuchtvereins M57. „Damals wurde eine Jugendgruppe gegründet, da bin ich mit eingetreten. Ich bin der Einzige von fünf Geschwistern, der Interesse daran hat.“ Sein Hobby hat auch er an seine Söhne weitergegeben. Mit dabei ist heute noch Erik Adam, der auf der Bundeskaninchenschau einen Ehrenpreis gewonnen hat.

Es sei der Ausgleich zu seiner Arbeit, erläutert der gelernte Tischler, warum er die Kaninchenzucht als Hobby hat. „Es ist die Arbeit mit lebenden Tieren. Zucht heißt auch, etwas verbessern zu wollen, und es ist interessant zu sehen, was sich entwickelt, wenn man paart.“ Bis zu 150 Kaninchen pflegen Bernd und Erik Adam im Sommer im Garten in Pepelow. Im Winter seien es weniger, dann seien es nur die Zuchttiere. Die Zucht könne man beeinflussen, indem man passendes Zuchtmaterial erwerbe. „Wir sind Mitglied im Widderclub, da hat man Kontakte und da werden auch Tiere getauscht.“

Auf der Bundeskaninchenschau im Dezember seien mehr als 24000 Tiere ausgestellt gewesen. Mit 36 Kaninchen waren Bernd und Erik Adam dabei. Damit eine Rasse für den Meistertitel bewertet wird, müssen mindestens drei Züchter mit einer Zuchtgruppe, die aus vier Kaninchen besteht, auf der Schau vertreten sein. Dann werden verschiedene Kriterien untersucht.

Preisrichter achten auf Körper und Pflegezustand

„Sie werden gewogen, dann wird Körperform und Bau betrachtet“, erläutert Bernd Adam. Die Widder sollten beispielsweise von oben wie eine Walze aussehen. „Sie sollen vorn so breit sein wie hinten.“

Ist die Schulterpartie schmaler, gebe es Punktabzug. Bewertet werde auch der Stand des Tieres, wie es sich präsentiert. „Das kann man mit den Tieren üben“, sagt Bernd Adam. Tiere, die nicht scheu sind, seien zudem interessanter für die Zucht.

Beim Fell werde auf die Griffigkeit geachtet. „Beim Widder wird speziell der Kopf bewertet und der Behang“, sagt Bernd Adam. Hier werde geschaut, ob die Ohren fleischig genug seien.

Die Zucht der weiß-gelb-gescheckten Kaninchen sei schwer. „Sie ist schwerer als bei einfarbigen Tieren“, sagt der Neubukower. Ein Fleck auf der Nase reiche schon aus, damit das Tier aussortiert werde. Gelbe Tiere mochte Bernd Adam schon immer. „Ich hatte schon gelbe Hühner und gelbe Tauben als Jugendlicher“, erinnert er sich.

Bundeschau alle zwei Jahre

600 Tiere waren laut Bernd Adam aus Mecklenburg-Vorpommern auf der Bundeskaninchenschau, die alle zwei Jahre stattfindet, gemeldet. „Das beste Meldeergebnis, das wir je hatten“, sagt Bernd Adam. 22 große Preise konnten die Züchter mit nach Hause nehmen, darunter neun Deutsche Meistertitel, drei Herdbuch-Meister, fünf Deutsche Meister bei der Jugend sowie zahlreiche Vize-Titel und Bundessieger.

Aus dem Kreisverband Bad Doberan stellten Horst Schöninger, Zuchtgemeinschaft Bernd und Astrid Buddenhagen, Dirk Swierzynski, Erik und Bernd Adam, Christian Schmidt, Erhard Freitag, Harald Puls aus.

Anja Levien

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