Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Neue Zufahrt zur Rennbahn
Mecklenburg Bad Doberan Neue Zufahrt zur Rennbahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:08 04.05.2018
Die neue Zufahrtsstraße zur Rennbahn ist über den Heiligendammer Kreisel erreichbar. Staub und Pfützen sind Vergangenheit.
Bad Doberan

Zur Bad Doberaner Rennbahn führt jetzt eine neue, asphaltierte Zufahrtsstraße: Rund 800 Meter lang, 4,50 Meter breit – mit Abfahrt Richtung Rennbahn vom Heiligendammer Kreisel. Auch die Wendeschleife vor dem Rennbahngelände – die neue Straße mündet dort ein – wurde neu asphaltiert. Der Bahnübergang an der Dammchaussee – direkt am Rennbahngelände – wurde dafür „teileingezogen“, wie es in der Fachsprache der Bauplaner heißt. Er wird künftig für den Autoverkehr gesperrt und nur noch für Fußgänger und Radfahrer benutzbar sein. Und in ganz dringenden Notfällen für Rettungsfahrzeuge geöffnet.

Rund 600000 Euro kostet diese Baumaßnahme, „die aufgrund der Ausschöpfung verschiedener Fördermöglichkeiten für die Beteiligten – die Stadt Bad Doberan und die Mecklenburgische Bäderbahn Molli – hinsichtlich ihrer Eigenanteile sehr günstig geworden ist“, so Molli-Geschäftsführer Michael Mißlitz. Die Finanzierung erfolgte durch das Land, die Stadt Bad Doberan und die Molli-Gesellschaft – zu je einem Drittel. Die Straße ist – bis auf einige Restarbeiten wie Fahrbahnmarkierungen – seit der vergangenen Woche fertiggestellt. Die Umbauarbeiten am Bahnübergang Dammchaussee, die auch Gleisbauarbeiten beinhalten, sollen bis Mitte kommender Woche fertiggestellt werden. Später soll dort noch die Bushaltestelle ausgebaut werden.

Mit der neuen Zufahrtsstraße verbessere sich die Verkehrsinfrastruktur für die Rennbahn, die Doberans Gelände für ganz unterschiedliche Großveranstaltungen ist, grundlegend, stellen Molli-Chef Michael Mißlitz und Norbert Sass, Leiter des Bad Doberaner Amtes für Stadtentwicklung, übereinstimmend fest. Sie heben die gute Zusammenarbeit der beiden Partner bei der Planung und Umsetzung dieses Bauvorhabens hervor.

Auf dem Gelände an der Galopp-Rennbahn gibt es – schwerpunktmäßig im Sommer – nicht nur die Galopp-Renntage, sondern auch das Rockmusik-Festival Zappanale, das Oldtimer-Treffen Schwanen-Rallye – in diesem Jahr vom 6. bis 8. Juli – und Musik-Festivals von Schlager bis Elektro. Tausende Besucher tummeln sich dann auf dem Gelände. Bei den mehrtägigen Musik-Festivals wird auf dem großen Rasen-Parkplatz gecampt. Der Bahnübergang konnte aus Sicherheitsgründen bei diesen Großereignissen schon lange nicht mehr als Zufahrt genutzt werden. Die provisorisch geschotterte, ziemlich wellige Zufahrtspiste vom Kreisel her machte allerdings wenig Freude: voller Pfützen bei Regenwetter und richtig staubig, wenn es trocken war.

„Großartig, dass die neue Straße nun endlich da ist. Wer ein altes Fahrzeug liebevoll restauriert hat, möchte, dass es bei der Präsentation glänzt. Das wurde mit der alten Straße schon oft bei der Anfahrt vermasselt“, stellt Wolfgang Scheil, der Vorsitzende des Schwanen-Rallye-Vereins fest. Auch für Harald Morgenstern, den Vize-Präsidenten den Rennvereins, sind der Bau der neuen Straße und der Umbau des Bahnübergangs für Radler und Fußgänger „ein großer Schritt voran“.

Molli-Chef Mißlitz, der die Variante der jetzigen Verkehrsführung schon vor einigen Jahren ins Gespräch gebracht hatte, und Stadtentwickler Sass sind sich auch bei einer weiteren Überlegung einig.

„Das Rennbahngelände, entsprechend ausgebaut, hat das Potenzial für noch mehr größere Veranstaltungen, die ein breites Publikum ansprechen könnten. Auch ganzjährig“, sagt Mißlitz. Denn die Verkehrsanbindung des Geländes mit Molli, Bus und Radwegen aus Richtung Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn und der große Parkplatz böten dafür optimale Voraussetzungen.

Noch allerdings gibt es auf dem Rennbahngelände bei Großveranstaltungen nur Bauten, die dafür aufwendig immer wieder neu errichtet und dann zurückgebaut werden müssen – große Veranstaltungszelte, Verkaufsstände und zu den Renntagen eine eher kleine Tribüne. Und einen Vorentwurf für einen Bebauungsplan der Stadt Bad Doberan, der dort feste Bauten für die Renntage, aber auch für andere Veranstaltungen und Nutzungen vorsieht: Tribünen, Gastronomie, Sanitäranlagen, Räume für Jockeys, Offizielle und Pferde, Beherbergungsbetrieb, Mehrzweckhalle. Der Planungsstand geht auf das Jahr 2014 zurück. „Wir werden uns jetzt wieder aktiv mit diesem B-Plan befassen“, kündigt Norbert Sass an. Fügt aber auch unmissverständlich hinzu: „Die Stadt wird für die Rahmenplanung sorgen. Gebaut werden muss durch einen oder mehrere Investoren.“

Der Rennverein kann dies finanziell auch nicht leisten, macht Harald Morgenstern klar. Er ist aber bereit, an den weiteren Planungen aktiv mitzuwirken.

Jetzt gut erreichbar

800 Meter neue Asphaltstraße zur Rennbahn, dazu eine gut ausgebaute Wendeschleife und ein neu gestalteter Bahnübergang für Radfahrer und Fußgänger – das Gelände ist jetzt bei jedem Wetter gut erreichbar.

600 000 Euro kostete das Vorhaben und es flossen viele Fördermittel. Die Eigenanteile für die Stadt Bad Doberan und die Molli-Bahn hielten sich in Grenzen.

Lutz Werner

Für die Segler der Warnemünder Woche kommt ein Ponton

04.05.2018

Bad Doberan. Lars Arnhold (27) und Gerald Blümel (32) trainierten am gestrigen Nachmittag die F-Junioren des Doberaner Fußball Clubs.

04.05.2018

Klaus-Dieter „KD“ Meyer öffnet Pfingsten sein Atelier und zeigt Holzskulpturen zu „Kunst offen“

04.05.2018
Anzeige